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Na sowas! SAT1 NRW bei uns in der Redaktion – das ist ja schön

Eva Ihnenfeldt: Was für aufregende Tage – seit vorgestern ist hier nichts mehr wie es war. Alles fing damit an, dass am 16. April morgens um 8 Uhr jeweils vier Menschen von der Polizei und dem Ordnungsamt in meiner Privatwohnung standen und vor unserer Redaktion in Dortmund – mit einem Hausdurchsuchungsbeschluss. Nachdem ich endlich begriffen hatte worum es überhaupt ging und nachdem ich überhaupt die ganzen Zusammenhänge nach und nach erfasste, habe ich meine „Social Media Einflusskanäle“ genutzt, um mit der Story, die mir passiert ist an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn Öffentlichkeit ist oft der beste Schutz – das weiß ich ja inzwischen gut und ich glaube, diesen Schutz kann ich gut gebrauchen…

Viel gelernt habe ich seit Dienstag morgen: Über Hausdurchsuchungen (ich dachte immer als fleißige Tatort-Guckerin, es wäre total schwer, so einen richterlichen Beschluss zu bekommen!), über Persönlichkeitsrechte von Damen im Sat 1 FernsehenMorgenmantel, die während einer Hausdurchsuchung ohne ihr Einverständnis von der Polizei fotografiert werden, über das Presserecht im Allgemeinen und den Status von Bloggern im Vergleich zu Journalisten… alles sehr spannend.

Und heute mittag war dann auch noch SAT 1 NRW in unserer Redaktion um über diese Story einen Beitrag zu produzieren. Die Reporterin, Sarah Schröder, gab mir ein bisschen Einblick darüber, in welcher Höchstgeschwindigkeit aktuelle Beiträge produziert werden! Oft bleiben nur wenige Minuten, um aus 20 Minuten Material einen 2,5 Minuten Beitrag zu schneiden – inklusive O-Ton Einblendungen und Filtern! Unglaublich was diese Reporter da leisten, das hat mich sehr beeindruckt. Unsere Akademie wird ja selbst ab Herbst Cross Media Redakteure (IHK) mit renommierten Journalisten Trainern ausbilden, und da war es schön, schon einmal einen kleinen Einblick in den Alltag von Filmbeiträgen zu erhalten.

So und nun ruft gleich der SPIEGEL an, auch die Lübecker Nachrichten, und auch die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten haben mich schon interviewt. Schade dass ich selbst nichts schreiben darf (sagt mein Anwalt). Um so dankbarer bin ich der stellvertretenden Redaktionsleiterin der Ruhrnachrichten, Gabi Kolle, die mein Polizei-Abenteuer perfekt auf den Punkt gebracht hat, so dass es jetzt solche Wellen schlägt. Danke liebe Frau Kolle, ich weiß sehr wohl was es bedeutet, wenn eine angesehene Journalistin sich so für eine Bloggerin einsetzt, das hat mich sehr berührt. Und vielen vielen Dank an den Journalisten Lothar Hausmann, der mein Abenteuer an seine Kollegen weitergeleitet hat – ihm habe ich den Anstoß zu verdanken. Und vor allem vielen Dank an meinen Anwalt Maik Swienty, der mich seit vielen Jahren so treu beschützt und begleitet und immer darauf aufpasst, dass mir nichts Schlimmes widerfährt.

So und nun endlich der Link zum Ruhrnachrichten Artikel: Hausdurchsuchungen wegen Blogbeitrag

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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22 Comments

  1. Andreas Moser sagt:

    Bei Ihnen wurde ja gründlicher ermittelt und schneller gehandelt als gegen den NSU. Wegen nichts.

  2. Mal abseits von allem Humor: Genau bei diesem Gedanken vergeht mir das Lachen, da stimme ich Ihnen völlig zu. Und ich verspreche dass ich nach Kräften daran mitarbeiten werde, dass wir mal wieder unser Grundgesetz aus dem verstaubten Keller holen. Zwar ist das „Dritte Reich“ nun über 60 Jahre her, aber was man nicht pflegt, vergammelt.

  3. Andreas Moser sagt:

    Ich bin beeindruckt, wie gut und schnell Sie den Schock verarbeitet haben, sowie von Ihrer Entschlossenheit!

    Aus meiner Erfahrung (ich war bis vor ein paar Jahren als Rechtsanwalt tätig) ist das Hauptproblem, daß den Staatsanwälten und Richtern, die die Durchsuchungsbeschlüsse wie am Fließband raushauen, nichts passiert. Die Karriereleiter geht weiter nach oben.

    Sie als Betroffene können meist nur Ihre Anwaltskosten als Entschädigungsanspruch geltend machen, aber das zahlt der Steuerzahler. In der Zeitung stehen Sie groß, wenn die Polizei bei Ihnen vor der Tür steht, aber wenn 6 oder 12 oder 18 Monate später das Verfahren eingestellt wird, steht nichts mehr in der Zeitung. Der Ruf ist dahin (wenigstens das ist Ihnen nicht passiert), die Nachbarn gucken einen an wie einen Schwerverbrecher und die Kinder werden gehänselt.

    Viel Erfolg und alles Gute!

  4. Ja das ist schlimm und das macht mich wütend. Wie konnte das nur passieren? Und wie kann man das ändern? Man MUSS das ändern!

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