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Haustürgeschäfte: Die Polizei empfiehlt, sofort anzurufen und den Vorfall zu melden 81

Bei uns in Witten sind seit Wochen angebliche Mitarbeiter der Telekom unterwegs, um an der Haustür bzw. Wohnungstür Verträge abzuschließen. Als heute morgen schon wieder eine Dame in Telekom-Uniform klingelte, bat ich sie mir ihren Ausweis zu zeigen und den Namen und die Kontaktdaten ihres Vorgesetzten zu nennen. Sie weigerte sich mir ihren Namen zu nennen und ich war gezwungen bei der Polizei anzurufen. Das war eine gute Entscheidung – nun weiß ich endlich wie man sich als verantwortungsbewusster Bürger verhalten sollte, wenn wieder ein Vertreter an der Haus- oder Wohnungstür klingelt.

Die persönliche Sphäre von Menschen in ihrer Freizeit zu betreten ist immer ein besonderer Eingriff. Besonders ältere Mitbürger

Für Haustürgeschäfte hätte man gern einen speziellen "Notausgang"

Für Haustürgeschäfte hätte man gern einen speziellen „Notausgang“

sind Haustürgeschäften oft hilflos ausgeliefert. Meinem damals schon dementen Vater haben sowohl die Malteser, der Arbeitersamariterbund, Arcor als auch das Rote Kreuz über professionelle „Drücker“ Aboverträge abschließen lassen. Das hat mich damals sehr wütend gemacht und ich werde nie verstehen, warum Haustürgeschäfte nicht – ähnlich wie werbende Telefonanrufe und E-Mails – grundsätzlich verboten sind.

Ich hatte die Nummer der Wittener Polizeiwache gewählt und erläuterte kurz die Begebenheit. Der (sehr freundliche) Polizist versprach, so schnell wie möglich einen Streifenwagen in unsere Straße zu schicken. Dann bat er mich in Zukunft folgendermaßen zu verfahren, wenn wieder ein so genannter „Drücker“ an der Tür klingelt:

  1. Sofort die Polizei anrufen. Falls bei der Telefonnummer der Wache niemand abhebt einfach 110 anrufen – das klappt immer und ist oft empfehlenswerter.
  2. Den Haustürverkäufer so lange wie möglich hinhalten damit die Polizei ihn noch erwischen kann.

Falls Sie Opfer eines Haustürgeschäfts geworden sind, haben Sie zumindest ein verlängertes Widerrufsrecht – ansonsten bleibt leider tatsächlich nur der Ruf nach der Polizei als „Freund und Helfer“.

Seniorenratgeber: Musterbrief zum Widerruf von Verträgen an der Haustür

 

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

7 thoughts on “Haustürgeschäfte: Die Polizei empfiehlt, sofort anzurufen und den Vorfall zu melden

  1. Es waren tatsächlich Telekom Beauftragte – das ist ja das Schlimme! Ganz Witten spricht darüber, so schlimm ist es. Ich bin wirklich froh, dass die Polizei nun so konkrete Anleitungen gegeben hat, Und tatsächlich hat sich die Dame geweigert sich auszuweisen – das war schon bitter…

  2. Sie sind ein sehr verantwortungsbewusster Mitbürger, verschwenden Steuergelder weil ein Verkäufer vor der Tür steht…

    Leute wie Sie, wählen wohl auch CDU D;

    Vielen Dank dafür, Steuern bezahlen alle Mitbürger in Deutschland und sollten nicht für solche Kleinigkeiten, welche man auch anders regeln kann, verwendet werden. Sie sind genau das Gegenteil, ein Beispiel wie man sich nicht benehmen sollte, aber defintiv kein Vorbild 😉

  3. Eigentlich veröffentlichen wir keine anonymen Kommentare – aber ich mache mal eine Ausnahme, da diese Gegenseite ja auch Gehör finden muss

  4. Ich arbeite seit 10 Jahren im Außendienst (B2C) unsere Arbeit als Medienberater werden heute sehr erschwert durch übertriebene Medien und übervorsichtige Familienangehörige.

    Eine gewisse Vorsicht sollte immer gepflegt werden jedoch ist nicht gleich jeder VertriebsMitarbeiter auch gleich ein Verbrecher.

    Ich habe mehrere Jahre für eines der größten Energie Konzerne und Telekommunikations Unternehmen Produkte vertrieben und stoße heute immernoch hin und wieder an voreingenommene ängstliche Bürger.

    Bei den meisten ist die Angst nur fiktiv d.h. Durch hören sagen erzeugt worden.

    Echte Authorisierte Mitarbeiter sind gut geschult , sensibel und verfügen über genug Fachkompetenz die dem Kunden nutzen.

    Manchmal muss man einfach nur Mensch sein und etwas zulassen niemand zwingt einen zu etwas vielmehr geht es um Angebot und Nachfrage. Wir haben das Angebot und müssen herausbekommen ob die entsprechende Nachfrage vorhanden ist.

    Der Verkauf an der Tür existiert schon seit 300 Jahren angefangen von Medikamenten in den 1740 Jahren oder Teppichen in den 1850er Jahren bis heute 2016 wo Telekommunikation und Energie an der Tür verkauft werden.

    Mein Tip lassen Sie den Mitarbeiter sich ausweisen Fragen Sie wer er ist geben Sie Ihm oder Ihr eine Chance sich vorzustellen seien Sie nicht voreingenommen.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende

  5. Danke schön lieber Jörg Brielman. Ich vesteh Ihre Perspektive gut, aber… Ich habe eine 96-jährige Nachbarin gehabt, die andauernd von Haustür-Verkäufern angeklingelt wurde. Und mein Papa wurde, als er etwas dement geworden war, gern von Hautür-Verkäufern zu allen möglichen Unterschriften gebracht – weil er so gutmütig war. Darum bin ich da sehr eindeutig: Personalausweis -Daten notieren, Polizei informieren – und hoffen, dass Haustür-Geschäfte endlich verboten werden.

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