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Digital.Hub:Ruhr – kommt in die Pötte, menno 0

Wäre nicht eine Veranstaltung des Wissenschaftsminsteriums NRW gewesen und hätte nicht jemand von dort getwittert, ich wüßte gar nicht, dass die DIGITALHUBS für NRW jetzt alle komplett am 06.12. starten werden. Ich habe ja vermehrt schon Skepsis an dem Ganzen geäußert und irgendwie möchte sich diese Skepsis nicht so recht legen. Nun mag man einwenden, dass ich nicht am Twittwoch Ruhr in Essen war, wo die Macher waren und sich vorstellten – aber hey, Digital.Hub:Ruhr? Kommt endlich in die Pötte mitte Kommunikation!

Wobei ich vielleicht erstmal der CDU ins Wörtchen reden muss: Ja, der Digital.Hub:Ruhr hat seinen Sitz in Essen. Aber ich glaube, es ist nicht die Aufgabe des Hubs allein Essen als digitale Stadt voranzubringen. Auch wenn ihr das so formuliert: „Die aufstrebende Ruhrgebietsmetropole Essen ist mit dem Ruhr:HUB um eine Attraktion reicher geworden. Unsere Stadt ist nicht nur Standort für Wirtschaft, Dienstleistung und Bildung, sondern auch auf dem besten Weg zu einer Start-Up Metropole.“ Nee, nee, nee, so ist das nun nicht. Der Digital.Hub:Ruhr ist für die ganze Region zuständig. Oder zumindest für die Kooperationspartner.

Juhu! Wir sind da, wo seid ihr?

Zugegeben, ich hätte auch einfach eine nette freundliche Mail schreiben können – aber wenn ich sehe, dass seit Mai im Blog des Digital.Hub Ruhr nichts Neues veröffentlicht wurde – dann ist das schon etwas – merkwürdig. Wenn man als Vorantreiber der Digitalen Wirtschaft seit Mai nichts zu sagen hat, trotz und gerade auch wegen der zahlreichen digitalen Veranstaltungen von der Basis der Ruhrgebiets-Kreativszene und dann der mehr offizielleren Geschichten des CIDNRW etwa, dann bleibt ein Grübeln zurück. Was macht ihr da? Bereitet ihr die Weltherrschaft für den digitalen Bereich in NRW vor, stellt viel Personal ein und habt einfach sonst keine Zeit zum Kommunizieren?

Jetzt muss ich einräumen, dass ich den Twittwoch Ruhr nicht besucht habe, weil das Unperfekthaus und ich nicht die besten Freunde sind. (Gründe dafür kann man googeln oder man schaut hier im Archiv nach.) Inwieweit also da eine gute Kommunikation stattgefunden hat, keine Ahnung. Vielleicht seid ihr auch gerade dabei euch zu vernetzen? Für die Weltherrschaft? Oder müsst ihr erstmal gucken, was ihr mit den Partnern so absprechen müsst? Das sind Fragen, auf die es momentan keine Antwort gibt, auf die es aber eine geben könnte – wenn ihr denn mal wenigstens das Blog aktuell halten würdet. Seufz.

Beidseitige Organisation?

Die Digital.Hubs haben sich eine Menge vorgenommen, wie man dem PDF auf der Blog-Seite entnehmen kann:

  • Aufbau einer gemeinschaftlichen Investition der Akteure vor Ort in eine tragfähige Infra- und Finanzierungsstruktur für Startups der Digitalen Wirtschaft
  • Anlaufpunkt für internationale Startups
  • Drehscheibe für gezielte beidseitige Organisation der Zusammenarbeit von Startups mit Mittelstand und Industrie

Die Punkte werden dann nochmal genauer ausgeführt, wobei tatsächlich der zentrale Standpunkt Essen werden wird. Was ich persönlich für ein Problem halte, denn die Duisburger Kreativszene fährt nicht nach Essen, um sich dort mit Unternehmen zu vernetzten. Wenn, dann sind das eher einige wenige, aber nicht das, was als „hippe Umwelt“ im Diagramm definiert wird. (Wer kommt denn bitte auf solche Begriffe?) Ebenso werden auch die Kreativen aus anderen Städten nicht unbedingt nach Essen strömen – Bochumer Kreative, die Bochumer Unternehmen begeistern möchten fahren nicht dazu nach Essen. Die haben auch keinen Grund dazu. Aber gut. Und maximal fünf Jahre Förderung ist ja auch nicht unbedingt… Aber darüber habe ich schon was gesagt. Kommen wir zu wesentlichen Frage:

Wie genau habt ihr das im Einzelnen vor? Wenn ihr das schon mal so auf die Agenda setzen könntet, dann könnten wir ja wenigstens mal eins tun: Miteinander ins Gespräch kommen. Das heißt auch, dass ihr mal aktuell berichtet, was ihr so treibt. Wie geschrieben: Ich weiß nicht, was beim Twittwoch Ruhr passiert ist oder ob da die ersten Kontakte geknüpft wurden, aber irgendwie hab ich auch nicht so den großen Widerhall gespürt oder gelesen. Wenn ihr also am 06.12. wirklich aktiv werden wollt – was ein doofer Termin ist, aber okay, nicht eure Schuld, weil die ganzen Weihnachtsgeschichten die Menschen vermutlich erst im nächsten Jahr richtig aktiv werden lassen können – dann müsst ihr euch halt auch ein wenig melden. Ist ja nicht so, als ob ich mich nicht davon überzeugen lassen könnte, dass das was wird. Aber ehrlich gesagt: Meine Grundskepsis, die ich hier auch vermehrt kundgetan habe, ist momentan nicht unbedingt weniger geworden. Insofern: Ihr wißt ja, wie das geht mit den modernen Medien und der Kommunikation…

Über Christian Spliess

Der selbstständige Journalist und Social Media Redakteur Christian Spließ begleitet Unternehmen und Organisationen bei der erfolgreichen Umsetzung von Social Media Kampagnen. Christian Spließ ist einer der Social Influencer in NRW - vor allem über Twitter und Facebook.

3 thoughts on “Digital.Hub:Ruhr – kommt in die Pötte, menno

  1. Lieber Christian Spliess,

    ich finde es großartig, dass du dich mit dem Thema „Digital.Hub:Ruhr“ so intensiv und kritisch auseinandersetzt und einen so leidenschaftlichen Beitrag verfasst hast!

    Und ja, seit dem Blog-Beitrag im Mai – den ich bislang gar nicht kannte – ist viel Wasser die Ruhr hinabgetrömt. So ist diese Veranstaltung wie von dir schon gewünscht und beschreiben keine Sache der Stadt Essen mehr, sondern ein fast schon historisch anmutendes Gemeinschaftswerk der größten Städte des Ruhrgebiets. Der Name lautet mittlerweile Ruhr:Hub GmbH und die physische Bleibe wird in der Tat ab Februar 2017 in Essen sein. Sehr treffend ist allerdings, dass wir als Management-Team nicht Essen als Insel betrachten, sondern immer die gesamte Szene im Ruhrgebiet – was wir beide übrigens auch vor unserer Zeit im Ruhr:Hub nachweislich getan haben!

    Apropos Management-Team… zwei Geschäftsführer direkt aus dem Startup-Umfeld, welche im Mai – zum Zeitpunkt des angesprochenen Blog-Beitrags – selber noch nicht im geringsten eingeweiht waren, sondern erst im August wie die Jungfrau zum Kinde gekommen sind. Momentan damit beschäftigt auf der einen Seite die bürokratischen Hürden zu umschiffen und parallel ein vielversprechendes Konzept zu entwickeln, sind wir durchaus bemüht öffentliche Wahrnehmung zu erzielen. Hierbei versuchen wir in den persönlichen Austausch mit der digitalen Szene zu kommen und stellen sowohl Konzept als auch Ideen vor. Zum Twittwoch hast du es wie beschrieben leider nicht geschafft, anscheinend aber ja leider genauso wenig zur Startup-Nights in Essen im Oktober oder November oder dem start2grow Camp in Dortmund oder dem Social Media Workshop bei der IHK oder dem Wirtschaftsgespräch des RWI oder Currywurst & Bier an der UDE oder dieser Veranstaltung am letzten Freitag in der zeche Zollverein mit den knapp 1.000 Besuchern… naja, es wird auch im Dezember wieder einige Anlässe geben uns persönlich zu sehen. Diese werden natürlich über die Website (www.hub.ruhr), Facebook (https://www.facebook.com/ruhrHub) oder Twitter (https://twitter.com/RuhrHub) kommuniziert. Und ja, alles druckfrisch und mit gar nicht viel Content versehen. Sorry, wir arbeiten daran!

    Presseberichte sind bislang einfach schwierig, da der öffentliche Startschuss dieses Projektes erst am 06.12.2016 stattfindet. Dann wird laut geschrien: „HUHU – hier sind wir!“ Ich habe keine Ahnung, ob du schon einmal intensiv ein politisches Projekt begleitet hast? Es ist unfassbar frustrierend, weil jedes Detail lange oder einfach unkalkulierbar lange dauert… schön ist aber, wenn der Tanker einmal läuft, dann ist er quasi nicht mehr zu bremsen! Wie von dir selber angesprochen, natürlich hättest du einfach eine Mail verfassen können und dann evtl. sogar persönliches, individuelles Feedback erhalten. Aber seien wir doch mal ehrlich, du als „Social Influencer in NRW“ solltest öffentlich kommunizieren! Uns verschafft dies die schöne Gelegenheit hierauf zu antworten und unsere Zeit nicht in individuellen Mails zu verlieren, diese brauchen wir ja wie oben beschreiben für die Vorstellungsrunden.

    Mit den Herausgebern der steadynews waren wir auch schon im Workshop und haben konkrete Projekte miteinander vereinbart. Also wenn du meine Mail doch noch irgendwann für die Kontaktaufnahme benötigen solltest, wenn du Lust hast dich aktiv einzubringen, dann weißt du wo du sie herbekommst. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Mitstreiter! Etwas pathetisch formuliert: wir haben ein langfristiges Projekt vor uns, aber auch eine historische Chance und aktuell richtig viel Momentum!

    Beste Grüße
    Oliver Weimann

  2. Pingback: Interview mit An ja Sommerfeld und Oliver Weimann - Steadynews |

  3. Lieber Oliver Weimann,

    dann nochmal verspätet eine Reaktion auf deinen Kommentar – ich finde zwar, das ist jetzt etwas überflüssig, aber schön…

    Termine, die über eine Webseite bekannt gegeben werden, die zu dem Zeitpunkt des Artikel nicht existierte – na ja, kann man machen. Mir ist unverständlich, warum ihr nicht im Blog schon diese Dinge bekanntgegeben habt. Und sorry – ihr seid nicht meine erste Priorität, wenn es um Veranstaltungen geht – außerdem bin ich kein Gründer.

    Und was das Managen von Projekten anbelangt: Ich habe die SmARtPlaces in Dortmund begleitet. Falls euch das was sagen sollte: Das ist ein Projekt, das mit EU-Mitteln gefördert wird. Und da haben wir – und das müsst ihr euch als Vergleich schon gefallen lassen – schon vorab sehr detailliert geplant, wer was wann wo veröffentlicht, welche Aufgaben der- oder diejenige hat. Und die Webseite ist auch erst seit Februar online, obwohl das Projekt schon vorher anlief. Aber: Informationen zu smARTPlaces findest du mit Google ganz einfach und öffentlich.

    Im Nachhinein verstehe ich deine harsche Reaktion auf meinen Beitrag nicht, in dem ich darlegte, wie ich recherchierte. Ich verstehe auch nicht, wie du auf „unwahre Begebenheiten“ kommst. Und – nein, ich lese nicht jeden Kommentar und wie ich auf den reagiere ist auch meine Sache. Dass ich diese Sache hier doch noch nachträglich kommentier hängt einfach damit zusammen, dass ich nochmal meine Artikel auf deine „unwahren Behauptungen“ nachgesehen habe. Ich habe keine gefunden.

    Aber okay, du möchtest keine weiteren Kommentare von mir. Ich hab keine Zeit und keine Lust mich mit Leuten zu beschäftigen, die so eine dünne Haut haben, dass sie beim geringsten Anlass der Kritik aus der Haut fahren. Dass du mich persönlich angegriffen hast als du meintest, ich hätte nicht genügend recherchiert – das ist dir vielleicht nicht bewußt gewesen. Aber sorry: Dass ICH dann aus der Haut fahre ist verständlich. Und wo ich was veröffentliche ebenfalls. Aber schön, lassen wir das.

    Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Ihr werdet es brauchen.

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