Home / Social Media / Teenager in den USA: Snapchat auf Platz 1 – Facebook nur noch auf Platz 4

Die USA ist uns Deutschen in der Nutzung digitaler Medien enorm voraus. Es lohnt sich also immer, über den großen Teich zu gucken, wenn wir die Trends und Zukunft von Social Media verstehen wollen. Laut Piper Jaffray belegt Snapchat in den USA im Jahr 2016 bei den Teenagern den ersten Platz im Bereich Nutzung sozialer Medien. Facebook landet dort bereits abgeschlagen auf Platz 4. Sollte das heißen, dass Werbetreibende jetzt schnell auf Snapchat umsteigen sollten? Ich denke nein – es sei denn, man hat speziell Produkte für Teenager, also speziell für Teenager.

snapchat-1360003_640-1Kein Wunder, dass Snapchat so beliebt bei Teenagern ist. Die Welt findet neben dem analogen Leben vor Allem im Smartphone statt. Dort guckt man Filme, chattet mit Freunden, spielt Smartphone-Spiele und hört Musik. Lange Texte schreiben ist neben dem anstrengenden Schulalltag wohl nur etwas für „Text-Creators“ – doch wer ist das schon?

Auch telefonieren nimmt an Beliebtheit ab. Kurze Nachrichten kann man besser mit Messengern wie WhatsApp austauschen, und die stundenlangen Chat-Dialoge haben auch an Attraktivität verloren: Schriftlich gibt es schnell Missverständnisse – Bilder, Audionachrichten und kleine Videos sind aussagekräftiger und gehen schneller. Und man vermeidet die vielen Fehler wegen der automatisierten Tastatur auf dem Smartphone. Ist schon nervig, wenn andauernd falsch geändert wird, was man richtig eingegeben hatte.

Instagram oder Snapchat?

Instagram ist super, um Bilder und kleine Videos zu teilen, die öffentlich gemacht werden wollen. Auch Instagram ist sehr beliebt bei Teenagern, denn gerade Selfies geben ein gutes Gefühl, um sich selbst sicherer zu werden. Zu den verschiedenen Hashtag-Themen kann man sich mit neuen Leuten vernetzen und sich zu Hobbys und Vorlieben austauschen. Gerade bei Instagram erhält man schnell Follower, Likes und eine erstaunlich große Reichweite.

Doch sehr viele Jugendliche wollen keine Öffentlichkeit, sondern suchen nach einem geschützten Raum, in dem sie kleine Botschaften an ihre Freunde senden können. Und natürlich ist es ebenso wichtig, häufig von den Freunden zu erfahren, wie es ihnen jetzt gerade geht und was sie so erleben. Snapchat ist ideal dafür, weil sich die Nachrichten nach spätestens 24 Stunden vernichten – und weil man sehen kann, wer schnell einen Screenshot gemacht hat von dem eigenen Bild. Es beruhigt, wenn man da nicht auf Vertrauen angewiesen ist – man behält die Kontrolle und kann sich vor Mobbing und der viralen Verbreitung intimer Inhalte schützen.

Warum nicht mehr Facebook?

Nicht mehr Facebook wäre zu viel gesagt, installiert haben immer noch viele Jugendliche Facebook – wenn auch WhatsApp, Instagram und Snapchat beliebter sind. Facebook ist in den letzten Jahren zu einem sozialen Netzwerk der „Erwachsenen“ geworden, sie häufig mehr an Informationen und passivem Konsum interessiert sind als an dem Austausch von privaten Einblicken in das eigene Leben. Nachrichten, Unterhaltungs-Content – und natürlich Posts von Freunden sind für viele Facebook-Nutzer der Grund, täglich dort einige Zeit zu verbringen. Für Teenager ist diese „Welt der Erwachsenen“ eher gruselig als verführerisch, sie möchten ihre Change-Jahre vom Kind zum Jugendlichen so ungestört wie möglich von Eltern, Verwandten und Autoritäten verbringen. Darum halten sie sich von Facebook lieber fern.

Auf jeden Fall ist für alle Teenager das Smartphone zur entscheidenden Zentrale des Lebens geworden – auch in Deutschland. Auch hier nimmt der Facebook-Gebrauch bei Jugendlichen ab, auch hier liegt nach Instagram und WhatsApp Snapchat auf Rang 3 – noch vor Facebook.

Ob es sich lohnt, als Werbetreibender Teenager auf Snapchat anzusprechen, muss natürlich

Quelle: Flucht aus Facebook

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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