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US-Studie: Wer nutzt am meisten Social Media? Die 35 bis 50-Jährigen! 0

Der neue Nielsen Social-Media-Report 2016 zeigt, dass besonders die so genannte Generation X (35 – 49) Social Media nutzt. Zwar sind auch die Jüngeren (Millanials = 18 – 34) mit 6,19 Stunden wöchentlich aktiver als der Durchschnitt der US-Bürger aktiv bei Facebook, YouTube und Co, doch die 35-49 Jährigen kommen sogar auf knapp 7 Stunden für Social Media. Die Älteren hingegen sind auch in den USA (noch) konservativ. Die Babyboomer (50+) sind nur rund 4 Stunden wöchentlich in sozialen Netzwerken.

grandma-486796_640Doch gerade in dieser Generation tut sich gerade eine Menge. Meine Prognose: Wenn die Menschen über 50 erst einmal verstanden haben, wie Facebook, Twitter, YouTube und Co funktionieren, werden sie womöglich die Jüngeren überholen. Denn Eins ist klar: Die Rentner haben einfach viel mehr Zeit als die karriere-orientierten jungen Leute. Und das Internet ist so spannend, wenn man es erst einmal versteht!

TV gucken und dabei twittern

Viele ältere Frauen gucken gern auf ARD und ZDF Liebesfilme mit deutschen Schauspielern. Wäre es nicht herrlich, sich gleichzeitig mit anderen älteren Damen aus ganz Deutschland über Twitter darüber austauschen zu können, dass eine Schauspielerin auch schon mal besser ausgesehen hat – oder man der Schwarzhaarigen den schönen Erben nicht gönnt?

Oder beim Heute Journal gemeinsam mit anderen treuen Öffentlich-Rechtlichen Zuschauern über die Weltlage twittern. Diskutieren, debattieren – gerade älteren Menschen macht das viel Spaß. Es regt die Intelligenz an und führt zur Erweiterung der „Filterblase“. Denn immer wieder werden zu einer Sachlage nei Twitter Videos oder Links hunzugefügt – so erweitert der ältere Twitter-User (der ja auch ganz anonym bleiben darf) sein Hintergrundwissen und erfährt Inspirationen.

Facebook mit Freunden und Familie teilen

Alle älteren Menschen, die ich kenne, lieben WhatsApp. Es ist so schön, mit der Familie und den Freunden in Kontakt zu bleiben – und auch über Gruppen kommunizieren zu können! Facebook hingegen bietet noch mehr: Man kann seinen gesamten Freunden Botschaften geben und kleine Erlebnisse teilen – zum Beispiel mit einem Schnappschuss oder einem selbst getexteten Gedicht. Und natürlich kann man ganz leicht private Nachrichten schreiben bei Facebook. Wenn man sich zum Beispiel Sorgen macht um eine Vereinsschwester, die mehrmals fehlte beim Sport – über Facebook kann man sich leicht vergewissern, dass es ihr gut geht – oder man nimmt direkt Kontakt über den Facebook Messenger auf…

YouTube für die „Heimwerker“ und Neugierigen

YouTube ist eine Schatzkiste aus Anleitungen und Tutorials, Das müssen nicht unbedingt Computer-Anleitungen sein! Bei YouTube gibt es alles: Wie man eine Toilette repariert, wie man eine Mütze häkelt, wie man ein iPhone bedient. YouTube ist gerade für Ältere gut geeignet, weil sie ihre Lehrvideos so oft gucken können, wie sie es brauchen. Niemand hetzt und fordert – sogar Klavier spielen kann man über YouTube lernen!

Besonders toll ist es, wenn Ältere entdecken, wie leicht es ist, selbst Videos zu produizeren! Da kann der Hobbygärtner Tipps aus seinem Garten per Video geben – oder Laienschauspieler tun sich zusammen und produzieren mit einfachsten Mitteln eine Comedy-Serie. Das, was Jugendliche können, die sich bei YouTube kreativ betätigen, können Ältere genau so gut. Einfach mal drantrauen und staunen. YouTube bietet so viel kreatives Potential!

Pinterest für die Reiselustigen

Pinterest kommt von seinen Funktionalitäten her gerade älteren Usern sehr entgegen, weil diese oft old-man-23730_640Freude am Ordnen haben. Bei Pinterest findet man unzählige Bilder zu Reisezielen, man kann sich inspirieren lassen und vielleicht sogar die nächste Reise über Pinterest mitplanen. Aber auch Anleitungen für Basteleien und Koch- und Backrezepte gibt es in Massen bei Pinterest.

Fazit: Haben unsere Senioren erst einmal die Grundzüge des Internets verstanden, werden sie massenweise kommen. Da bin ich ganz sicher. Da die 50+ Generation in Deutschland bereits heute die Mehrheit der Bevölkerung stellt, wird dieser KulturChange ganz neue Impulse in unsere Gesellschaft bringen. Die Bürgerinitiativen wie bei Stuttgart 21 bestehen zu einem großen Teil aus den Älteren. Wäre fein, wenn auch in der virtuellen Welt die Erfahrenen ihre Stimme erheben – das könnte politisch und demokratisch sehr wertvoll sein für uns alle.

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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