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10 Tipps für die „Marketing“-Strategie, einen Traummann zu finden? Warum nicht! 1

Wenn ich im Internet google, wie sich Frauen ihren „Traummann“ vorstellen, fühle ich mich in die fünfziger Jahre versetzt: Treu muss er sein, humorvoll, attraktiv, erfolgreich, groß, stark und sensibel… Oh mein Gott! Leben wir denn noch immer im Zeitalter der Status-Orientierung? Ich dachte, wir wären weiter nach oben gerutscht auf der Maslowschen Bedürfnispyramide! Traut Euch doch mal, in die geheimsten Winkel Eurer Sehnsüchte zu kriechen und darüber zu staunen, was Ihr Euch wirklich wünscht.

Vor einigen Jahren hatte ich einen Artikel in einer Fachzeitschrift zum Thema „Marketingstrategie“. Zu meinem Erstaunen meldete sich eine Frau, die auf der Suche nach einer Zweierbeziehung war. Ich als überzeugter „Hagestolz“ konnte ihr da natürlich nicht weiterhelfen. Beruf, Beruf, Beruf war alles, was ich in den Genen stecken hatte – Liebe erschien mir minderwertig und kitschig. Durch meine überraschende Erfahrung Anfang des Jahres sehe ich das nun ganz anders.

Die Liebes-Marketingstrategie – am Beispiel Traumfrau

In meinem letzten Lehrgang war ein fantastischer junger Mann, der in seiner trockenen, selbstbewusst  humorvollen Art beim Thema „Marketingstrategie“ sich selbst als Single zur Verfügung stellte. Er will nun langsam eine Familie gründen und wünscht sich die passende Frau – das kann doch nicht so schwierig sein! Also entwickelten wir im Plenum gemeinsam eine Marketingstrategie für diesen Entschluss:

  1. Vision (Wo will ich hin – wie sieht mein Leben mit meiner Traumfrau in drei Jahren aus?)
  2. Mission (Was bin ich bereit, für meine Vision einzusetzen? Was bin ich bereit zu geben, um die „Reise des Helden“ erfolgreich zu bewältigen?
  3. IST-Situation: Was ist das Einzigartige, Unverwechselbare und Unersetzliche an mir? Wie ist mein Selbstbild? Wie sehen meine Freunde, meine Familie, meine Kollegen mich? Was kann ich gut, was kann ich gar nicht?
  4. Zielformulierung: Wie will ich in fünf Jahren leben? Wie ist dann meine finanzielle, familiäre, wohnliche und berufliche Situation?
  5. Zielgruppe: Wir haben eine Persona (Traumfrau) erstellt, die zunächst soziodemografisch definiert wurde, dann in ihrem Verhalten und ihren Interessen – und im dritten Schritt anhand ihrer Sehnsüchte, Träume und Bedürfnisse. Das war der wichtigste Punkt
  6. Strategie: Da mein junger Held mutig und entschlossen ist, wählte er den Weg sich offen zu zeigen und auch Facebook zu nutzen, um seine vielen Freunde und Kontakte einzusetzen. Wir fanden einen Slogan „Mädchen, mit mir an Deiner Seite sollst Du Dir nie wieder Sorgen machen“.
  7. Marketing-Mix: Warum kein 30-sekündiger Kinospot mit dem Benefit, dem Reason Why und der passenden Tonality? Warum keine geschlossene Facebook-Gruppe, in der die Menschen um ihn beratschlagen und Ideen liefern, wo die Traumfrau zu finden ist?
  8. Erfolgskontrolle: Naja, das ist ja einfach. Und wir werden feiern, wenn es so gekommen ist 🙂

10 Tipps für Frauen, die ihren Traummann suchen

  1. OK, Du fängst bei den Äußerlichkeiten und Plattitüden (siehe oben) an. Aber dann wage Dich weiter. Je schärfer Du das Bild Deines Traummannes zeichnest, desto besser. Sieht ja keiner! Geh mit ihm spazieren in Deinen Vorstellungen. Frag ihn aus über die Themen, die Dich interessieren. Lerne seine Familie kennen (falls er Familie hat). Was isst er gern? Was tut er? Woran glaubt er? Nutze ein Persona-Tool wie das hier (personapp.io), um ihm immer weiter auf die Spur zu kommen.
  2. Verabschiede Dich von der Vorstellung, Du musst nehmen, was der Markt so bietet. Verabschiede Dich lieber von der Vorstellung, dass der Markt begrenzt ist! Auch wenn es nur einen einzigen Mann gibt, der das Göttliche in Dir erkennt und dessen Göttliches Du erkennst – es gibt ihn! Vielleicht in Timbuktu – also forsche, suche, streng Dich an!
  3. Formuliere Deine Traummann-Vorstellung so emotional und deutlich wie möglich. Hier kommt meine persönliche Traummann-Vision als Beispiel:
    „Was ich suche ist ein Mann, der es sich nie leicht gemacht hat im Leben. Ich suche den lachenden (oder auch melancholischen) Vagabunden, der Panik vor Bindungen hat und dem Freiheit über alles geht (so wie mir). Ich suche einen Mann, der stets alles wagt, und dem Wahrhaftigkeit über Sicherheit geht. Geld ist mir egal, Status ist mir egal. Tiefsinn brauche ich, und Kompromisslosigkeit. Oder sind alle „Helden“ tot, weil sie stets jung sterben? Ich hatte zweimal die große Liebe mit einem solchen Charismatiker, der nicht bereit war, sich anzupassen und sich mit weniger als dem Größten zufrieden zu geben. Ich selbst war für meine großen Lieben die schwierige Heimat, weil ich wahrlich keine Assistentin bin, sondern eher starrköpfig, unbequem und egoistisch. Doch genau das war richtig für uns in unserer „großen Liebe“, weil wir allem Bequemen misstrauten.“
    Mit so einer einzigartigen Vision hältst Du Dir die Mitläufer vom Hals und ersparst Dir langweilige, zeitraubende und frustrierende Erlebnisse. Je emotionaler und „abschreckender“ Du Dich äußerst, desto besser. Sei anspruchsvoll.
  4. Streue Deine Botschaft und setze alle Ressourcen ein. Ob Dating-Portale, Apps, Freunde, Social Media, YouTube, Plakate, Werbespots…. bist Du erst in der Lage, Deine Vision und Deine Mission glasklar zu formulieren, zählt das „Jeder-kennt-Jeden-Gesetz“. Irgendwer wird irgendwen kennen, der irgendwen kennt, der Deinen Typen kennt oder jemanden kennt, der ihn kennt 😉
  5. Geh aktiv auf die Suche – such Baby, such! Im Buddhismus gibt es ein Bild für Erleuchtung: Eine Meeresschildkröte schwimmt im riesigen Ozean und taucht immer mal wieder auf. Auf diesem riesigen Ozean schwimmt ein einziger Ring. Wie oft muss sie auftauchen, bis sie genau durch den Ring taucht? Die große Liebe ist etwas so Unwahrscheinliches, sei Dir dessen bewusst.
  6. Marathonlauf oder 100-Meter-Sprint? Um einen Marathonlauf zu bewältigen, braucht es unfassbar viel Training. Frauen haben leider sehr oft das Gefühl, sie müssten gefunden werden und wachgeküsst wie Dornröschen. Doch im Marketing ist das anders. Da sind wir keine „Opfer“ oder „Konsumenten“ – da sind wir Gestalter und Unternehmer/Innen. Wie Du Deinen Stil findest, ohne Deine Ehre zu vergeben, findest Du nur heraus, wenn Du es ausprobierst. Fehler begehen, scheitern, lernen, optimieren….Lerne von Unternehmensgründern, wie man seine unmögliche Vision verfolgt und realisiert. Mache Deine Traummann-Suche zu Deinem Hobby ohne zu erwarten, dass es schnell gehen kann.
  7. Das Wichtigste: Sei stolz auf Dich! Wenn Du die Einzigartigkeit, Unverwechselbarkeit und Großartigkeit Deines Wesens erkannt hast, macht Dich das stark und schön. Du strahlst aus, was Du von Dir selbst denkst und wie Du Deine „Eigene Göttlichkeit“ erkennst und Dich traust, diese zu leben. Schau morgens in den Spiegel und wisse, dass es da Jemanden gibt auf der Welt, der auf Dich wartet und für den Du der Ring im riesigen Ozean bist.
  8. Nun heißt es, nichts zu erwarten und einen Weg zu finden, das neue „Hobby“ auch bei enttäuschenden Dates zu genießen. Menschen sind immer wunderbar, genau wie Du sind schließlich auch alle Anderen einzigartig, unverwechselbar und auf der Suche nach der Traumfrau (selbst wenn sie nur an einen Seitensprung oder One-Night-Stands denken). Briefmarkensammler sind ja auch nicht enttäuscht, wenn sie auf Messen keine Blaue Mauritius finden. Absurd, davon auszugehen, dass uns als Forscher im Dschungel so „mal eben“ eine unentdeckte Orchidee oder ein noch nie identifizierter Schmetterling begegnet. Denke Dir etwas aus, das jedes Date und jede Begegnung schön sein lässt. Und sag Deinem Date, was es ist und wie Du das siehst! Versuche, niemals zu enttäuschen.
  9. Gib, dann wirst Du bekommen. Wir kennen es aus der New Economy – wir geben, geben , geben – und vertrauen darauf, dass alles irgendwie zurückkommt. Auch wenn Deine Begegnung nicht den Erwartungen der Bilder entspricht (lass Dir doch zuvor ein Live-Video schicken per WhatsApp – dann bist Du vor dieser Enttäuschung schon mal geschützt), zeige jedem Menschen Respekt und gib ihm Mut und Anerkennung. Wir alle suchen ja Dasselbe im Netz und sind dadurch eine verschworene Gemeinschaft. Also kooperieren statt verachten oder sich erheben. Niemand ist besser und niemand ist schlechter als der Andere.
  10. Je ehrlicher, „abschreckender“ und konkreter Du vom ersten Kontakt an bist, desto mehr schützt Du Euch Beide vor unnötigen Kilometern und Zeitverschwendung. Flirten ist ja schön, doch sich verstellen und werbend verführerisch präsentieren, MUSS zu Enttäuschungen führen. Oder zu Jemandem als potentieller Partner, der sozusagen Jede nimmt, weil er nicht allein sein kann.
    Auch Online-Händler wissen, wie wichtig es ist, die Ware ohne Beschönigung zu präsentieren. Weil Retouren so teuer sind. Zeig Dich wie Du bist und mache ihm Mut, sich zu zeigen, wie er ist. Bestenfalls könnt Ihr gemeinsam überlegen, was für ein Mensch wohl zum Anderen passen könnte. Freundschaften können entstehen wie bei „Vereinskameraden“. Erwarte nichts. Bleib offen für den großen Moment.

So, das war es erst einmal. Das Wichtigste ist zunächst, diese Vision und Mission anhand der Wesensbeschreibung und des Glaubens zu erkennen und zu beschreiben. Jeder Mensch hat einen Glauben an etwas, dem er/ sie folgt wie die Heiligen Drei Könige dem Stern zu Bethlehem. Das ist die eigentliche Kunst. Und es macht Spaß.

Auch wenn es viele Jahre dauern kann, bis diese Erfüllung passiert und auch, wenn es dann viele Barrieren zu überwinden gilt und viel für diese große Liebe aufgegeben werden muss (ohne Opfer keine Liebe) kann die Suche an sich so wie das Streben nach Erleuchtung wunderwunderschön sein und viele Wunder mit sich bringen. Also nur zu! Den Mutigen gehört die Welt. Und wir wissen ja, wir leben nur einmal….

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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