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#bcruhr11 Rückblick – oder warum „Unkonferenzen“ unaustauschbar großartig sind 0

Am 24. und 25. März 2018 fand im Unperfekthaus (UPH) Essen das alljährliche BarCampRuhr statt. Seit nun elf (?) Jahren treffen sich in Essen Blogger, Nerds, Journalisten und digitale Marketing-Profis, um zwei Tage lang miteinander zu diskutieren, voneinander zu lernen, miteinander zu feiern und natürlich zu netzwerken. Über 100 Menschen kommen zusammen – und die Karten sind bei jedem neuen Ticket-Schwung innerhalb weniger Minuten vergriffen. Dank der von allen gefeierten Sponsoren können die Preise so niedrig gehalten bleiben, dass es für Niemanden aus finanziellen Gründen Barrieren gibt: BarCamps haben den Anspruch, alles zusammenzubringen – ohne Ansehen der Person. Das Einzige was zählt, ist die Bereitschaft, Wissen zu teilen und sich mit dem digitalen Wandel auseinanderzusetzen. Die kommunikative Klammer zwischen den meisten BarCamp’ern ist traditionell  Twitter.

Was ist ein BarCamp?

Ein BarCamp ist eine „Unkonferenz“, bei der erst auf der Veranstaltung selbst das Programm entsteht. Jeder kann etwas

Impression aus der Podcast-Session. Man kann in 45 Minuten so viel lernen!

beitragen, kann anpacken, kommunizieren, vorstellen, lehren…So wie im Web 2.0 sind auch im analogen Leben Sender und Empfänger auf Augenhöhe und gestalten in Echtzeit das gemeinsame Wissen, Können und Wollen als Community. Überall in Deutschland gibt es BarCamps – sowohl offene wie das BarCampRuhr – als auch ThemenBarCamps zu den verschiedensten Interessen und Berufen: BarCamp-Liste 2018

Rückblick zum BarCampRuhr 2018

Für mich stand in diesem Jahr das zweitägige Erlebnis unter dem Stern „Was kommt, ist gut“. In den ersten Jahren meiner BarCamp-Historie war ich noch sehr ehrgeizig und wollte keine der vielen spannenden Sessions verpassen. In diesem Jahr schlenderte ich genüsslich durch die vielen Etagen des schönen UPH’s und freute mich daran, so viele der BarCamp-Teilnehmer zu kennen. Im Erdgeschoss gab es die ganze Zeit über ein üppiges Buffet für uns – und so lohnte es sich stets, mal auf einen Kaffee dort Station zu machen, ein bisschen etwas zu naschen und schöne Gespräche zu führen.

Doch auch großartige Sessions konnte ich erleben. Zwei davon möchte ich ein wenig vorstellen. Da das BarCampRuhr an kein Thema gebunden ist (unsere wunderbaren Organisatoren Berthold und Maik hatten es einfach „Sex & Tweets & Rock’n Roll“ genannt) gab es einen Workshop von Dr. Nils Müller zu „Schreiben um zu denken“. Der zweite faszinierende Workshop lautete „Council: zu Rate sitzen mit dem Redestab“.

Session „Schreiben um zu denken“

Nils Müller, als Podcaster und Blogger bekannt unter dem Namen „Weltenkreuzer/ Weltenflüstern“

entführte uns in die Welt des unzensierten Schreibens. In den kurzen 45 Minuten Sessionzeit schafften wir es, 1. zu verstehen, worum es geht 2. ein Thema auszuwählen und dazu eine spontane Assoziationsmap zu gestalten 3. einen sieben-Minuten-Text dazu zu schreiben und 4. einen zweiten – sich daraus ergebenden – fünf-Minuten-Text aufzuschreiben. Oh was tat uns der rechte Arm weh – so lange hatte kaum Jemand aus unserer Runde in den letzten Jahren mit der Hand geschrieben 🙂 Am Ende der Session fasste Verena zusammen, was wir wohl alle dachten „Ich habe in den wenigen Minuten mehr reflektiert und Erkenntnisse zu meinem Thema bekommen, als in Jahren zuvor“. Schreiben ist wie Therapie. Nils weiß es, und er konnte es wunderbar vermitteln.

Session  Council: Zu Rate sitzen mit dem Redestab

Das Unperfekthaus war früher ein Kloster – und so gibt es dort einen Saal, der immer noch ein bisschen etwas von „Gottesdienst-Zelebration“ ausstrahlt. Wir setzten uns unter Anleitung der Sessiongeberin in einen Kreis und erhielten die Instruktion, nach und nach zu erzählen, was wir Besonderes bisher auf dem BarCamp erlebt hätten. Der Stab geht reihum, und unsere Aufgabe ist es, zuzuhören ohne zu bewerten – und erst dann Worte zu formulieren, wenn wir an der Reihe sind. Es war ganz schön mystisch, was in den dreißig Minuten passierte. Wir kamen uns durch das Zuhören und Miterleben menschlich sehr nahe und waren wohl alle am Schluss sehr bewegt. Für mich ein ergreifendes Erlebnis.

Unsere Organisatoren – Berthold und Maik

Berthold Barth und Maik Wagner führten uns freundlich und souverän durch zwei dichte „Unkonferenz“-Tage

Maik Wagner und Berthold Barth, die monatelang das BarCamp ehrenamtlich vorbereitet haben, indem sie Sponsoren überzeugt, die Organisation durchgeführt – und Website und Social Media betreut haben, wirkten so entspannt und fröhlich gelassen, dass sie wohl uns alle damit ein wenig infiziert haben. Das BarCamp war eines der friedlich freundlichsten Konferenzen, die man sich nur vorstellen kann. Vertrauen und Gemeinsinn verwandelten jede Minute in etwas sehr Kostbares – und das ging wohl Allen so. Es war ein beglückendes Ereignis – vielen Dank.

Und besonders vielen Dank an die Sponsoren, die uns so verwöhnt haben und dafür belohnt werden mit vielen Tweets, Blogartikeln und Empfehlungen. Es lohnt sich für Unternehmen, ein BarCamp zu sponsern auch deshalb, weil es um Gesprächs- und Digital-Kultur geht. Wer sich in diese Szene ein bisschen hineinziehen lässt, gewinnt Stakeholder, die im Web Einfluss haben und die gern weitergeben, was sie empfangen haben.

Last but not least: Unsere Sponsorenliebe: Wir danken Euch so sehr!

agile ruhr


WAZ


vorwerk


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dotRuhr


GLS Bank


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LVQ gGmbH


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Über Eva Ihnenfeldt

Die SteadyNews jetzt per WhatsApp abonnieren unter 01784084835 - Danke schön! Eva Ihnenfeldt ist seit vielen Jahren leidenschaftlich selbstständig - und für alle da, die sich unternehmerisch betätigen, die ihr berufliches Leben selbstbestimmt gestalten - und die gewinnorientiert kommunizieren wollen. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

One thought on “#bcruhr11 Rückblick – oder warum „Unkonferenzen“ unaustauschbar großartig sind

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