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Das war der erste #EduHackRuhr am 13. und 14.10.2017 0

Hackathons stellen ein großartiges Veranstaltungsformat da. Innerhalb weniger Stunden (unser Hackathon zum Thema digitale Bildung ging insgesamt 27 Stunden. Aktiv „hacken“ konnten die Teams ca. 24 Stunden) entstehen nicht nur frische Ideen sondern im Idealfall sogar erste Ansätze zur Umsetzung. Anders als bei Barcamps, die ebenfalls im Wesentlichen von den Teilnehmern gestaltet werden, liegt der Fokus je Team oder Gruppe auf einer einzigen Fragestellung.

Zu Beginn des Hackathons am 13. und 14. Oktober im Impact Hub Ruhr in Essen stand die Einstimmung auf das Thema. „Digitalisierung der Bildung“ war unsere große Überschrift. Dieses sehr weite Thema haben wir als Organisatoren (mit dabei waren der Impact Hub Ruhr, das Startup Daheim und Teach First Deutschland) in drei Themenbereiche unterteilt.

  1. Digitalisierung im Weiterbildungs- und Integrationsbereich
  2. Digitalisierung in Bezug auf lebenslanges lernen
  3. Digitalisierung als Hilfe für Lehrpersonal an Schulen

Zu zwei dieser drei Themenschwerpunkte hatten wir mit der App für Vertretungspläne „SVAPP“ und der Videotelefonieplattform „Daheim“ beispielhafte Projekte vorbereitet, die den Teilnehmern als Anhaltspunkt dienen sollten.

Neben diesen beiden vorab vorgestellten Themen, haben die Teilnehmer des Hackathons fünf weitere Vorschläge gepitcht. Am Ende wurden zwei Vorschläge gewählt, so das wir mit zwei Teams in den Hackathon starten konnten.

  1. Videotelefonieplattform „Daheim“ – Hier arbeitete das Team intensiv an zwei Fragestellungen:
    – Wie bekommt Daheim mehr Besucher auf die Plattform?
    – Wie werden Besucher zu „Wiederholungstätern“?
  2. Die Noten an der Wurzel packen – Hier arbeitete das Team daran, Konzepte zu entwickeln die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen besser an den eigentlichen Schwächen hinter schlechten Noten zu arbeiten.

Um die Teilnehmer optimal auf das Wochenende einzustimmen und beispielhaft zu zeigen was im Bereich digitaler Bildung schon heute umgesetzt wird, hatte sich  Tobias Hübner von der Codingschule Düsseldorf dazu bereit erklärt einen kleinen Einblick in die Arbeit an digitalen Themen mit Kindern zu liefern.
Mit Hilfe des leistungsstarken und vielfältig einsetzbaren Mini-Computers Rasperry Pi setzt die Codingschule verschiedene Workshops mit Kindern um. Übrigens demnächst auch im Ruhrgebiet (zunächst in Dortmund, später auch an weiteren Standorten)!

Intensive Arbeit

Beide Teams konnten den Vortrag von Tobias kaum noch abwarten und wollten am liebsten sofort in die Ideenfindungsphase starten.

Diese begann trotz des leicht verspäteten Beginns fast pünktlich. So konnten wir sicherstellen, dass die Teams tatsächlich ca. 24 Stunden an ihren Themen hacken konnten. „Hacken“ bezeichnet eigentlich das programmieren von Anwendungen die dann am Ende des Hackathons als Prototypen vorgestellt werden. In unserem Fall haben wir uns im Vorfeld auf eine etwas abgewandelte Form des Hackathons geeinigt und auch die Arbeit an Konzepten ohne die Entstehung von Software zugelassen. Dies ist durchaus nicht unüblich und führt ebenfalls zu sehr guten Ergebnissen.

Die Teams des #EduHackRuhr haben beide den Weg der Konzepterstellung gewählt. In beiden Teams wurde – jeweils angeleitet durch ein Teammitglied – eine Arbeitsweise gewählt die sich stark am Design Thinking Prozess orientiert hat. Ohne das die von uns im Vorfeld „rekrutierten“ Mentoren eingreifen mussten, lief die Arbeit also in gut strukturierten Bahnen.

Am Ende des ersten Tages konnten die Teams schon erste Ergebnisse vorweisen und hatten das Gefühl, bis zum Samstag Nachmittag gut Endergebnisse liefern zu können. Bis auf eine einzelne Teilnehmerin haben sich alle dazu entschlossen die wenigen Stunden Schlaf nicht im Impact Hub zu verbringen sondern nach Hause zu fahren. Gegen 23.30 Uhr beendeten also (fast) alle Teilnehmer die Arbeit an den Projekten.

Der Samstag begann um 08.00 Uhr mit einer Stunde Wake-Up Yoga angeleitet von Greenspirit Yoga aus Essen. Ich selber habe nicht teilgenommen, diejenigen die das getan haben wirkten im Nachhinein aber extrem entspannt und gestärkt für den Tag. Es war also eine gute Vorbereitung auf die letzten intensiven Stunden des Hackathons.

Diese begannen nach einem gemeinsamen Frühstück um ca. 10.00 Uhr und liefen bis um ca. 16.00 Uhr. Die Teams hatten zwischendurch beide die Möglichkeit, sich Feedback aus dem Kreis der Mentoren zu holen und so ihre Ideen zu verfeinern.

Ein Sieger. Zwei Gewinner.

Um 16.00 Uhr kamen alle Teilnehmer, einige Besucher und natürlich die Jury zusammen um herauszufinden wer innerhalb von 24 Stunden das schlüssigere Konzept entwickelt und dieses aus Anschauliche Art und Weise hat.

Beide Pitches dauerten 7 Minuten und wurden von einer anschließenden Fragerunde abgerundet. Beide Teams haben es geschafft, zu verdeutlichen an welchen Ideen sie gearbeitet haben und wie sie gedenken diese umzusetzen.

Am Ende muss es aber immer einen Sieger geben. Das Team „Daheim“ konnte die Jury mit ganz leichtem Vorsprung überzeugen und darf sich über eine dreimonatige Mitgliedschaft im Impact Hub Ruhr sowie zwei Lego Mindstorm Education Sets freuen. Das zweite Team darf ebenfalls für drei Monate die Räumlichkeiten des Impact Hub für die Fortführung der Arbeit nutzen.

Und weiter…

Der Impact Hub Ruhr bietet den Teilnehmern also die Möglichkeit, weiter an ihren Ideen zu arbeiten und diese nicht nur zu konkretisieren sondern tatsächlich umzusetzen.

Für uns von KMU Digital steht fest, dass das Thema Digitalisierung in der Bildung auch weiterhin einen Schwerpunkt unserer Arbeit bilden muss. Dabei werden ähnliche Formate wie dieser Hackathon eine Rolle spielen. Wann der nächste #EduHackRuhr stattfindet, werden wir rechtzeitig hier bekannt geben.

Für das Team vom Impact Hub Ruhr geht es am 27. und 28. Oktober mit dem nächsten Hackathon weiter. Denn dann findet der Climathon in Essen statt. Dieser wird wesentlich vom Team des Hubs organisiert und an beiden Tagen durchgeführt. Die Teilnehmer dürfen sich auf eine super Location, viele gute Ideen und eine perfekte Organisation freuen! 🙂

Über Dennis Arntjen

Als Vertriebsspezialist, Social Media Kenner und Experte des digitalen Wandels schreibt Dennis Arntjen jede Woche Beiträge rund um die Digitalisierung des Mittelstands. Gemeinsam mit Eva Ihnenfeldt leitet Dennis Arntjen das Unternehmernetzwerk KMU Digital. Dort ist er verantwortlich für die Mitgliederbetreuung, den Vertrieb sowie verschiedene Themen rund um die Organisation von Veranstaltungen.

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