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Neue Serie in den SteadyNews: Spirituelle Unternehmensführung 0

Dank der Begegnung mit dem bekannten Entrepreurship-Entwickler Eberhard Wagemann, der sich von Berlin aus mit den SteadyNews und mir persönlich verbunden hat (wofür ich ihm sehr dankbar bin), habe ich mich entschlossen, in diesem Portal einen neuen Fokus zu legen mit einem Grundsatz, der mich auf meinem Lebensweg von jeher begleitet. Schon als Kind habe ich versucht, den mir Anvertrauten Mut zu machen mit meiner Überzeugung: Lebe unabhängig und ehrlich. Nimm Deine Herausforderungen an in dem Wissen, dass alles, was geschieht, richtig so ist, wie es ist. Nichts ist böse,  nicht ist gut – trau Dich ganz Du selbst zu sein – und gib alles!

War es als Kind in erster Linie die eigene Mutter, für die ich verantwortlich war, kamen nach und nach immer mehr Menschen hinzu. Freunde, die eigenen Kinder, Berufskollegen, Kunden, Klienten, Schüler, Begegnungen… Seit vielen Jahren passieren diese Berührungen nicht nur im analogen Leben, sondern auch über digitale Kommunikationskanäle. Die Anzahl der Menschen, die mir von sich geben und denen ich von mir gebe, ist gigantisch gewachsen. Das ist meine Art von Glück: Mut machen, lernen, empfangen und beobachten, wie sich Leben neu gestalten in dem Vertrauen, dass es funktioniert:

„Lebe unabhängig und ehrlich. Nimm Deine Herausforderungen an in dem Wissen, dass alles, was geschieht, richtig so ist, wie es ist. Nichts ist böse,  nicht ist gut – trau Dich ganz Du selbst zu sein – und gib alles für Deine Berufung!“

Die Satten und die Hungrigen

Wohl denen, die diese Zeilen überfliegen in dem Bewusstsein, dass sie ihre Berufung kennen und leben, ob beruflich oder privat. Partnerschaft und Kinder sind für viele Menschen gleich mit ihrer Berufung. Sie arbeiten, um sich und ihre Familie zu versorgen. Sie sind bereit, beruflich viele Kompromisse einzugehen, da ihr eigentlicher Lebenssinn darin liegt, Partner, Kinder, Eltern und das dazugehörige Umfeld glücklich zu machen. Ein behagliches Heim, Gesundheit und eine aussichtsreiche, gesicherte Zukunft sind ihre Berufung. Und das ist gut so.

Doch immer mehr Menschen haben andere Visionen und Anliegen als Familie, wenn sie von ihrer Berufung sprechen. Diese Menschen betrachte ich als „Unternehmer ihres Lebens“. Sie suchen in ihrem Beruf bzw. in ihrer Aufgabe „im Außen“ danach, einen Platz zu finden, der sie erfüllt und stolz macht. Sie sind bereit, Opfer zu bringen für ihre Berufung, Denn sie haben erfahren, dass der Mensch ohne Aufgabe verkümmert wie ein Tier im Zoo – so wie in Rainer Maria Rilkes magischem Gedicht vom September 1903:

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf — Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille —
und hört im Herzen auf zu sein.

Familie ist „innen“ – die Welt ist „außen“?

Viele Faktoren können dazu führen, dass Menschen nicht aus ganzem Herzen die traditionelle Berufung in der Familie leben, obwohl sie so gern zwischen „innen“ und „außen“ eine Schutzmauer ziehen würden. Oft genug sind diese Faktoren unfreiwillig und schmerzhaft.

Zerbrochene Partnerschaften, ungewollte Kinderlosigkeit, einzwängende Pflichten gegenüber pflegebedürftigen Angehörigen, Trauer um geliebte Menschen, Flucht und der alltägliche Wahnsinn unehrlicher Lebensgemeinschaften – viele Menschen resignieren ähnlich wie der Panther von Rilke und werden bitter oder depressiv, weil die Familie ihnen nicht die ersehnte Liebe, Aufgabe und Anerkennung geben kann. Doch es gibt auch die, die (gewollt oder gezwungen) zu Unternehmenden werden und sich eigene Wege graben!

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Die Hungrigen

Die Hungrigen sind die, die weder zufrieden sind mit ihrer jetzigen Situation, noch die, die resigniert haben. Die „Unternehmer ihres Lebens“ sind die, die sich selbst als Gestalter wissen und die nach Lösungen fahnden, wenn sie vor Problemen, Bedrohungen, Krisen, Überforderungen und Unterforderungen stehen. Zitate wie „Sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen“ umschreibt diese Lebenseinstellung. Die Hungrigen geben nie auf, sie sind bereit, für ihre Werte und ihre Berufung zu streiten. Beharrlichkeit in ihren Überzeugungen und Visionen sind ihr ständiger Begleitung – und nun endlich sind wir beim Kern:

Spirituelle Unternehmensführung

Was bedeutet überhaupt „Spiritualität“? Johann Wolfgang von Goethe hat im Faust eine Definition von Spiritualität verwandt, der ich mich mit ganzem Herzen zuordnen kann:

„Kein persönlicher Gott mehr, keine Konfession, keine Glaubensgemeinschaft, keine Kirche, keine damit verbundene sittliche Weltordnung – aber das Gefühl einer Allheit und Allverbundenheit, emotionale Übereinstimmung mit dem Weltganzen, das Absolute als Chiffre für die Liebe.“

Spirituelle Unternehmensführung heißt also, im Wissen, mit Allem und Jedem verbunden zu sein, sich mit Mut, Tatendrang und Beharrlichkeit den Platz zu erobern, den diese bedingungslose Liebe für jeden von uns vorgesehen hat. In den folgenden Wochen werde ich Inspirationen geben, wie „Die Hungrigen“ es zu dieser allliebenden Lebensführung bringen können. Eins wissen wir schon mal: Es ist nicht leicht und bequem, aber es geht! Immer!

Und keine Angst vor dieser Entscheidung! Der Unterschied zum „konventionellen Leben“ ist bei der spirituellen Lebensführung nicht die Optimierung der Effizienz, der Unterschied ist, dass der spirituelle Unternehmer nicht mehr (ver-)urteilt, keine Hierarchien zwischen „wertvollem Leben“ und „weniger wertvollem Leben“ fühlt. Der spirituelle Unternehmende richtet nicht – er tut das, was dran ist.

Der spirituelle Gestalter seines Lebens lässt die Mücke genau so zu wie die Nachtigall. Er nimmt jede Situation wie das Wetter und macht das Beste daraus. Er ist offen für Inspiration, Intuition und Imagination – weil er diese Welt unendlich liebt. Er unterwirft sich gern der schöpferischen Physik und bewundert deren Vollkommenheit in jedem Augenblick.

Auf in die Selbstständigkeit unserer Berufung! Ob als Familienzentrale, als Arbeiter, Führungskraft, Künstler, Lernender, Lehrender oder als Unternehmer – wie gestalten unser Leben selbst, da wir Alles und Jedes unermesslich lieben – und weil uns Dankbarkeit durchflutet.

Was ist Deine Meinung? Sag es anonym und in nur drei Minuten:
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Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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