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Ja – bekommt denn jeder Mensch andere Google Suchergebnisse zu sehen? 1

Diese Überschrift ist nicht suchmaschinenoptimiert. Vielleicht werde ich immer weniger Rücksicht nehmen auf Keywords und auf die Regeln von contentbasiertem SEO. Google verschärft seine personalisierten, algorithmengetriebenen und mit eigenen Produkten durchsetzten Suchergebnisse immer mehr, so dass organische Ergebnisse kaum noch kalkulierbar sind. Treefish beschreibt im April 2017, wie Bilder und Videos, Antwortboxen, lokale Ergebnisse und Co. bis zu 97% der Google-SERPs ausmachen können. Die mobilen Google-Suchergebnisse zeigen wieder ein anderes Bild – und die FAZ verkündet am 1.9.17 unter dem Titel „Google verschlingt das Internet“,  dass Android-Nutzer erlebt haben, wie Google seine Suchergebnisse auf den Smartphones wie eigene Inhalte präsentierte – ohne Quellenverweis und URL-Link!

Jeder Mensch erhält seine eigenen, personalisierten Google-Ergebnisse

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Vielen Internetusern und auch vielen Unternehmen ist immer noch nicht bewusst, dass ihre Google-Treffer auf bestimmte Suchanfragen schon fast ähnlich unterschiedlich ausfallen wie ihr Facebook-Newsstream, der ja auch für alle User unterschiedlich ist. Suchergebnisse werden nicht nur nach Sprache, Ort und dem genutzten Gerät gefiltert, sondern noch nach vielen weiteren, persönlichen Faktoren, die Google sich patentieren ließ.
SEO-Suedwest: Viele Nutzer wissen nicht, dass und wie Google mit ihrer Google-Suche Geld verdient

Es ist davon auszugehen, dass die „persönlichen Vorlieben“ des Nutzers darüber entscheiden, welche Ergebnisse Google zeigt. Dabei gibt es verschiedene Google-Funktionen, die die „normalen“ organischen Suchergebnisse zunehmend verdrängen – zumindest auf den ersten Suchergebnis-Seiten.
SEO-Suedwest vom August 2017: Das Google Patent zu personalisierten Suchergebnissen

Hier eine Auflistung der zurzeit häufigsten Funktionen:

  • Google-Anzeigen (die viele User gar nicht als Anzeige erkennen)
  • Google Knowledge Graps (Ergebnisbox mit Antworten zum gesuchten Begriff)
  • Google Bilder (mit Update, das die User zuverlässiger in der Bildersuche belässt)
  • Google Lokale Suchanzeigen (für den Standort des Suchenden)
  • Google News/ Schlagzeilen
  • Google Shopping
  • YouTube-Videos
  • Google+ Ergebnisse
  • Spezielle Featurers mit zusätzlichen Links, Social Media Verweisen etc.

Alles Weitere zur Veränderung der Google Suchergebnisse hier bei treefish

Was also können kleine und mittlere Unternehmen tun?

Zum Einen ist es ein Unterschied, ob wir uns im Consumer-Bereich bewegen oder im Businessbereich. Ebenfalls zu unterscheiden sind Angebote, die sich auf den Standort beziehen von Angeboten, die überall verfügbar sind. Je weniger kommerzielle Interessen für ein Produkt bzw. für unser Thema vorliegen, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, auch weiter über keywordbasiertes Content-Marketing und SEO-Optimierungen bei Google auf relevanten Plätzen zu erscheinen.

Community statt Suchmaschinenoptimierung?

Doch zusätzlich ist in der digitalen Businesswelt der Community-Gedanke immer wichtiger. Natürlich sollten alle kleinen und mittleren Anbieter sich mit der Möglichkeit beschäftigen, eine eigene Community im Social Media Kosmos zu pflegen. Und natürlich ist auch die Information und Bindung über den E-Mail-Newsletter so wichtig wie nie zuvor. Doch was hinzukommt, ist der Aufbau einer Community innerhalb der Unternehmen selbst. Nur wenn wenn man sich gegenseitig unterstützt und fördert über ein gutes Netzwerk und eine geeignete digitale Infrastruktur, können Alternativen zu Google aufgebaut werden – zum Beispiel über eine eigene Plattform, so wie es erfolgreiche Vorbilder wie „DasAuge“ als Netzwerk von Kreativen im Netz tun.

Es bleibt wohl keine Wahl, als sich zunehmend unabhängig von „The Big Five“ zu machen, um noch Chancen beim Digitalen Marketing zu bekommen. Facebook, Google, Amazon, Microsoft und Apple beherrschen einen Großteil der digitalen Welt. Natürlich haben sie Interesse an zahlenden Kunden und nutzen ihre kostenlosen Nutzer dafür, um die kommerziellen Produkte weiter zu verbessern. Die schönen Zeiten, in denen Google ein verlässliches Eintrittstor zum Großen Digitalen Wissen war, scheinen vorbei zu sein. Also Alternativen erkunden und aufbauen. Wir alle entwickeln uns weiter – und das ist auch gut so.

 

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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