Amazon Echo als „Zeuge der Anklage“ – Geräte, die uns zu Hause belauschen als Hilfe der Polizei?

Immer mehr Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, funktionieren per Sprachsteuerung. Nicht nur Smartphones reagieren auf Spracheingaben, seit Sommer 2015 verkauft auch Amazon ein Audiogerät, das vom Wohnzimmer aus als Lautsprecher und Mikrofon auf Sprachbefehle reagiert. „Amazon Echo“ ist seitdem ein Erfolgsschlager in den USA. Erstmals fordert nun die Polizei in Bentonville, Arkansas, von Amazon, dass das Unternehmen Aufzeichnungen des lauschenden Lautsprechers herausgibt, um einen Mordfall aufzuklären. War Amazon Echo Zeuge, als ein Mord geschah? Kann man den Täter anhand der Daten überführen?

In dem Kriminalfall geht es um einen Mord, bei dem das Opfer stranguliert im Whirlpool des Verdächtigen aufgefunden wurde. crosshair-278817_640Schon der intelligente Wasserzähler ist spannend für die Ermittler, da er einen Verbrauch von über 500 Litern Wasser zwischen 1 und 3 Uhr der Mordnacht gemessen hatte. Versuchte der Mörder, mithilfe von viel Wasser die Spuren der Tat zu beseitigen? Und kann das zweite intelligente „Internet der Dinge“ – Amazon Echo, in seinen Aufzeichnungen belegen, dass es zu dem Verbrechen kam?

Amazon weigert sich, die geforderten Daten an die Polizei herauszugeben und fordert „rechtsgültige und bindende Aufforderungen, die ordentlich zugestellt werden.“ Außerdem betont das Unternehmen, dass Echo nur dann anspringt, wenn es vom Besitzer über den Aktivierungscode „Alexa“ angesprochen wird. Ansonsten würden keine Aufzeichnungen angefertigt. Man darf also gespannt sein, wie der konkrete Fall weiter verläuft.

Immer mehr Geräte in unserer Umgebung reagieren auf Sprache: Smartphones, Google Home, Amazon Echo, die Amazon Firebox, Smart-TV’s, Smartwatches… Da der Markt der „Internet der Dinge“ noch ganz am Anfang steht, werden sicher in den nächsten Monaten und Jahren noch weitere Einsatzmöglichkeiten hinzukommen. Ob wir dann in einer verbrechensfreien Welt leben werden, weil die lückenlose Überwachung uns vor allem Bösen beschützt? Ein Segen und Fluch ist dieses Internet-der-Dinge – und aufhalten lässt es sicher nicht.

Quelle: Heise online vom 28.12.16

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt[email protected]

steadynews.de

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