Home / Innovation / Definition von Skalierbarkeit: Im digitalen Zeitalter schlagen die Schnellen die Beständigen

Den Unterschied zwischen StartUps und Existenzgründern habe ich nun verstanden: StartUps sind Gründungen mit hohem Wachstumspotential, innovativen Ideen, digitaler Ausrichtung. StartUps suchen nach Kapitalgebern, die sich beim Exit (nach etwa 3 bis 5 Jahren wird das Unternehmen im Erfolgsfall verkauft) eine hohe Rendite erhoffen. Existenzgründer wollen erfolgreich ein Unternehmen gründen und dieses selbst als Inhaber oder Geschäftsführer dauerhaft leiten. Doch was ist Skalierbarkeit? Wie muss dieser Schlüssel für rasches Wachstum und hohe Renditen beschaffen sein, damit sich die Beteiligung an einem StartUp rechnet?

Skalierbarkeit im digitalen Zeitalter

DatenflutEin skalierbares Geschäftsmodell ist ein Geschäftsmodell, das auf rasches Wachstum ausgerichtet ist. Bekanntheitsgrad, Nachfrage, Ausweitung, internationale Markteroberung, Expansion sind Schlüsselbegriffe von skalierbaren StartUps. Gewinn ist viel weniger wichtig als Nutzung und Umsatz. Selbst Angebote wie kostenfreie Smartphone Games können als StartUp einflussreiche Venture Capital Geber für sich gewinnen, wenn nur diese Skalierbarkeit gegeben ist: Viele Nutzer, viele Daten, viele Informationen, viele installierte Apps, viel Reichweite…

Es scheint fast so, als würden Informationen wichtiger werden als Geld. Habe ich es geschafft, dass Millionen Menschen eine App auf ihrem Smartphone installiert haben, bin ich ganz nah bei ihnen, kann mit ihrem Verhalten verwachsen wie ein Freund – und kann mit ihnen gemeinsam neue Produkte und Angebote entwickeln, testen, mit anderen Produkten vernetzen. Echtzeit-, Kommunikations- und Geodaten bieten wertvolle Grundlagen für erfolgreiche Anbieter- Kundenbeziehungen. Unser menschliches Verhalten wird zur Daten-Börse, Investoren verhalten sich wie Wall Street-Zocker, die auf den großen Wurf hoffen bei diesem Spiel um die Gunst einer verwöhnten weltweiten Konsumentengemeinde, die immer wieder nach neuen Kicks sucht und schon bei kleinsten Fehlern verschwindet.

Skalierbarkeit in Geschäftsprozessen

Doch nicht nur bei der Jagd nach dem verwöhnten Konsumenten spielt Skalierbarkeit eine entscheidende Rolle im digitalen Zeitalter. Auch produzierende Unternehmen in der Industrie sind gezwungen, immer schneller immer flexibler immer innovativer zu entwickeln, zu produzieren, zu liefern. Ist ja auch verständlich, wenn man bedenkt, dass selbst eine Drahtzieherei im Endeffekt Produkte herstellt für den Endverbraucher, Draht wird gebraucht beim Bau von Autos, Häusern, Möbeln…

In der Futterkette zum Verbraucher (sprich „Mensch“) stehen viele vorgelagerte Betriebe, die ebenfalls von der rasanten Entwicklung betroffen sind. Kunden-Anforderungen ändern sich laufend, Anpassungen müssen über intelligente Lösungen unkompliziert möglich sein, ganze Wertschöpfungsnetzwerke müssen nahezu in Echtzeit gesteuert und optimiert werden können.

Skalierbarkeit – Fluch oder Segen?

Wir leben nun mal in einem Käufermarkt (siehe Video). Die Macht im digitalen Zeitalter liegt beim Käufer, beim Bürger, auch beim Mitarbeiter. Auf der anderen Seite zahlen diese anspruchsvollen ungeduldigen Kunden mit ihren persönlichen Daten, ihrem Alltags-Blabla, ihren intimsten Geheimnissen. Eine schier unüberschaubare Informationsflut treibt die Anbieter in einen verzweifelten Kampf, der mich ein wenig an das Märchen vom Süßen Brei erinnert.

Gründerszene Ruhrgebiet

Wir im Ruhrgebiet sind von unserer Tradition und Mentalität her „Malocher“, die gern Verantwortung für ein solides Werk übernehmen und mehr von Tüchtigkeit halten als vom schnellen Geld. Wir sind es gewohnt, einander zu helfen und einander zu unterstützen. Wir sind viele Kulturen gewohnt und haben gelernt, auf den Kern eines Menschen zu blicken, statt auf den äußeren Schein. Doch gerade deswegen hat sich die Rhein/ Ruhr-Metropole nach Berlin zur zweitwichtigsten Gründermetropole entwickelt. Gerade im Ruhrgebiet haben international besetzte, technologisch ausgerichtete StartUps die Chance, bei günstigen Mieten und einer selbstverständlichen Willkommenskultur in Kooperation mit der Wirtschaft und Öffentlichen Institutionen skalierbare Geschäftsmodelle zu optimieren und erfolgreich am Markt zu platzieren.

Der Hirnforscher und Unternehmensberater Prof. Peter Kruse erläutert in 3.33 Minuten vor dem Deutschen Bundestag, was „Intelligente Netze“ sind, und warum wir so eine Machtverschiebung erleben.

Bildquelle: Morguefile

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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