Eva Ihnenfeldt wünscht Frohe Ostern! Auf das Leben! Auf die Fruchtbarkeit!

Was hat die Auferstehung des Jesus von Nazareth zu tun mit dem Osterhasen und bunt bemalten Ostereiern? Nun, wir Christen glauben daran, dass damals nach der Kreuzigung (Karfreitag) das Weizenkorn der christlichen Botschaft in den Boden gefallen ist und dort gekeimt hat. Wir glauben, dass die Auferstehung gleich einem Spross die Erde durchstoßen hat, sich fruchtbar vermehrt und reichlich Frucht getragen hat bis heute. Da sind doch der korpulierende Hase und das befruchtete Ei wunderbare Symbole nicht wahr? Doch was genau ist nun die „Christliche Botschaft“? Was unterscheidet das Christentum von den anderen (Welt-)Religionen? Ist es nicht immer das Gleiche, wonach sich spirituelle Menschen sehnen? Frieden, Freundschaft, Liebe, Gemeinschaft mit allem Lebendigen?

Jesus hat mal gesagt, dass es eigentlich nur zwei Gebote gibt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.“ Das ist das erste und größte Gebot. Ein anderes aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ So weit, so einig sind sich wohl alle spirituellen Lehren, die mit einer Gottesvorstellung einhergehen. Im Buddhismus ist es etwas anders, da es dort keine Götter/ keinen Gott an der Spitze gibt – dort ist das Göttliche etwas Unpersonelles, das einfach alles durchdringt.

Für mich das Besondere an der christlichen Botschaft…

Für mich ist das Besondere an der christlichen Botschaft die Aufkündigung der Familienzwänge. Die Aufkündigung der Traditionen und die Aufkündigung der Verpflichtungen im gesellschaftlichen Umfeld. Der junge Wanderer hat mit allen Traditionen gebrochen, die damals herrschten. Er hat gewagt zu sagen, dass man ihm nur nachfolgen kann, wenn man alles verlässt: Familie, Besitz, Rollen und Regeln. Natürlich betonen auch viele andere Religionen die Heiligkeit des Loslösens von allem Irdischen (gerade im Buddhismus), doch bei Jesus ist es so grundlegend – fast trotzig! Verlasse Heim und Hof und bleib nur da ein Weilchen, wo man Dich aufnimmt.

Wer mich kennt weiß, wie sehr ich die Freiheit liebe. Ich schaue leidenschaftlich gern in den Himmel beim Spazieren gehen, ich mag es, so wenig Lebens-Gepäck wie möglich mit mir herumzutragen. An meiner Tür steht „Omnia mea mecum porto“ – auf Deutsch „All meinen Besitz trage ich bei mir“. Ich mag es, die Schuhe abzustreifen beim Fortgehen, ich mag es, immer wieder von vorn anzufangen und wie der Narr im Tarot naiv und staunend mal wieder ein neues, aufregendes Leben zu betreten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen da draußen Frohe Ostern! Lebt Eure Fruchtbarkeit und bestaunt Eure gekeimten Samen. Lasst Eure Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte fliegen wie die Schirmchen des verwandelten Löwenzahns. Lacht, wenn Ihr verliert und lasst es brennen, wenn Euch Euer Besitz quält. Denn wie sagte unser Jesus so schön im Matthaeus-Evangelium 6?

„Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.“

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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