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Existenzgründer: Berufskleidung von der Steuer absetzen? 0

Existenzgründer beschäftigen sich viel damit, wie sie in ihrer Selbstständigkeit mit dem Finanzamt und der Steuerpflicht verfahren. Was kann man von der Steuer absetzen? Was sind Betriebskosten, die das Finanzamt anerkennt? Unter Anderem kommt dabei auch die Frage nach Berufskleidung auf. Leider ist es nicht möglich, Kleidung steuerlich geltend zu machen, wenn diese auch im Privaten getragen werden kann. Der Smoking und das Abendkleid beim Besuch eines festlichen Geschäfts-Ereignisses müssen privat finanziert werden. Der Anzug und das Kostüm für das Investoren-Gespräch müssen ebenfalls aus der privaten Schatulle bezahlt werden. Schade eigentlich!

Es gibt natürlich auch Arbeitskleidung, die Selbstständige, Gewerbetreibende und Freiberufler als Betriebsausgabe geltend machen können. So wie auch Arbeitnehmer ihre Berufskleidung bei der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten angeben können. Das ist möglich, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt. Dabei erfüllt Berufskleidung eine der folgenden Funktionen:

  • Schutz
  • Hygiene
  • Identifikation
  • Markenzeichen
  • Uniform
  • Corporate Identity

Manche Unternehmen schreiben ganz bestimmte Arbeitskleidung vor, um eine einheitliche Corporate Identity auszustrahlen. Das ist von der Steuer absetzbar, wenn es sich nicht um alltägliche Kleidung (z.B. Jeans, Bluse, Jacket…) handelt, sondern um spezielle Kleidung mit uniform-ähnlichen Charakter. Berufskleidung muss dabei nicht hässlich und „altbacken“ sein.

Hersteller von Berufskleidung wie Engelbert Strauss entwickeln ständig Innovationen und Neuheiten für ihre Firmenkunden, die inspirieren und neue Akzente ins Unternehmen bringen. Doch bei T-Shirts und anderen privattauglichen Stücken gilt auch bei Herstellern von Arbeitskleidung: Zwar qualitativ hochwertig – aber leider nicht von der Steuer absetzbar. Ein Beispiel: Ein Rechtsanwalt kann zwar die Anwaltsrobe als Betriebsausgabe beim Finanzamt geltend machen – jedoch nicht seine Anzüge, Hemden und Schuhe, die er speziell als Business-Kleidung trägt
5 Urteile zu Berufskleidung

Neben den Anschaffungskosten für Berufskleidung können auch Reinigungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Auch hierbei können nur Kosten angegeben werden für Kleidung, die nicht nach Art und Charakter privat getragen werden kann. Chemische Reinigungen können am einfachsten nachgewiesen werden. Waschkosten und Kosten für Trocknen und Bügeln müssen plausibel gemacht werden. Verbraucherverbände und Hersteller von Berufskleidung haben hierfür statistische Erhebungen durchgeführt und veröffentlicht, um Hilfestellungen zu geben.
Deutsche-Handwerks-Zeitung.de: Arbeitskleidung selbst waschen und absetzen

 

 

 

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Die SteadyNews jetzt per WhatsApp abonnieren unter 01784084835 - Danke schön! Eva Ihnenfeldt ist seit vielen Jahren leidenschaftlich selbstständig - und für alle da, die sich unternehmerisch betätigen, die ihr berufliches Leben selbstbestimmt gestalten - und die gewinnorientiert kommunizieren wollen. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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