Gerald Hüther erklärt: Warum machen Menschen Menschen zu Objekten? Lehrer, Eltern, Chefs, Verliebte…

An dieser Frage verzweifle ich schon lange. Warum um Gottes Willen machen Menschen Menschen zu Objekten? Warum drängen Eltern ihre kleinen, zarten Kinder in ganz bestimmte Richtungen? Warum versuchen Eheleute ständig, ihre Partner zu verändern? Warum erwarten Lehrer von ihren Schülern berechenbares Wissen und beeinflussen deren Zukunft in fataler Weise über Benotungen? Gerald Hüther beschreibt im folgenden langen Gespräch sehr berührend, wie traurig es ist, dass der Mensch sich ständig als Objekt fühlt – und ständig die Menschen in seinem Umfeld zu Objekten erklärt.

Macht Euch unbrauchbar!

Begegnung statt Beziehung? Gibt es einen Ausweg aus dem Zwang, an anderen Menschen „ziehen“ zu müssen wie an einem widerspenstigen Nutztier? Ich trau mich ja immer mehr, mich als „Lehrerin“ für Marketing und Social Media wie eine freundlich lustige Figur aus dem Ohnesorgtheater zu benehmen – und ganz auf Hierarchien zu verzichten. Jedes Mal denke ich, ich müsste mit meinem Alters-Übermut schrecklich scheitern, aber meine akademisch gebildeten, häufig sehr erfahrenen Führungskräfte scheinen es zu mögen, dass ich ihnen auf Augenhöhe begegne anstatt dass ich mich über sie stelle.

Ich wünsche mir von Euch, Ihr lieben, klugen, gequälten Seelen, die Ihr so tapfer durch dieses Erdenleben schreitet und die Ihr häufig erlebt habt, wie Ihr Euch „nach der Decke strecken“ musstet, dass Ihr Euch fröhlich und unbekümmert ins Paradies der Begegnungen traut. Als Mama, Papa, Chef, Lehrer, Eheleute… Werft Hierarchien hinter Euch und lernt zu vertrauen. So wie man dem Wetter vertraut – auch wenn es ungemütlich ist. Wer seine Würde gefunden hat, ist für Hierarchien nicht mehr erreichbar. Der macht Menschen nicht mehr zu Objekten. Der begegnet ihnen. Hach…

Madeleine bei Facebook: „Ich habe gerade von Prof. Hüther gelernt, dass es im Deutschen wesentlich mehr Beschreibungen für schlechte Gefühle gibt, als für gute. Hat er recht… Ich bin nicht einverstanden! Deshalb (!) – Ich fang an: „Einen flauschigen Bauch haben“ – und Du Eva?“

  • Sich so klein fühlen, dass man nichts mehr zu verlieren hat: Die Nobody-Geborgenheit.
  • Sich so groß fühlen, dass man unbesiegbar ist: Die Samson-Weisheit.
  • Sich so geliebt wissen, dass groß und klein zur Nebensache wird: Der Glaubensgetränkte Übermut.

Gerals Hüther im März 2018 im Gespräch mit Jeanine (58 Minuten): „Es geht um unsere Würde“

Die Petition – bzw. den Aufruf „Es geht um unsere Würde“ unterschreiben können wir hier

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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