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Unverzichtbar für die Unternehmensgründung – der Finanzcheck 0

Die Unabhängigkeit der Gestaltung des Berufsalltags und die Freiheit bei der Gestaltung der eigenen Ideen stehen beim Wunsch nach einer Gründung oft ganz oben. Unternehmerschaft bringt aber auch eine große finanzielle Verantwortung mit sich. Wenn aber die Entscheidung für ein Startup gefallen ist, dann steht ein Finanzcheck an.

Unterschiedliche Finanzierungen für unterschiedliche Bedürfnisse

Eigene Reserven, Kapitalgeber, eventuell Crowdfunding und natürlich Finanzierungen über Banken und Kreditanstalten sind die üblichen Wege das Startkapital zu beschaffen. In einem ersten Finanzcheck zu Beginn der Planungsphase sollte sich ein Überblick darüber verschafft werden, welche Mittel einem zur Verfügung stehen und welche Mittel man benötigt. Dabei gibt es unterschiedliche Instrumente zur Finanzierung: Zur Finanzierung von Umbaumaßnahmen in Geschäftsräumen eignen sich am besten Festzins- oder Annuitätendarlehen.

Wer hochwertige technische Ausstattung benötigt, etwa teure Laborgeräte, für den ist Leasing auf jeden Fall sinnvoll, da es den Kreditrahmen nicht belastet und steuerlich vorteilhaft ist. Diese Art der Finanzierung eignet sich auch für Geschäftswagen. Ein Endfälliges Darlehen verursacht während der Laufzeit lediglich Zinsen und erst am Ende der Laufzeit wird der komplette Betrag zurückgezahlt. Ein solches Darlehen wird von Banken nur vergeben, wenn dort hohe Erfolgschancen für die Geschäftsidee gesehen werden. Die Banken stellen auch gerne Kontokorrentkredite bereit, die in der Auszahlung flexibel sind, sie eigenen sich für die Anfangszeit des Unternehmens zur Finanzierung laufender Kosten. Diese Kredite sind teuer und sollten deshalb nur genutzt werden, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Nicht zu vergessen sind öffentlich geförderte Darlehen, die von Anstalten wie der KFW ausgegeben werden. Diese sind meistens sehr zinsgünstig und können unter Umständen mit einem teilweisen Tilgungsverzicht vergeben werden, weiterhin können hier nach Absprache flexible Tilgungsphasen in Anspruch genommen werden, so dass zu Beginn der Selbständigkeit weniger Tilgung anfallen kann, was dem Unternehmer mehr Luft lässt.
Um finanziell Luft zu haben, sollte auch die Überlegung angestellt werden, ob es nicht Ausgaben gibt, die erst später getätigt werden können. Als kleines Beispiel kann hier ein Geschäftswagen dienen. Dieser wird oft durch den eigenen PKW ersetzt und er wird erst dann geleast, wenn die Firma auf sicheren Beinen steht.

Gerade zu Beginn einer Selbständigkeit lassen sich viele laufende Kosten nicht aus den Einnahmen decken, das sollte ein wichtiger Punkt sein, und hier sollte man auch einen wirklich großen Puffer einplanen. Denn nicht alle Dinge kann man planen und ziemlich sicher wird etwas Unerwartetes eintreten. Und auch die eigene Lebensführung muss weiterlaufen, und auch hierfür muss ausreichend Geld eingeplant werden.

Beratung ist Pflicht

Um wirklich einen sinnvollen Finanzcheck machen zu können, benötigt man eine Aufstellung mit den anfallenden Kosten. Viele Dinge ergeben sich hierbei rein aus der Überlegung, aber viele wichtige Kosten sind einem geschäftlich oft unerfahrenen Existenzgründer nicht bekannt. Abhilfe kann hier nur eine gezielte Beratung schaffen. Bei einem Startup direkt von der Uni sind solche Beratungen oft direkt bei der Hochschule erhältlich. Existenzgründungsberatung gibt es davon unabhängig bei den Industrie- und Handelskammern, Banken und bei Unternehmensberatungen.

Dies ist ein Gastartikel der Deutschen Bank.

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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