Jobwechsel: In diesem Jahr haben 25 Prozent den Arbeitgeber gewechselt

Gute Zeiten für Arbeitnehmer: Dank des Fachkräftemangels ist es für viele Wechselwillige aussichtsreich, sich um einen neuen Job zu bemühen. Dabei werden der Öffentliche Dienst und bedeutende Familienunternehmen immer attraktiver. Weniger beliebt sind mittelständische Unternehmen (kleine und mittlere Unternehmen bis 499 Mitarbeiter). Gründe für den Jobwechsel sind ein höheres Einkommen, flexiblere Arbeitszeiten, bessere Vereinbarkeit mit dem Privatleben.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Noch heute fürchten viele Arbeitnehmer, dass ein Lebenslauf mit vielen Stationen ihnen schaden könne. Tatsächlich wird in Vorstellungsgesprächen bei häufigen Arbeitgeber-Wechseln weiterhin in der Regel nach den Gründen gefragt – doch es wird immer selbstverständlicher für Bewerber, auf diese Fragen Antworten zu geben wie „Weil ich mich persönlich verbessert habe durch den Arbeitgeberwechsel“ oder „Um mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln“.

Vor allem Akademiker haben seit Januar 2022 ihre Arbeitgeber gewechselt – 29 Prozent haben bis zum Sommer einen neuen Job begonnen. Bei den Beschäftigten ohne Hochschulabschluss sind es immerhin 23 Prozent, die sich erfolgreich neu orientiert haben. Der Öffentliche Dienst hat bei Bewerbungen wohl vor allem deshalb an Attraktivität gewonnen, da er für bessere Arbeitsbedingungen, Sicherheit und flexible Arbeitszeiten steht.

Überraschend in der den Umfragen ist, dass zwölf Prozent der Befragten gekündigt haben, bevor sie ein konkretes Jobangebot gefunden hatten. Das zeigt von begründetem Optimismus und einer starken Verhandlungspositionen von Bewerbern. Aber es zeugt vielleicht auch von Unzufriedenheit bzw. dem hohen Grad von „geringer emotionaler Bindung zum Arbeitgeber“ bei bestehenden Arbeitsverhältnissen.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollten sich Gedanken darüber machen, wie sie die emotionale Bindung der Mitarbeiter zu ihrem Arbeitgeber stärken können. Zwar ist das Gehalt in Zeiten von enormer Kostensteigerung das Wichtigste für viele Arbeitnehmer und deren Familien, doch gerade mittelständische Unternehmen, die keine hohen Gehälter zahlen können, müssen sich darauf fokussieren, das Herz und die intrinsische Motivation ihrer Mitarbeiter zu steigern.

Anreiz Gehaltssprung

Bei den rund 25 Prozent der Arbeitnehmer, die in diesem Jahr den Job gewechselt haben, hat es tatsächlich in vielen Fällen einen beeindruckenden Gehaltssprung gegeben. Bei Männern mit Hochschulabschluss konnten 43 Prozent eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent verzeichnen, bei den Frauen waren es 31 Prozent. In nichtakademischen Berufen erzielten 35 Prozent der Frauen einen Gehaltssprung von 20 Prozent – und 31 Prozent der Männer.

Vor allem junge Menschen haben den Wunsch nach beruflicher Veränderung – 47 Prozent sind in den Umfragen bereit für einen Wechsel. Neben den Gehaltserhöhungen zählen besonders die Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitszeiten und Arbeitsplatzsicherheit. Es ist davon auszugehen, dass auch der Wunsch nach Remote-Arbeit (Unabhängigkeit vom Betriebssitz, von zu Hause oder von unterwegs arbeiten zu können) die Wechselbereitschaft verstärkt.

Quelle businessinsider.de vom 7. September 2022 (mit Quellenangaben der Umfragen)

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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