Schweinchenrosa und Mausgrau? Wirkung ist eine Frage der Entscheidung

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie eine Münsteraner Farb- und Stilberaterin vor Jahren nahezu alle ihrer weiblichen Kunden vorzugsweise in schweinchenrosa und ihre männlichen Kunden in mausgrau eingekleidete. Und die Kunden ließen es mit sich machen. Viele jedenfalls.
Und ich denke an ein großes IT-Haus, das seine Führungskräfte konsequent in eine gewünschte Richtung schulte, um dann festzustellen, dass ihre Manager irgendwie alle gleich waren und keine Persönlichkeit mehr zeigten. Sie waren austauschbar geworden.

Lassen Sie das nicht mit sich machen. Kümmern Sie sich um Ihre Wirkung selbst.
Dazu gibt es jetzt eine passende Übung.

1. Ich wirke
Nutzen Sie die Mindmap-Technik und schreiben Sie auf, wie Sie wirken. Klingt simpel. Schnell stellen wir aber fest, dass wir ja ständig höchst unterschiedlich wirken. Privat oder geschäftlich, wenn ich entspannt oder gestresst bin, wenn ich selbstbewusst oder unsicher bin – Wirkung variiert. Stellen Sie die grundsätzlich unterschiedlichen Wirkungsfacetten bei sich fest.

2. Andere sehen mich so
Bitten Sie drei Personen, auf deren Urteil Sie Wert legen, um jeweils fünf Wirkungs-Adjektive. „Ich habe da so eine komische Coachingaufgabe gekriegt. Wie wirke ich Deiner Meinung nach? Was sind die fünf Punkte, die Dir/Ihnen dazu einfallen? Ergänzen Sie die Sicht der Anderen mit einer jeweils anderen Farbe auf dem gleichen Blatt.

Lassen Sie sich ruhig Zeit. Die Aufgabe muss nicht am gleichen Tag gelöst sein.
Jetzt nehmen Sie ein neues Blatt und machen diesen Übungsteil, ohne auf die erste Seite zu schauen. Ring frei für die neue Wirkung Ihrer Wahl.

3. Ich will wirken … Entscheidung treffen.
Welche Wirkung passt Ihnen? Welche möchten Sie betonen, welche minimieren, welche ganz neuen Seiten wird die Umwelt demnächst bei Ihnen kennen lernen?
Trauen Sie sich was!

Wer nur Worte wie „Sympathisch, zuverlässig, pünktlich, berechenbar, höflich”… bei sich stehen hat, mag ein netter Mensch sein, ist vielleicht aber auch ein bisschen laaaaaaaaangweilig. Wer dagegen ab und zu bewusst “arrogant” wirkt, verschafft sich manchmal auch Respekt. Muten Sie Ihrer Umwelt ruhig Ihre volle Größe zu!

Lassen Sie die Übung wirken. Und überlegen Sie in den nächsten Wochen, wie Sie die gewünschte Wirkung erreichen können. Ganz gemächlich. Was können Sie tun oder lassen? Wer oder was kann Ihnen bei der Umsetzung helfen?

Viel Freude beim Gestalten wünscht Ihnen Brigitte Jülich

[email protected]

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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Schweinchenrosa und Mausgrau? Wirkung ist eine Frage der Entscheidung

  • Reply Claudia Engelberts 1. Juni 2010 at 15:27

    Liebe Brigitte, ich freue mich immer über Deine „Kolumne“, solche Sätze wie: „Muten Sie Ihrer Umwelt ruhig Ihre volle Größe zu!“ braucht die Welt einfach! Lieben Gruß und danke für Deine Karte….ich habe mich sehr gefreut!!!

  • Reply Eva Ihnenfeldt 10. Juni 2010 at 19:21

    Liebe Claudia,
    und ich freu mich total, dass Du so aktiv die SteadyNews mitgestaltest durch Deine Kommentare! Bei Deiner langjährigen Erfahrung mit der Beratung von Existenzgründern weiß ich Deine Einschätzungen und Beurteilungen – und Dein Lob – sehr zu schätzen 🙂

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