Anleitung zu Spotify: Die allerallerbeste Musik online und offline

Vor zwei Wochen habe ich mich endlich entschieden, Spotify kostenpflichtig zu abonnieren: Für 10 Euro monatlich kann ich online wie offline Musik zusammenstellen und hören – und vor allem habe ich meine Lieblingstitel auf dem Smartphone und kann sie (weil offline verfügbar) im Auto, Fitnessstudio und überall genießen. Das Tolle an Spotify ist die riesige Musikauswahl, ich habe dort uralte Titel aus meiner Jugend gefunden (z.B. das geniale „They’re coming to take me away“ von Napoleon XIV aus dem Jahr 1966) und bisher noch nicht einmal erlebt, dass ich auf Granit stieß.

Like music

Quelle: Flickr/ Mark J P/ CC-BY

Darum will ich nun allen „Digital Immigrants“ eine leicht verständliche Anleitung zu Spotify geben. Das Abonnement mit allem Luxus (Smartphone und offline Playlists) kostet 10 Euro monatlich. Der erste Monat ist kostenfrei zum Ausprobieren, und danach kann man das Abo jederzeit kündigen. Also keine Angst vor Kostenfallen.

Anleitung Spotify: Musik finden, hören, speichern, weiterempfehlen, entdecken

Zunächst würde ich bei Spotify (sofern ich ein Smartphone besitze) den kostenlosen Probemonat auswählen. Der Premiumaccount ermöglicht den besten Service, bei der kostenlosen Variante kann ich nur 10 Stunden am Rechner kostenfrei Musik hören, habe aber zunächst einige Monate Zeit spotify kostenfrei zu nutzen. Bei der kostenfreien Version gibt es außerdem Werbung. Eine Verbindung mit dem Handy ist nicht möglich.

Für 4.99 Euro monatlich kann ich am Rechner so viel Musik hören wie ich will (Unlimited Version) – aber die mobile Nutzung ist immer noch nicht möglich. Ich persönlich höre ausschließlich mobil und mit Kopfhörern Musik – darum kommt für mich nur die Premium Version für 9,99 Euro monatlich in Frage – aber lohnt sich das wirklich?

Anleitung wie man Spotiy installiert von Focus.de

Zunächst sollte sich der Spotify Neuling sehr genau überlegen ob er/sie möchte, dass Freunde, Bekannte, Jedermann die selbstgebauten Musikbibliotheken mitverfolgen kann. Wenn man sich mit der E-Mail Adresse registriert hat ist das zunächst keine Frage, doch wenn man das Facebook Konto wählt (was nicht nur praktisch sondern auch gut für den sozialen Austausch mit Freunden ist) ist es ratsam in den Facebook Einstellungen der App einzustellen, ob Freunde erfahren dürfen, wenn ich Spotify Musik höre.

Ich selbst habe mich entschieden dass meine Facebook Freunde und Spotify Freunde meine Playlists sehen dürfen. Bin ja stolz auf meinen Musikgeschmack und freue mich, wenn mir Gleichgesinnte Empfehlungen geben können.

Spotify Mobile

Quelle: Flickr/ Javier Domínguez/ CC-BY

Die 10 Euro monatlich lohnen sich für mich, da ich mir immer mal wieder neue Musik kaufe – meist bei itunes als MP3. Auch wenn  ich dabei nie auf 10 Euro komme (also 8-9 Titel im Monat) ist es seinen Preis wert. Denn nun erweitere ich laufend meinen Musikgeschmack, lerne neue interessante Musiker kennen und nutze häufiger mal die Musikerkennungsapp Shazam, um meine Playlist aufzufüllen.

Erstaunt stelle ich dabei fest, dass ich nicht gerne Vergangenheitsmusik höre. Zwar sind in meiner Playlist „Evas Hits“ auch ein paar Oldies – aber das Meiste ist aktuell oder maximal 10, 15 Jahre alt. Ich finde es immer schlimm, wenn Menschen aus meiner Generation (die so genannten Babyboomer) ihr Leben lang bei Deep Purple und Led Zeppelin hängen bleiben. Die Welt dreht sich weiter, wird sogar immer reichhaltiger und kreativer – und es ist doch wirklich schade, wenn ausgerechnet bei Musik der Opa und die Oma die guten alten Zeiten hochhalten!

Ich aktualisiere meine Hits ständig. Wenn ich im Auto feststelle, dass ich einen Titel mehrmals weitergedrückt habe, weil ich im Moment keine Lust darauf hatte, fliegt er sofort aus der Playlist. Ich kann ihn ja jederzeit wieder aufnehmen – doch die Freiehit, wirklich nur noch das Beste vom Besten zu hören, erzieht meine Ohren ganz ausgezeichnet. ich merke dass ich immer anspruchsvoller werde.

Natürlich kann man auch mehrere Playlists organisieren – zum Beispiel nach den verschiedenen Gefühlszuständen: Wild, romantisch, traurig, wach, meditativ, chillig, beruhigend – alles möglich. Oder nach Genres: Rock, Pop, HipHop, Jazz, um Mitsingen, deutsch, Nebenbeimusik, Techno… je nachdem wie viel und wie oft man Musik hört sind tausend Variationen möglich.

Auch kann man „Geheime Playlists“ anlegen und dort Musik sammeln, die vielleicht etwas abgedreht oder unpassend ist. Dafür geht man mit der rechten Maustaste auf die Playlist und wählt „Geheim halten“.

Um Playlists offline verfügbar zu machen, nutze ich ebenfalls die rechte Maustaste. Der Punkt „Offline verfügbar“ wird aktiviert und die Stücke archiviert. Auf dem Smartphone (oder Tablet) muss ich die App installieren – und dann synchronisieren sich automatisch alle Playlists, die ich auch „offline verfügbar“ eingestellt habe.

Playlists von Freunden, Promis oder Musikern folgen

Auf der linken Seite kann ich unter dem Punkt „Folgen“ meine Facebook Freunde finden – und deren Playlists, die sie für mich freigegeben haben. Ich kann dort auch Playlists von Musikern und Prominenten finden – aber natürlich bei Weitem nicht alle!

Es gibt nämlich schon viele Prominente Künstler, die Playlists veröffentlichen und andere Künstler dort empfehlen. Ich persönlich suche solche Playlists über Google. Für US-Musik finde ich diese Seite sehr spannend: www.spotifycelebrityplaylists.com

Dort sind nicht nur Playlists von Musikern und Bands, sondern auch von berühmten Sportlern, Schauspielern, Fernsehstars. Leider habe ich so eine Sammelplattform nicht auf Deutsch gefunden, aber hier ist immerhin eine Sammlung vom SWR3 mit vielen Playlists.  www.swr3.de/musik/SWR3-bei-Spotify

Neue Musik entdecken – sich von Spotify inspirieren lassen

Dafür braucht man natürlich schon etwas Zeit und Geduld. Doch die Möglichkeiten, neue Künstler und neue Musik zu entdecken, sind auf jeden Fall gegeben. Links unter „Entdecken“ kann man sich aufgrund der bisherigen Auswahl empfehlen lassen, was wohl noch ganz gut zum Musikgeschmack passt.

Besonders praktisch ist es, wenn man unter dem „App Finder“ das Radio Last.fm wählt. Last.fm ist ein Internetradio dass den eigenen Musikgeschmack analysiert und aufgrund der Community passende Titel abspielt. Man kann noch sehr viel weiteren Nutzen aus Last.fm ziehen durch den Scrobbler – aber das wird langsam zu kompliziert.

Am Schluss möchte ich im App-Finder nur noch die App TuneWiki empfehlen, die automatisch die Texte zu den abgespielten Spotify Liedern zeigt. Viel Spaß mit Eurem neuen Musik-Kosmos, der so manchen langweiligen Fernsehabend ersetzen kann und den Nutzer nach und nach zu einem echten Musikprofi macht. Wundervoll, wie eine Schatzsuche – aber auch ganz schön anspruchsvoll und zeitraubend…

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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6 thoughts on “Anleitung zu Spotify: Die allerallerbeste Musik online und offline

  • Reply Birgit Schultz 22. Oktober 2013 at 10:04

    Hallo Eva,

    ich finde Spotify auch prima und nutze es in der kostenfreien Version am PC, doch mehr lohnt sich für mich definitv nicht.

    Ich habe eine über Jahrzehnte aufgebaute CD-Sammlung, die ich nach und nach komplett digitalisiert und nun zu Google hochgeladen habe. Mit über 3500 Songs habe ich dort mein eigenes kleines Spotify, wahlweise zum Download auf meine mobilen Devices oder als Streaming verfügbar. Für jemanden, der so eine Sammlung nicht hat, ist Spotify sicherlich eine tolle Lösung.

    Obwohl mich immer noch stört (aber das liegt wohl daran, dass ich eine „digital packrat“ bin), dass ich dort die Musik nur mieten würde – beende ich das Abo, ist doch sicherlich auch die Musik weg, oder? Wenn ich monatlich für 10 Euro Songs bei Amazon oder Google kaufe, gehören sie mir später immer noch.

    Wie Du jedenfalls schreibst, Spotify ist super geeignet, um neue Musik kennen zu lernen und auszuprobieren. Beispielsweise habe ich wieder damit begonnen, Spanisch zu lernen. Weil ich schon als Schüler und Student viel Spaß damit hatte, meinen Wortschatz mit Songs zu erweitern, versuche ich das nun auch mit spanischer Musik. Allein, was mir nach dem Hören von Juanes und Shakira als Tipps angeboten wurde, ist eine Goldgrube! Und da komme ich derzeit mit monatlich 10 Stunden sogar noch hin. 🙂

    Birgit

    • Reply Eva Ihnenfeldt 22. Oktober 2013 at 16:23

      Hi liebe Birgit, wow, das finde ich ja enorm, dass Du Deine Musiksammlung digitalisiert hast – das würde ich nie schaffen! Klar sind 10 Euro viel Geld, aber ich persönlich habe wirklich Probleme mit „Vergangenheitsmusik“ – darum ist es für mich wohl das Beste 🙂

  • Reply Birgit Schultz 22. Oktober 2013 at 17:01

    Hallo Eva,

    ja, da sind wir wohl anders gestrickt. Ich gehöre zu der Led Zeppelin und Deep Purple Fraktion (und Jethro Tull und Janis Joplin und und und) – aber ich höre auch „neuere“ Musik, wie R.E.M., Amy MacDonald, Runrig, jede Menge Film-Musik (dabei kann ich gut schreiben und zeichnen). Die Digitalisierungen habe ich ja nicht am Stück, sondern über die letzten 10-12 Jahre vorgenommen – da ist das gar nicht so viel. Der Upload zu Google hat aber über eine Woche gedauert. 🙂

  • Reply Georg Weber 29. August 2014 at 09:04

    ich habe spotify schon siet zwei jahren und seit einem halben Jahr die Premium ich war sehr zufrieden,aber seit ein paar wochen bleibt bleibt spotity nach fünf manchmal auch erst nach 12 Songs einfach stehen,wenn ich ein Song weiter drücke spielt er wieder ein paar songs ab,bleibt aber immer wieder hängen und das nervt gewaltig,finde niergeds eine Lösung,wenn dann nur in Englisch. Was kann ich dagegen tun ???????

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