Facebook plant Änderung der AGB: Rechte an Wort und Bild sollen weitergegeben werden

Die internationale Social Community Facebook plant eine gravierende Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Facebook-Nutzer sollen die Rechte an all ihren Daten, ob in Wort oder Bild, an den Plattform-Betreiber abtreten. Schon heute kann Facebook die Daten erschreckend großzügig verwenden – mit den Erneuerung der AGB ist der Weitergabe an Werbetreibende eigentlich keine Grenze mehr gesetzt.

Sobald die Nutzer den neuen AGB zugestimmt haben, erhält Facebook eine Unterlizen an allen IP-Inhalten (Inhalten von einer bestimmten IP-Adresse), die dort gelagert sind. Von nun an kann Facebook mit Texten, Fotos, Kontaktverbindungen etc. tun und machen, was der Plattformbetreiber will.

In der Hauptsache werden die Daten an Werbetreibende verkauft. Schon jetzt werden Adresse, Interessen und Kontaktverbindungen weitergegeben. Nach Einführung der AGB-Änderung können auch allegemeine Daten verkauft werden: Texte und Bilder der Mitglieder eben. Für Namen und Profilbild soll es keine Datenschutzeinstellung mehr geben.

Wie kann ich mich schützen?

Was jeder Facebook-Nutzer tun kann: bei den Suchmaschinen überprüfen, was vom Profil findar ist. Ansonsten ist die einzige Möglichkeit, mich und meine persönlichen Daten wirklich zu schützen, sie nicht bei Facebook einzugeben. Aktiv dagegen vorgehen: es gibt eine Facebook-Gruppe mit mehr als 23.000 Mitglieder, die mit Aktionen, Informationen und Kommentierungen versucht, den gravierenden AGB-Änderungen zu verhindern. Falk Lüke vom Verbraucherzentrale-Bundesverband empfiehlt zu überlegen, das Profil ganz zu löschen.

Ob dieser Aufforderung allerdings Folge geleistet wird, kann nicht überprüft werden. Hacker haben im Auftrag von Stiftung Warentest vergeblich versucht, in das System einzudringen und Sicherheittsschwachstellen zu finden. Facebook ist sozusagen hermetisch abgeriegelt – es gibt keine Transparenz.

Quelle: RP
Außerdem soll es für den Namen und das Profilbild keine Datenschutzeinstellung mehr geben.
Wie kann ich mich schützen? Murko rät, so wenig persönliche Daten wie möglich anzugeben und seine Privatsphäre-Einstellungen ständig zu überprüfen. „Hier kann man entscheiden, für wen welche Daten sichtbar sein sollen“, so der Warentester. Außerdem sollte überprüft werden, ob das Facebook-Profil über Suchmaschinen auffindbar ist. Vorsicht ist auch bei Anwendungen von Drittanbietern geboten: Fügt man seinem Profil Zusatzprogramme hinzu, können diese auch auf persönliche Daten zugreifen. „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich gut überlegen, ob er sein Facebook-Konto lieber ganz löscht“, meint Falk Lüke vom Verbraucherzentrale-Bundesverband. Facebook verspricht, die Daten kurzfristig zu löschen. „Ob dies wirklich geschieht, können wir nicht überprüfen“, warnt Lüke.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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