Flipboard-Magazine im Eigenbau: Lohnt sich das?

Flipboard ist etwas, was ich nicht mehr missen möchte: Komfortabel und nett aufbereitet flattern die Neuigkeiten von Twitter, Facebook, voreingestellten Kanälen und RSS-Feeds auf das Tablet und das iPhone. Mit Flipboard 2.0 können Unternehmen und Privatpersonen eigene Magazine erstellen – lohnt sich die Arbeit?

Das Erstellen eines Magazins ist einfach: Bei den einzelnen Artikeln klickt man auf das +-Zeichen und gelangt dann auf einen Bildschirm, bei dem man einen Titel und einen Untertitel für das Magazin vergeben kann. Das war es im Großen und Ganzen auch schon. Inhalte hinzufügen ist ebenso einfach mit dem Pluszeichen erledigt. Für Flipboard 2.0 gibt es zudem, was wohl neu ist, ein Add-On für Firefox. Somit können Homepage-Links einfach zu Flipboard hinzugefügt werden. Bei Google+ betrifft das übrigens wohl nur Inhalte, die öffentlich geteilt wurden, öffentliche Facebook-Einträge funktionieren tadellos, Twitterlinks auch – ich denke aber für diese Inhalte hat man in der Regel schon in Flipboard selbst seine Kanäle.

Den Claim abstecken

Ist es ratsam, sich jetzt ein eigenes Magazin bei Flipboard zu erstellen? Ja, aber das ist keine Überraschung da man als First-Mover immer einen Vorteil hat. Die Frage ist eher: Lohnt sich das Erstellen eines Magazins fürs eigene Unternehmen? Hat man dazu auch noch Zeit? Mit dem Firefox-Add-On kann man die eigenen Inhalte leicht ins Magazin bringen, vom Arbeitsaufwand her sind das tatsächlich nur wenige Minuten Aufwand. Ebenfalls kann man Inhalte von anderen Flipboard-Kanälen mit einem Klick zum Magazin hinzufügen. Allerdings gilt wie immer: Man sollte sich bewußt sein, dass man regelmäßige Inhalte in den eigenen Kanal einspeisen muss.

Die Antwort auf die Frage was bei Flipboard am Besten funktioniert ist kann momentan noch nicht gegeben werden. In der Regel könnten aber wie bei Facebook Beiträge mit Photos oder Illustrationen wohl eher angeklickt werden als reine Textnachrichten – zudem werden bei den Kanälen ja auch immer die Vorschaubilder der einzelnen Beiträge als Coverbild genutzt. Beim SIO-Magazin welches ich kuratiere habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass eine gesunde Mischung von eigenen und fremden Themen gut funktioniert – sofern sie natürlich relevant zum Thema sind. Katzenphotos verbieten sich bei mir eigentlich. Dabei bietet Flipboard zwar auch eine Art Monitoring, dies ist aber noch rudimentär und zeigt unter anderem an welche Artikel reflippt worden sind – das passiert in meinem Magazin ziemlich oft, Leserzahlen, Reflips und eingestellte Artikel werden beim Start des Magazins ja angezeigt.

Wer vielen aktuellen Content hat, sollte einen Versuch mit einem Flipboard-Magazin wagen. Auch wer häufig auf gute Links hinweist wird mit einem eigenen Magazin wohl seine Freude haben. Es wird spannend sein die weitere Entwicklung bei Flipboard zu beobachten.

 

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