Gehirn-freundliches Webdesign steigert die Besucherzahlen

US-Forscher fanden heraus: Wer sich an gewisse Design-Regeln hält, die dem Gehirn entgegenkommen, kann die Besucherzahlen definitiv steigern.

Forscher der University of Missouri School of Journalism stellen fest, dass eine Steigerung der Besucherzahlen bei Webseiten möglich ist, wenn diese den Bedürfnissen des Gehirns entgegenkommen. So etwa ist das Gehirn besonders angesprochen wenn Emotionen im Spiel sind und diese noch durch eine Geschichte mit Bildern untermauert werden. Zudem stellten die Forscher fest: Je einfacher das Design, desto besser.

„Das Gehirn kann nur eine bestimmte Anzahl von Eindrücke auf einmal verarbeiten,“ so Paul Bolls, Professor für Strategic Communication. „Zu viele Informationen führen zu einer Überlast und machen es schwerer Dinge zu verstehen und nachzuvollziehen. Das Lesen von Nachrichten und Werbung beinhaltet das Erhalten von Informationen, das Gehirn fügt zudem Wissen für den Kontext dazu und speichert dann die neuen Informationen ab.“ Diese Prozesse müssen in Balance gehalten werden. „Sind die Nachrichten auf einer Seite für den Leser zu schwer zu finden, kann dies dazu führen, dass das Gehirn Schwierigkeiten hat Kontext hinzuzufügen und die Information für die Zukunft zu speichern. Einfachheit ist hier der Schlüssel.“Bolls Forschungen untersuchten wie unterschiedliche Persönlichkeiten Online-Medien nutzten. Dabei fand er zwei Typen:

  • Der erste Typus ist der Belohnungs-Sucher und dieser neigt dazu Nachrichten online oder auf mobilen Geräten zu lesen. Dieser Typus kommentiere auch öfters auf Webseiten und lade Inhalte ins Netz.
  • Der zweite Typus dagegen ist der Risiko-Vermeider. Diese lesen Nachrichten nur von Zeit zu Zeit online, aber suchen nicht aktiv nach Online-Nachrichten und bleiben selten so lange auf einer Seite wie die Belohnungs-Sucher.

Dies kann Designern und Webseitenmachern dabei helfen, Nachrichten besser zu organisieren, so Bolls. „Verlage sollten Belohnungs-Sucher besser und spezieller adressieren, damit diese mit der Webseite interagieren. Gelingt dies zusammen mit Apps, werden Belohnungs-Sucher sich auch andere Webseiten und Inhalte ansehen – und damit die Werbeeinnahmen steigern.“

Quelle: Business-News-Daily

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