Home / Marketing / Hier twittert Obama – zurzeit vor allem für ein gutes Gesundheitssystem

Twitter ist bei uns in Deutschland noch ein Geheimtipp – in den USA dank Präsident Obama ein Massenphänomen. Doch wie nutzt der Medien-Präsident den Kurzinfo-Service, twittert er selbst, kann man ihm von Deutschland aus  folgen? Und was sind seine Themen?

Präsident Barack Obama nutzt Twitter vor allem für Kampagnen. Er weiß, dass er nur umwälzende Reformen auf den Weg bringen kann, wenn er die Bürger hinter sich bringt. So nutzt er den kostenlosen Kurzinfo-Service Twitter gezielt für Kampagnen, um das amerikanische Volk zu mobilisieren.

Zurzeit folgen fast 1,8 Millionen Menschen Obamas Twitter-Account. Das heißt, dass sie alle nachsehen können, was als letzte News (oft verbunden mit einem weiterführenden Link) vom Präsidenten kommt.

Ob Obama überwiegend selbst twittert, ist unerheblich –  denn die Botschaften sind sachlich, treffend, zielorientiert, politisch. Etwa alle zwei bis drei Tage ein Hinweis wie: „Unterstützen Sie Ihren Kongressabgeordneten bei der Einführung eines allgemeinen Gesundheitssystems“ – dann folgt ein Link zu einer Website, wo jeder online mit seiner E-Mail-Adresse dokumentieren kann, dass er sich eine Verbesserung des maroden amerikanischen Krankenkassen-Systems wünscht.

Oder es wird um Unterstützung für eine klimafreundliche Wirtschaft geworben – wieder mit der Bitte um Online-Unterschriften. Kampagnen-Botschaften sind etwa jede dritte Kurz-Info (im Fachjargon Tweet) aber es gibt auch Danksagungen, Videos, – kurz gesagt: Pressemitteilungen des Weißen Hauses für das ganze Volk.

Wenn Sie Präsident Obama folgen möchten – hier ist sein Twitter-Account:

twitter.com/barackobama

Ihren eigenen Account legen Sie ganz einfach hier an: twitter.com

Zwar ist alles englisch, aber ganz leicht zu verstehen: „Get started – join“ muss man anklicken, um sich zu registrieren. Twitter will den Namen wissen, einen frei wählbaren Benutzernamen, ein Passwort und eine E-Mailadresse. Mehr ist nicht nötig.

Den richtigen Namen sieht niemand. Wenn man es nicht möchte, sind auch die Tweeds, die man setzt, nicht öffentlich – sondern nur sichtbar für diejenigen, die einem folgen (ist die automatisierte Einstellung- will man öffentlich twittern, muss man das Häkchen an der Stelle entfernen).

Da alles Englisch ist, empfiehlt es sich, im Suchfeld zuerst einige deutsche Begriffe einzugeben, um diejenigen zu finden, die man gern als „Follower“ hätte – und denen man gerne folgen möchte. So empfiehlt sich zum Beispiel die Heimatstadt als Suchbegriff.

Man kann seine Community aus verschiedenen Bereichen bilden – Angler können Angler suchen, SPD-Anhänger News aus der SPD der Heimatstadt – Twitter ist eine ganz unkomplizierte Suchmaschine, in der man beliebig suchen kann – und irgendwann endlich fündig wird!

Dann beginnt Twittern Spaß zu machen: man kann die Tweeds von Tageszeitungen verfolgen, man kann Kunstausstellungen empfohlen bekommen, kann selbst Tipps und Veranstaltungshinweise geben – oder guter Musik weiterempfehlen, oder Fußballergebnisse tippen – alles in Echtzeit.

Zum Ordnen der Twitter-Freunde empfiehlt sich folgendes Programm: tweetdeck.com
Leider auch auf Englisch, aber mit ganz wenig Text. Einfach downloaden – ist kostenlos – und mit der Lupe (dem Suchfeld) Ordner erstellen: z.B. „Dortmund“ „Merkel“ „Ausstellung“ „Steuertipps“ – was auch immer einen interessiert.

Ebenfalls nötig ist ein Dienst, der URL’s kürzt. Das heißt, man gibt dort eine interessante URL (oben aus der Leiste) ein – und der Service kürzt sie. Obama nutzt bit.ly.com
Insgesamt stehen einem bei jedem Tweet nur 140 Zeichen  zur Verfügung. Man kann auch direkte Messages schreiben, die der Adressat dann über E-Mail erhält. Ansonsten gilt das Abhol-Prinzip. Niemand kann davon ausgehen, dass seine Tweets gelesen werden – es sind Momentaufnahmen, die sehr schnell wieder in der Flut verschwinden… aber gerade für Journalisten ein unverzichtbares Instrument, um immer auf dem Laufenden zu sein…

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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