ITK-Studie 2014: Ein Drittel des Marketingbudgets fließt in Online-Marketing

August 2014: Der Hightech-Verband BITKOM gibt die Ergebnisse einer Umfrage zu Marketingmaßnahmen von IT- und Telekommunikationsunternehmen bekannt. Das erstaunliche Ergebnis: Fast ein Drittel des Marketingbudgets fließt ins Online-Marketing. Vor allem Social Media Aktivitäten nehmen zu.

Bitcom-Online-Marketing-GrafikInsgesamt investieren die Unternehmen etwa 5 Prozent des Gesamtumsatzes in ihre Marketing-Kommunikation – 2013 waren es erst 4,2 Prozent. Mittelständler in der ITK-Branche geben sogar 6 Prozent ihres Umsatzes für Marketingmaßnahmen aus.

Das Online-Marketing Budget betrug im vergangenen Jahr noch 24 Prozent – nun liegt der webbasierte Anteil bei 30 Prozent. 56 Prozent der Unternehmen wollen mehr Geld in Unternehmens-Blogs investieren. Die Website steht in der Prioritätenliste an zweiter Stelle mit 54 Prozent. Video- und Audiobeiträge verzeichnen ebenfalls einen Anstieg auf 54 Prozent. Der Auftritt in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing und Co ist für 53 Prozent der Befragten eine wichtige Maßnahme. Suchmaschinenmarketing mit Google Adwords, Facebook Ads etc. liegt bei guten 52 Prozent.

Ebenfalls überraschend ist, dass nur 2 Prozent Ausgabenkürzungen im Bereich der sozialen Netzwerke planen – und 6 Prozent beim Budget für die Firmenwebsite und Web 2.0.

Die klassische Online-Werbung bleibt stabil, doch nur 35 Prozent planen hier stärkere Investitionen. Im Vordergrund stehen hingegen Dialog und Interaktion mit den Kunden – so BITKOM-Marketingexperte Markus Altvater.

Den größten Anteil am Marketingbudget der ITK-Branche haben weiterhin Messen und Events. Dabei bleibt der Anteil der Ausgaben für Messebeteiligungen mit eigenen Ständen stabil bei 66 Prozent. 19 Prozent der Befragten wollen diese Ausgaben im kommenden Jahr noch steigern. Gemeinschafts- und Partnerstände sind für 60 Prozent ein gleichbleibender Budgetfaktor – 28 Prozent wollen hier die Ausgaben steigern.

Auch Direktmarketing bleibt wichtig – in diesem Jahr übersteigen mit 17 Prozent des Marketingbudgets die Ausgaben für die direkte Kundenansprache sogar die Maßnahmen im Bereich Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren. Für diese werden nur noch 13 Prozent des Budgets verwendet.

Eva Ihnenfeldts Kommentar: Wie man sieht, verschieben sich die Budgets für Kommunikation erheblich. Print ist weiter auf dem Rückzug (gut für die Bäume 😉 ) alles was elektronisch ist, steigt an. Was mich besonders freut ist, dass der Dialog mit dem Kunden in den Fokus rückt. Sprechenden Menschen kann geholfen werden! Nicht nur vom Kunden aus betrachtet sind Social Media und dialogorientierte Marketing-Maßnahmen wünschenswert – auch für die Unternehmen ist das Gespräch eine wertvolle Quelle an Inspiration – und ein Analysewerkzeug, um erfolgreiche Produkte zu entwickeln und zu verkaufen.

Quelle: BITKOM

2 thoughts on “ITK-Studie 2014: Ein Drittel des Marketingbudgets fließt in Online-Marketing

  • Reply Susanne Kerschner 10. September 2014 at 19:39

    Liebe Eva Ihnenfeldt,

    vielen Dank für die griffig aufbereiteten Studieninfos. Als frisch gebackene Social Media-PR-Managerin freue ich mich natürlich, dass die Aktivitäten der Unternehmen in diesem Bereich weiter zunehmen 🙂 Die Social-Media-Kanäle sind dem Dialog mit Kunden sehr förderlich und – wie erwähnt – eine wertvolle Inspirationsquelle bei der Produktentwicklung und -verbesserung.

    Clevere Unternehmen haben daher das Ohr nah am Markt und hören genau hin, was ihre Kunden wünschen und zu sagen haben. Gerade für KMUs eröffnen sich hier neue Möglichkeiten, um zusätzliche Wachstumspotenziale auch mit kleinem Budget effektiv auszuschöpfen.

    Oder anders gesagt:
    Einfach eine gute Verbindung, die wertschätzende Kommunikation von Mensch zu Mensch.

    Einen schönen Abend und viele Grüße,
    Susanne Kerschner

    • Reply Eva Ihnenfeldt 11. September 2014 at 13:26

      Da hast Du total recht liebe Susanne! Marketing verschiebt sich Richtung „Unternehmens-Persönlichkeit“ – und da ist der Dialog mit Mitarbeitern, Partnern, Bewerbern und Kunden sehr zentral. Gut dass es uns gibt 🙂

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