SEO-Tipp der Woche: Linkbuilding – vom Umgang mit Google-Dynamit

Linkbuilding ist eine der häufigsten Methoden in der Suchmaschinenoptimierung. Viele SEO-Agenturen haben sich darauf spezialisiert, Netzwerke, Plattformen und Blog-Systeme aufzubauen und zu pflegen, damit ihre Kunden dort Links zu den eigenen Angeboten im Web platziert bekommen. Das war auch lange sehr erfolgreich, da Google die Relevanz einer Website unter Anderem danach bewertete, wie oft diese extern verlinkt ist. Doch seit Google im Jahr 2012 den Algorithmus entscheidend veränderte, ist dieses Linkbuilding sogar mehr als riskant: Viele Unternehmen, die SEO nutzten, fielen erheblich im Google-Ranking. Linkbuilding ist zwar weiterhin wichtig, doch bitte organisch und wohl überlegt – hier einige Tipps

Wie kann ich Backlinks zu meiner Seite aufbauen?

  1. Interessanter Content: Sie sind Experte für ein Nischenthema und können einzigartigen Content mit SEO-300x185echtem Mehrwert erstellen? Es lohnt sich auf jeden Fall, so einen Beitrag auf der eigenen Seite zu veröffentlichen. Um Backlinks zu generieren, können Sie Verlage, Verbände, Fachblogger und andere Influencer kontaktieren und ihnen den Beitrag zur Verfügung stellen – unter Angabe des Links auf den eigenen Artikel. Das heißt, Sie stellen den entsprechenden Text unter „Creative Commons“ Lizenz. Wie genau man das formuliert, zeigt hier stellvertretend das Bundesjustizministerium.
  2. Infografiken anbieten: Ebenso wie einen Text können Sie mit einfachen Mitteln eine Infografik zu einem Thema erstellen und oben genannten Zielgruppen unter „Creative Commons Lizenz“ anbieten – wieder mit dem Hinweis, dass ein Backlink eingefügt wird zu Ihrem Original. Es ist sehr wichtig, dass Sie auch auf Ihrer Landingpage, auf der sich die Infografik befindet, deutlich hervorheben, dass es sich um „Creative Commons“ handelt – immer mit der Bedingung, einen Backlink zu erhalten. Ganz einfach Infografiken erstellen kann man zum Beispiel mit infogr.am. Weitere Tools finden Sie hier bei t3n.
  3. Soziale Netzwerke einsetzen: Alle Texte, Grafiken, Bilder und Audiobeiträge, die Sie unter Creative Commons anbieten, können Sie selbstverständlich auch über Facebook und Twitter bewerben! Da lohnt sich auch durchaus ein kleines Budget für Facebook-Ads – falls Sie Ihre Influencer-Zielgruppe gut identifizieren und eingrenzen können. Sind zwar keine echten „Backlinks“ – aber eine gute Ergänzung.
  4. Gastbeiträge in Blogs schreiben: Ideal ist es natürlich, wenn Sie selbst einen Artikel in einem gut frequentierten Blog oder einem Online-Portal veröffentlichen können – wie immer mit Kontaktdaten und Backlink. Nehmen Sie Kontakt auf mit renommierten Bloggern oder Portalen und bieten Sie einen Blogbeitrag an, den Sie schreiben wollen – zu einem Thema, das die Leser dieses Blogs wirklich interessiert. Achten Sie darauf, bloß nicht werbend zu schreiben in Ihrem Artikel – das mögen Blogger und Experten-Portale überhaupt nicht. Doch die Mühe lohnt sich auch so: SEO-Agenturen zahlen allein für einen Backlink in einem Blog mit 10.000 Unique Visitorn monatlich um die 100 bis 150 Euro, auch wenn der Text nicht auf den SEO-Kunden verweist. Hauptsache, themennah und relevant, der Kunde selbst muss nicht erwähnt sein.
  5. Backlinks über Blogparaden: Falls Sie einen CMS-Blog oder eine CMS-Website haben (WordPress, Typo3, Joomal, tumblr etc.) können Sie auch an Blogparaden teilnehmen, bei denen viele Blogger Beiträge zu bestimmten Themen schreiben. Falls Sie bekannt und beliebt sind in der Blogger-Szene, können Sie auch selbst so eine Blogparade starten! Dann schreiben Sie Ihre Blogger-Freunde an und bitten diese, doch auch mitzumachen. Kann sehr wirkungsvoll sein, vor Allem wenn man bei Blogparaden von sehr großen Seiten mitmacht. Hier eine Übersicht über aktuelle Blogparaden bei blog-paraden.blogspot.de
  6. Foren, Bewertungsplattformen und Communities nutzen: Es ist schon ein wenig schwieriger, Foren, Bewertungsplattformen und Communities für den Backlink-Aufbau zu nutzen. Sobald Sie „enttarnt“ werden als jemand, der nur einen Backlink platzieren will, ist Ihr Ruf ruiniert und die entsprechende Community verbrannt. Doch falls Sie wirklich einen echten Mehrwert für die Community bieten, kann dieser Weg für Sie der richtige sein. Auch die Diskussion in Xing-Gruppen kann womöglich eine gute SEO-Maßnahme sein.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es seit 2012 nicht mehr darauf ankommt, möglichst viele Backlinks zu sammeln – sondern möglichst hochwertige. Achten Sie darauf, immer wieder Themen und News zu googlen, die für Ihr Angebot relevant sind. Kontaktieren Sie Herausgeber, vernetzen Sie sich und betreiben Sie aktiv PR über soziale Netzwerke.

Bildquelle: Pixabay_simplu27

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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