Sind Newsletter noch zeitgemäß? Eine Betrachtung von Eva Ihnenfeldt

Gut, ich gebe zu, dass ich meine gute alte Domain und Website „www.newsletter-redaktion.de“ langsam verlasse – sie erscheint mir schon langsam etwas altbacken und antiquiert. Doch ich bin weiterhin davon überzeugt, dass es sträflich ist, den E-Mail-Newsletter zu vernachlässigen und sich nur auf Facebook und Twitter zu konzentrieren. Die Argumente hierfür lege ich im Folgenden dar.

Das Hauptargument für die Kommunikation per E-Mail ist, dass ich meine Interessenten „zu Hause“ abhole. Es gibt nur vier Wege, potentielle Kunden direkt zu erreichen:

  • Brief
  • Telefon
  • Treffen
  • E-Mail

Für jeden dieser vier Wege sprechen überzeugende Argumente – für alle vier Wege spricht, dass ich weniger Streuverlust habe als bei anderen Werbeformen. Sicher liegt die Öffnungsrate beim Newsletter nur bei 20 bis 30 Prozent, doch wie häufig öffnet und liest man Werbepost, die per Brief gesendet wird? Ich persönlich ärgere mich häufig über Briefmailings, da ich den Papiermüll damit erhöhe – und privat zu Hause muss ich den Briefkasten öffnen, obwohl keine „richtige“ Post für mich dabei ist? Ich habe sogar einen Aufkleber am Briefkasten „Wir wollen keine Werbung!“

Sicher hört man viel mehr über den Ärger, den unerbetene Newsletter verursachen, doch das liegt wohl vor allem daran, dass das elektronische Medium viel transparenter ist als die Post. Allein die Gefahr der Abmahnung rückt den Newsletter viel mehr in den Vordergrund als den Brief, gegen den man nichts tun kann als Aufkleber anbringen. Vor der Verschärfung der unerlaubten Werbung gab es ja auch einen solchen Wust an Spam-Mails, dass wir alle ein wenig „traumatisiert“ sind – vor allem von den vielen „Sex und Money“ Angeboten, die uns bedrohten – einschließlich der damit trnsportierten Viren und Trojaner.

Doch wenn man sich strengstens an die rechtlichen Vorgaben für Newsletter hält, ist hier keine Gefahr zu befürchten. Wenn wir nur Abonnenten haben, die sich bewusst für unsere Informationen per Mail entschieden haben – und wenn wir den Weg, das Abonnement zu beenden, so leicht wie möglich machen, dann sind wir auf der „sympathischen“ Seite. Wir belästigen unsere potentiellen Kunden nicht.

Sicher wird man auf diesem Weg viel weniger Abonnenten haben, doch lieber 20 Menschen anschreiben, die sich darüber freuen, als 1.000 anschreiben, die sich ärgern. Das Gute an einem Newsletter ist, dass niemand sehen kann, wie viele Abonnenten man hat – es gefährdet also nicht die Reputation, wenn man zunächst nur wenige Leser hat.

Ein weiteres Argument für die Versendung von Newslettern ist die Adresssammlung. Die meisten kleinen Unternehmen, die ich kenne, werfen erhaltene Visitenkarten in eine Schublade – für später, wenn man mal Zeit hat für eine Excel-Aufarbeitung… Wenn ich neue Kontakte bitte, dass ich ihnen einen Newsletter senden darf (nur wenige lehnen ab), habe ich ihre Namen und ihre E-Mail-Adresse archiviert. Bei vielen professionellen Newsletter-Tools kann ich auf diese Weise auch Gruppen selektieren, was die Möglichkeit der gezielten Ansprache noch enorm erweitert.

Natürlich spricht die Kostenreduzierung sehr für den Newsletter. Doch Vorsicht: Auch Zeit ist Geld, und auch gute Redakteure müssen fair entlohnt werden. Man spart zwar das Porto, doch Redaktion, Lektorat, Monitoring, technische Grundlagen und Controlling erfordern den erfahrenen Fachmann. Trotzdem sind Newsletter mit die preisgünstigste Werbeform, und PR-Agenturen wie die SteadyNews übernehmen Redaktion, Monitoring und Versand zu wirklich bezahlbaren Preisen.

Das Haupt-Argument jedoch für mich ist und bleibt das Monitoring. Wie sonst ist es kleinen Unternehmen möglich, ein „Marktforschungsinstitut“ zu beauftragen, daas ständig die Wünsche der Zielgruppe ermittelt und die Ansprache überwacht und optimiert? Mit einem Newsletter verfolge ich genau, wie spannend mein Unternehmen für die potentiellen Kunden ist, welche Themen sie am meisten interessiert – und welche Produkte und Dienstleistungen am meisten Resonanz erfahren. So kann ich mein Angebot, meinen Service und meine Kundenansprache kontinuierlich verbessern – gelebtes KVP im Alltag.

Kann man Newsletter nicht durch Twitter und Facebook ersetzen?

Twitter , Google+ und Facebook sind sehr wertvolle Kommunikationstools, doch sie streuen ihre Botschaften breit. Ob ich überhaupt bei Facebook in den „Hauptmeldungen“ lande, ist fraglich – und bei Twitter rast die Timeline so schnell, dass ich – vor allem mit Werbebotschaften – wenig Chancen habe, mit Aufmerksamkeit wahrgenommen zu werden. Übrigens nutze ich persönlich gern die Timeline von Xing. Dort sitzt meine Zielgruppe (B2B) und ich erfahre mehr Resonanz als bei unserer Facebook-Fanpage. Twitter ist in der direkten Kommunikation mehr ein Austauschforum „unter Freunden“ – Twitter nutze ich ansonsten als Nachrichtenticker, und dort gliedere ich mich auch mit den SteadyNews ein – ich informiere und gebe Links weiter.

Newsletter sind Trafficlieferanten – gibt es überhaupt eine wirksamere Suchmaschinenoptimierung? Jeden Dienstag und Mittwoch, wenn der Newsletter erschienen ist, schnellt der Besucherstrom auf den SteadyNews um etwa 20 Prozent in die Höhe. Da im Newsletter alle Beiträge nur „angeteasert“ werden und in Gänze dann auf den SteadyNews gelesen werden, führen wir die Newsletter-Aonnenten gezielt zum Blog. Das verbessert nicht zur die Zugriffszahlen, das lässt uns auch im Google Ranking steigen! Bei einigen populären Keywords sind wir sogar auf den vordersten Plätzen bei Google – und das über Jahre!

Beispiel Steady-Newsletter vom 6. September 2011

Resumee

Ich schreibe seit 2005 Blog und Newsletter. Bis heute habe ich 1.200 Abonnenten gewinnen können – fast alle kennen mich persönlich. Manchmal bin ich auf einer Netzwerkveranstaltung und wenn ich mich vorstelle, sagt mein Gegenüber erfreut: „Ach Sie sind das. Ich bekomme schon lange die SteadyNews!“ Dann fühle ich mich wie ein Zeitungsverleger. Häufig bedanken sich Leser für die interessanten News und ab und zu bittet mich auch mal jemand, etwas zu recherchieren – was mir natürlich immer eine besondere Freude ist.

In der Zwischenzeit habe ich ein Redaktionsteam von  drei zusätzlichen Autoren gewonnen: Social Media Storytelling (Christian Spließ), Erfolgscoaching (Brigitte Jülich) und Versicherungstipps (Detlef Schumann). Wir erscheinen jeden Dienstag – pünktlich wie die Uhr vormittags zwischen 8 und 10 Uhr. Manchmal ruft mich ein Abonnent mittags an und fragt, wo denn die SteadyNews bleiben – dann sind sie aus Versehen im Spamfilter gelandet – oder der Versand von unserem Profi-Newsletter-Tool dauert etwas länger.

Ich habe meinen Ruf als Social Media Expertin, als Dozentin, Referentin und Beraterin vor allem durch den Newsletter so erweitert. Ich bekomme Anrufe und Aufträge als Referentin aus anderen Bundesländern – man kennt mich über die SteadyNews und den Newsletter, der auch mal weiterempfohlen wird.

Man muss mit einem Newsletter nicht die ganze Welt erreichen – auch im kleinen Rahmen wird man gesehen und wiedererkannt. Wer das nicht nutzt, verpasst die preisgünstigste und wirksamste Methode, um Vertrauen, Sympathie und Kaufwünsche zu gewinnen – und Sie müssen das Werk wirklich nicht allein stemmen – wir sind doch als PR-Agentur für Sie da und wir kennen uns aus!

Eva Ihnenfeldt
Unternehmensberaterin und Referentin
PR-Agentur und Social Media Agentur SteadyNews
Rheinlanddamm 201
44139 Dortmund
Tel.: 0231/ 77 64 150
E-Mail: [email protected]

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.