Social Media for Beginners Teil 10: Erfolgsmessung und ständige Verbesserung

SteadyNews Statistik Juni 2014

Social Media ist ein bisschen wie die sprichwörtliche „Tretmühle“. Beharrlichkeit, ständige Erweiterung der Netzwerke, Zuverlässigkeit und Monitoring sind entscheidend für den Erfolg. Wie schnell verfällt man in Facebook- oder Twitter-Plaudereien mit Freunden, die potentielle Kunden so überhaupt nicht interessieren! Wie schnell verschiebt man den fälligen Blogbeitrag von Tag zu Tag, bis man irgendwann überhaupt keine Motivation mehr hat! Wie schnell wird man betriebsblind und merkt nicht, dass die Aktivitäten auf keine (kaufrelevante) Resonanz stoßen und nur noch reine Zeitverschwendung sind!

Social Media Marketing: Erfolgsmessung

Entscheidend ist, dass wir nicht die Ziele aus den Augen verlieren. Zeit ist kostbar, und Social Media ein mächtiges Werkzeug im Kampf um Aufmerksamkeit,

SteadyNews Statistik Juni 2014

SteadyNews Statistik Juni 2014 – Dienstags um 9.00 Uhr erscheint der Newsletter mit 1.400 Abonnenten

Vertrauen, Kaufentscheidung. Es ist wichtig, möglichst viel Content zu produzieren – aber es ist verheerend, schlechten Content zu produzieren. Es ist wichtig, viel zu kommunizieren, aber es ist schädlich, „In-Kreise“ mit Freunden zu bilden, die Außenstehende ausschließen. Es ist wichtig, Bilder und Videos zu produzieren, aber es ist negativ, wenn die Aufnahmen unprofessionell sind. Und vor Allem ist es eine Katastrophe, wenn wir zwar viel tun – aber kein potentieller Kunde davon erfährt! Hier einige Tipps wie man überprüfen kann, ob die eigene Social Media Strategie erfolgreich ist:

  1. Unbedingt die Website-Statistiken beachten! Das A&O sind die Statistiken unserer Webseiten/ Blogs. Neben Google Analytics gibt es als Alternative die Open Source Software Piwik. Folgende Zahlen sind von Bedeutung: Wie viele „einzelne Besucher“ (Unique Visitor) kommen täglich, wöchentlich, monatlich auf unsere Seiten? Welche Seiten werden am häufigsten besucht? Wie lange bleiben die Besucher/ wie hoch ist die Absprungrate? Über welche Wege sind die Besucher zu uns gelangt (Google, Facebook, Twitter, Links von anderen Seiten)? Welche Auffälligkeiten gibt es? Woher kommen unsere Besucher? Und ganz wichtig: Welche Keywords wurden bei Google eingegeben, die zu uns führten?
  2. Warum sind die Website-Statistiken so entscheidend? Wir sollten natürlich mit unseren Aktivitäten messbare Erfolge erzielen. Ganz oben steht da die Suchmaschinenoptimierung. Denn je mehr Traffic wir haben, desto weiter oben sind wir bei Google mit unserer/unseren Seiten. Wir können Google „erziehen“, uns bei bestimmten Keywords als Experte zu listen. Darum schreiben wir ja auch kein beliebiges Durcheinander, sondern so, dass es uns geschäftlich nutzt. Wenn wir eine Zeitlang schreiben und schreiben – und unser Traffic nicht steigt, machen wir etwas falsch. Entweder sind die Beiträge ohne wirklichen Mehrwert (dann werden sie auch nicht über Facebook und Twitter weitergetragen) oder wir sorgen nicht genug für die Verbreitung. Man kann sich nicht auf Google allein verlassen!
  3. Analysetools für Social Media Netzwerke: Es gibt Unmengen von weiteren Analysewerkzeugen, vor Allem für Twitter. Doch man muss nicht alles kennen und nutzen. Ich selbst finde den Kloutwert interessant, da er misst, wie die persönliche Social Reputation ist. Sehr nützlich ist auch Social Mention – aber da muss Jeder selbst herausfinden, was passt. Ich persönlich beschränke mich auf die Facebook Statistiken, Google Alerts und Google Analytics. Außerdem sind für mich vor Allem die Reports der Newsletter relevant, da die SteadyNews immer noch vor Allem über den E-Mail-Newsletter ihre Verbreitung finden.
    Hier ein Whitepaper zu kostenlosen Monitoring-Tools von forschungsweb.com
  4. Der Nutzen aus den Statistiken ist entscheidend! Was nutzen jedoch die umfangreichsten Statistiken, wenn wir keine Schlüsse daraus ziehen? Ich empfehle, sich nüchtern und objektiv anzuschauen, welche Themen am meisten gelesen werden. Des Weiteren sollten wir untersuchen, über welche Internetwege Kunden zu uns gefunden haben. Gewöhnen Sie sich an, jeden Kunden und jeden Kontakt zu fragen, wie er/ sie auf Sie aufmerksam geworden ist. Legen Sie sich einen Block bereit auf dem Sie bei Telefonaten notieren, was die Quelle war. Machen Sie sich die Mühe, diese ganzen Antworten schriftlich zu sammeln. HIER in dieser Frage liegt der Schlüssel für den Erfolg: „Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden?“ Ob Beziehungen, Empfehlungen, Google, soziale Netzwerke, Xing, gezielte Suche… Führen Sie eine Statistik darüber.

Social Media Marketing: Ständige Verbesserung

Ich empfehle Ihnen dringend, sich im Kalender alle drei bis sechs Monate einen Termin zu setzen und die Aktivitäten zu analysieren. Es wäre sehr sinnvoll, wenn ein Coach mit Ihnen gemeinsam die Strategie überdenkt. Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor. Allein ist es fast nicht möglich, aus der „Betriebsblindheit“ zu kommen. Gute Coaches sollten zum Einen selbst erfolgreich Social Media Marketing betreiben und zum Zweiten Marketing-Strategen sein. Folgende Fragen sollten Sie bei der Optimierung der Strategie leiten:

  • Wie hat sich der Traffic entwickelt
  • Wo stehe ich bei Google mit welchen Keywords
  • Welche Themen waren am beliebtesten
  • Wie entwickeln sich die Suchergebnisse bei Google
  • Wo wird über mich gesprochen – und wie wird über mich gesprochen
  • Wo wird über meine Wettbewerber gesprochen
  • Über welche Wege kommen Neukunden zu mir

Fazit: Social Media ist eine Tretmühle, auf jeden Fall. Doch sobald Sie bei Ihrer Schlüsselfrage „Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden?“  feststellen, dass mehr als 30 Prozent der Kunden bei ihrer Wahl vom Internet beeinflusst sind, ist diese Tretmühle unabdingbar. Täglich zwei Stunden sind viel, zugegeben, doch wenn der messbare monetäre Erfolg mehr als 400 Euro monatlich beträgt kann man durchaus über eine redaktionelle Unterstützung nachdenken, die zumindest zum Teil entlastet. Verstecken Sie sich nicht hinter Ausreden und Scheinargumenten („Ich schütze meine Daten/ Da wird doch nur dummes Zeug gequatscht/ Ich habe Wichtigeres zu tun“) und stellen Sie sich den Marketing-Herausforderungen des neuen Zeitalters. Wenn Sie es nicht tun und Ihre Mitbewerber schon – dann werden Sie geschäftlich ein Problem bekommen. Das Internet ist zum Kompass unseres Lebens geworden, bei Konsumartikeln, Ärzten, Anwälten, Coaches, Handwerkern, Arbeitgebern… Niemand im Business lebt da auf einer Insel der Offline-Glückseligen.

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Social Media for Beginners Teil 10: Erfolgsmessung und ständige Verbesserung

  • Reply Ralf Wenda 24. Juni 2014 at 14:47

    Hallo Eva,

    schön dass du gerade den Kloutwert erwähnst. Ich habe mich gerade erst gestern darüber ausgelassen und meinen „Großen Kloutwerttest“ abgeschlossen.

    Für die Erfolgsmessung im Internet habe ich nun ein eigenes Blog aufgesetzt.

    erfolgswolf.de

    Erfolgsmessung besteht ja immer aus Monitoring und Analyse wie du sehr schön dargestellt hast. Doch finde ich es auch wichtig zu unterscheiden was Rohdaten, Kennzahlen oder Leistungskennzahlen sind.

    In den SMM und OM Kursen fällt mir immer wieder auf, dass die Teilnehmer zunächst alles in einen Topf werfen.

    Jemand der auf die Erhöhung des Bekanntheitsgrades aus ist hat evtl. gleiche Rohdaten und Kennzahlen wie derjenige der mehr verkaufen mag. Aber am Ende misst der eine halt den share of voice und der andere die sales conversion.

    Würde mich freuen wenn der ein oder andere mal Lust hat in meinem neuen Blogprojekt vorbeizuschauen. http://erfolgswolf.de

    Erfolgsmessung für smarte Entscheider

    Danköö 🙂
    und
    LG

    • Reply Eva Ihnenfeldt 25. Juni 2014 at 10:57

      Danke schön lieber Ralf! Ich habe mir gerade den http://www.erfolgsblog.de angeschaut und bin sicher, der Blog wird viele praktische Tipps enthalten. Als Social Media- und Online Marketing Dozent steckst Du so tief in der Materie wie allen aktuellen Entwicklungen wie sonst nur Wenige – ich werde auf jeden Fall den Blog per Feedly abonnieren 🙂

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