Social Media for Beginners Teil 3: Wie fang ich an – Bloggen?

So langsam wissen die meisten Menschen, was ein Blog ist. Und das ist auch gut so, denn tatsächlich ist es aus verschiedenen Gründen sehr vernünftig, mit einem Blog zu starten – bzw. die Social Media Aktivitäten über den eigenen Blog zu steuern. Ein Blog ist eine „Website“, die ähnlich aufgebaut ist wie ein Internet-Tagebuch. Es ist so einfach und unkompliziert, dass sich sogar viele Schüler Blogs anlegen, um dort ihre Hobbys zu dokumentieren, oder den Auslandsaufenthalt als Austauschschüler mit Text, Bild, Video begleiten.

Warum ist es sinnvoll, Social Media Marketing mit einem Blog zu starten?

Was wollen wir erreichen, wenn wir uns für Social Media Marketing entscheiden? In erster Linie wollen wir Kunden gewinnen. In zweiter Linie

Bloggen – das Tor zum Social Media Marketing

wollen wir Kunden binden und sie für regelmäßige Geschäftsbeziehungen bei uns halten. Außerdem wollen wir unser Image stärken, eine eigene Marke aufbauen, bekannt werden und gefunden werden, wenn Menschen nach unseren Produkten/ Dienstleistungen googlen. Wir wollen dass unsere begeisterten Kunden uns weiterempfehlen und wir wollen Meinungsführer und Öffentlichkeit beeindrucken. Last but not least wollen wir Kooperationen, denn ohne Netzwerke und Kooperationen bleiben Geschäfte ein „Rohr im Wind“.

Facebook kann nur einige dieser Wünsche erfüllen. Für Google spielen unsere Posts überhaupt keine Rolle. Im Grunde genommen ist Facebook nur dazu da, um einen Dialog zu führen – es sei denn, man schaltet Werbung. Auch Xing ist nicht tauglich für Google. Xing ist prima, um Kontakte aufzubauen, doch Image, Reichweite, Suchmaschinenoptimierung – kaum möglich.

Ein Blog erfüllt gleich mehrere positive Marketingeffekte, die möchte ich im Folgende auflisten:

  • Ein Blog ist wie eine Website, ein Blog ist Eigentum des „Bloggers“. Man ist unabhängig von den Schwankungen der sozialen Netzwerke in der Gunst der Nutzer – soziale Netzwerke kommen und gehen – der Blog bleibt.
  • Wenn ich Artikel in meinem Blog schreibe, haben diese jeweils eine eigene URL (Internetadresse). Ich kann meine Artikel mit dieser URL verschicken, in soziale Netzwerke posten, kann sie nach Jahren wieder aus dem Archiv holen – und kann sie dann wieder mit einem neuen Datum in den Vordergrund bringen, wenn ich will.
  • Google liebt Blogs: Dadurch dass in einem Blog so viele neue Artikel erscheinen, da in Blogs (wenn man etwas dafür tut) kommentiert wird, geteilt, in sozialen Netzwerken womöglich weiter geliked, kommentiert, geteilt wird, haben Blog-Artikel eine höhere Relevanz als „normale“ Website-Seiten und News. Blogartikel sind kinderleicht zu taggen, man kann sie über passende Meta-Beschreibungen für Google optimal vorbereiten, sie sind extrem suchmaschinenfreundlich.
  • Blogs sind kinderleicht zu bedienen. Das Faszinierendste an Blogs ist, dass sie so kinderleicht zu bedienen sind. Egal ob Text, Bild, Datei oder Video – die Redaktion ist so unkompliziert wie Word. Man kann ganz einfach Links einsetzen und Videos einbetten – so dass sie direkt im Artikel abspielbar sind.
  • Blog-Redaktion kann man outsourcen. Facebook oder Xing muss man auf jeden Fall selbst bespielen – ich kann keinen Dialog von einem „Ghostwriter“ schreiben lassen. Doch ein Blog kann aufgebaut sein wie eine Kundenzeitung, oder wie ein Fachmagazin. Da ist es sehr gut möglich, einen Experten einzusetzen, der/die die Redaktion und die virale Verbreitung übernimmt. Natürlich sollte die Zusammenarbeit eng sein: Die Redaktion braucht Input, Texte, Bilder, Ankündigungen… und man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der/ die Online-Redakteur/In eine entsprechende Qualifikation nachweisen kann! Aber Outsourcen ist möglich. Oft reichen schon 2,3 Stunden in der Woche für die Blogredaktion, es ist also auch für kleine Unternehmen finanziell kein Abenteuer.

Für wen ist ein Blog der richtige Einstieg bei Social Media?

Richtig ist ein Blog für alle Unternehmen, die Kunden auch über das Internet gewinnen. Egal ob Arzt, Europaletten-Händler oder Bildungseinrichtung – wenn potentielle Kunden nach Angeboten googlen, sollte der Anbieter sehr ernsthaft über einen Blog nachdenken! Wichtig ist natürlich wie immer der Aufbau einer Strategie und eines Redaktionsplans.

Es muss festgelegt werden, welche Themen die Zielgruppe lesen will, wie der Weg vom Lesen zum Lead (zum Kontakt mit Kaufabsicht) aussieht, wie man die Suchmaschinenoptimierung gestaltet und ob man den Blog mit einem Newsletter kombiniert. Der Redaktionsplan sollte minimal 3 Beiträge monatlich umfassen – Themen finden sich immer, selbst bei sperrigen Branchen im produzierenden Gewerbe….

Blog ist nicht gleich Blog…

  • WordPress.org: Vernünftigerweise wird man für den Blog „wordpress“ verwenden. Es gibt Studien die meinen, heute sei schon jede sechste Website mit wordpress erstellt! WordPress ist eine kostenfreie Open Source Software, die man sich auf den eigenen Server laden kann und mit der man unzählige Gestaltungsmöglichkeiten hat. Allerdings ist so eine Installation nicht so einfach. Ohne ein paar Kenntnisse in Datenbanken und Software-Installationen wird man verzweifeln – dann lieber einen Profi holen.
  • WordPress.com: Neben der wordpress.org Variante, die schon einige Kenntnisse im Bereich Webdesign erfordert, gibt es noch die WordPress-Plattform wordpress.com, bei der man sich ganz einfach registrieren kann wie bei Facebook oder Xing. So erhält man einen simplen Blog in Minutenschnelle, der zumindest in der Anfangszeit völlig ausreichen kann zum Probieren.

Social Media for Beginners – in 10 Kapiteln:

  1. Wie fang ich an – Xing?
  2. Wie fang ich an – Facebook?
  3. Wie fang ich an – Bloggen?
  4. Das Kapitel für die Social Media Verweigerer
  5. Social Media und Privatsphäre
  6. Zielsetzungen für Social Media
  7. Die Social Media Strategie
  8. Struktur und Ordnung für Social Media Marketing
  9. Dos and Don’ts im Social Media
  10. Erfolgsmessung und ständige Verbesserung

 

 

Anleitung für WordPress.com

Martina Rüter, Website-Trainerin und eLearning-Expertin, hat bei YouTube ein wunderbares Tutorial eingestellt, dass in vier sechs-Minuten Sequenzen erklärt, wie man sich einen Blog einrichtet und redaktionell loslegt. Selbst für Web-Laien und „Senioren“ ist es dank diesem schönen Tutorial kein Problem, loszulegen mit Bloggen. Viel Erfolg!

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