“Social Media Marketing Praxis 2012″: Buch Kapitel 32: Social Media Architektur

Von Domains, Links, Description und der perfekten Usability: Im letzten Kapitel haben wir uns damit beschäftigt, wie man über sein Blog die Grundlagen legen kann zur Suchmaschinenoptimierung mittels Social Media. Das Kapitel stand unter dem Leitsatz „Content is King“. In dem folgenden Kapitel wenden wir uns den Punkten zu, die das Blog zusätzlich zum Erfolg führen. Zwar ein wenig technisch, aber leicht zu verstehen und umzusetzen.

Ein Blog und andere Websites sind wie virtuelle Häuser. Zunächst wir ein Bauplan erstellt, der die Grundlage für die festen Bestandteile des Gebäudes ist. Dabei ist weniger wichtig, ob das Haus einmal grün oder blau gestrichen wird, ob es ein Satteldach erhält und wie der Vorgarten bepflanzt wird! Ein Haus muss stabil und klug errichtet werden, und so ist es auch mit einem Blog. Er muss feststehende „Architekturgesetze“ erfüllen, um seinen Besuchern einen erfolgreichen Aufenthalt zu bieten, denn das Haus wird einmal von seinen Gästen leben – wie ein „Echtzeithotel“.

Zunächst sollen die Suchenden die Adresse finden bei ihrer Suche nach einem passenden Ort. Dann sollen sie sich wohl fühlen, sie sollen möglichst lange bleiben und immer wieder kommen. Und sie sollen ihren Freunden davon erzählen, wie gut es ihnen bei uns gefallen hat. Hier nun die Bausteine für ein gutes virtuelles Info-Echtzeit-Hotel:

Webarchitektur

Entscheidend für den Erfolg ist die benutzerfreundliche Struktur des Blogs. Die Besucher müssen sich gut zurechtfinden können, sie dürfen sich nicht verirren. Sie sollen Freunde daran haben, das ganze Gebäude zu erkunden.
Schaffe nicht zu viele Kategorien, am besten etwa 5. Deine Kategorien geben wieder, welche Themen Dein Blog behandelt. Der Leser erkennt, ob er hier richtig ist.

Für die Unterkategorien nutze die Tagwolke. Diese Ansammlung von Schlagworten vermittelt auf den ersten Blick einen Überblick, welche Themen in diesem Blog besonders intensiv behandelt werden. Je größer das Schlagwort erscheint, desto häufiger hast Du es thematisiert. Die Schlagwörter ermuntern die Besucher, darauf zu klicken und sich noch mehr Beiträge zu dem Thema (z.B. „Facebook“) durchzulesen – das ist Suchmaschinenoptimierung!

Schaffe eine weitere Unterteilung mit dem Zeitarchiv. Das Blog wird automatisch Deine Beiträge nach Monaten und Jahren dort einordnen. So kann der Besucher lesen, wie Du Dich im Laufe der Zeit entwickelt hast.

Die Blogroll zeigt an, mit wem Du befreundet bist und welche Blogs Du empfiehlst. Das ist ein Werkzeug, um Deinen Umgang zu zeigen. Und wahrscheinlich sind diese Blogger auch die, die am ehesten bei Dir kommentieren – und Du bei ihnen. So förderst Du Interaktionen – sehr wichtig für die  Suchmaschinenoptimierung.

Deine Kontaktdaten sind auf allen Seiten gut sichtbar – vielleicht auch mit einem Foto. Unter Deiner Adresse und Telefon sind Deine Kontaktdaten zu Xing, Facebook und Twitter als Icon eingerichtet – so können Sich Deine Besucher direkt mit Dir vernetzen.

  • Die Beiträge erscheinen auf der Titelseite mit Headline und Teaser (Überschrift und erstem Abschnitt). Der Besucher kann direkt auf der Startseite zehn Beiträge entdecken. So sieht er sofort, ob Dein Blog in Gänze interessant ist. Er will gleich mehrere der spannenden Beiträge lesen.
  • Neben jedem Beitrag (oder direkt unter oder über der Headline) steht, wann der Beitrag geschrieben wurde. So weiß der Leser, wie aktuell er ist.
  • Unter jedem Beitrag steht, wie man diesen liken (favorisieren) oder teilen kann bei Facebook, Twitter, Googleplus. Man erkennt sofort den Unterschied zwischen dem Favorisieren und dem Teilen auf den eigenen Social Networks – das zeigt Respekt und fördert die Freude am Teilen.

Um die perfekte Struktur zu ermitteln, empfiehlt es sich (wie immer im Leben) von den Besten zu lernen. Suche Dir ideale Blogs als Vorbild und übernehme das, was Dir aus Besuchersicht an diesen Blogs gut gefällt. um die „Deko“ – sprich das Design – kümmere Dich zuletzt, das lenkt nur vom Wesentlichen ab.

Der Name des Blogs

Sehr entscheidend für die Suchmaschinenoptimierung ist der Domainname, um welche Art von Domain es sich handelt und wie die einzelnen Beiträge und Seiten benannt sind. Meiner Erfahrung nach steckt die Hälfte der Findbarkeit bei Google im Namen!

Domainnane: Da es sich um einen Blog und nicht um eine elektronische Visitenkarte handelt, kannst Du eventuell wirklich keywordoptimiert vorgehen. Du bist Anbieter von Kaffeevollautomaten? Nenne doch Dein Blog „Kaffee-Magazin-21“. Du bietest Erlebnisreisen nach Ägypten an? Das Blog heißt vielleicht „Abenteuer-Aegypten-Blog“. Natürlich sind viele Namen schon vergeben – aber mit ein wenig Kreativität findet man immer die passgenaue Lösung.
Domainsitz: entscheidest Du Dich für eine eigenständige Domain? Oder stellst Du den Blog vor Deine eigentliche Website?

Oder hängst Du den Blog als Kategorie hinter die Website? Aus SEO-Sicht ist natürlich ein eigener Name am optimalsten. Doch es kann passieren, dass die Leser gar nicht auf die Idee kommen, dass Du ihnen auch etwas verkaufen kannst – das wäre natürlich dumm. Und natürlich willst Du vor allem Deine Produkte und Dienstleistungen zeigen – da wäre ein angehängter Blog ein direkterer Trafficlieferant als ein völlig getrennter.

Subdomain oder Kategorie: Meiner Erfahrung nach ist ein Blog, der einer Website vorangestellt wird, kaum noch SEO-relevant für die „Mutter-Website“. Da kann man   gleich eine getrennte Domain wählen, es sieht besser aus und man kann immer wieder auf die eigentliche Website in Beiträgen verlinken.

Hängt man hingegen den Blog als Kategorie an die Website an, ist der Nachteil, dass die Keywords im Blog weniger relevant werden für die Suchmaschinen. Denn je weiter hinten in der URL ein Keyword vorkommt, desto weniger wichtig wird es. Das ist allerdings die richtige Lösung, wenn nur selten in den Blog geschrieben wird.

Sprechende URL’s: Ganz wichtig ist, dass die URL’s von jedem einzelnen Beitrag lesbar sind und die relevanten Keywords immer so weit wie vorn stehen. In Blogs ist es selbstverständlich, dass sich die URL’s aus den Headlines zusammensetzen.

Description: Nach der URL ist vor allem die Description, die bei Google und Co unter dem Suchergebnis angezeigt wird, extrem wichtig für SEO. Mach Dir die Mühe, zu jedem einzelnen Beitrag die Description in dem entsprechenden Feld hinzuzufügen. Wähle stets eine Description, die die relevanten Keywords enthält  – und Lust darauf macht, weiterzulesen. Häufig wirst Du die ersten Sätze aus dem Teaser hineinkopieren können. Die Description ist maximal 160 Zeichen lang.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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