Studie JIM 2014: Jugendliche in Deutschland nur noch zu 34% aktiv bei Facebook

Noch vor wenigen Jahren wollten Unternehmen vor Allem deshalb Social Media Marketing, um junge Menschen über Facebook zu erreichen. Doch tatsächlich verlassen die Jugendlichen zwischen 12 und 19 massenhaft das soziale Netzwerk und kommunizieren im Jahr 2014  lieber über WhatsApp (94%). Ob das einen Unterschied zum Facebook-Messenger macht ist allerdings fraglich, da WhatsApp ja Facebook gehört. Weitere Ergebnisse der Studie hier im Überblick:

In etwa der Hälfte der Familien gibt es noch eine Tageszeitung. Die befragten Jugendlichen gaben zu 40 Prozent an, dass

Jugendliche verlieren Bezug zu Facebook - sie kommunizieren lieber bei WhatsApp

Jugendliche verlieren Bezug zu Facebook – sie kommunizieren lieber bei WhatsApp

sie dem Medium „Tageszeitung“ in der Berichterstattung am meisten vertrauen, wenn es mediale Widersprüche gibt. Dem Fernsehen vertrauen 26 Prozent bevorzugt, dem Radio 17 Prozent – und dem Internet 14 Prozent. Das ist erstaunlich, da nur 37 Prozent Tageszeitung lesen – aber 73 Prozent das Radio nutzen, 83 Prozent das Fernsehen und das 94 Prozent das Internet.

70 Prozent der 12 – 19-Jährigen treibt Sport. 79 Prozent treffen sich mehrmals wöchentlich mit Freunden. Die Hälfte der jungen Menschen ist ehrenamtlich tätig – vor Allem im Sport und/ oder in der Schule.

Bei der medialen Nutzung hat das Internet das Fernsehen überholt. Zwei von fünf Jugendlichen lesen gedruckte Bücher – jedes zweite Mädchen und jeder vierte Junge. Computer- bzw. Konsolenspiele sind hingegen bei Jungen (70%) weitaus beliebter als bei Mädchen (17%). Beim Fernsehen sind Sitcoms/ Comedys am beliebtesten.

88 Prozent der Befragten besitzen ein Smartphone, im Schnitt sind diese Smartphones 16 Monate alt. Knapp drei Viertel der 12 – 19-Jährigen haben eine Handyflatrate mit Internetzugang. Es wird sehr häufig Musik mit dem Handy gehört, im Internet gesurft und telefoniert. Die Handyrechnungen liegen durchschnittlich bei 16,89 Euro. Im Schnitt haben die Jugendlichen 18 Apps auf ihren Smartphones installiert. Die wichtigste App ist WhatsApp mit 80 – 88 Prozent je nach Alter. Facebook haben zwischen 30 und 50 Prozent installiert.

WhatsApp wird täglich durchschnittlich 26 Mal aufgerufen. 83 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen WhatsApp wichtiger ist als Facebook – nur 10 Prozent entscheiden sich für Facebook. Nur 37 Prozent haben schon einmal einen QR-Code ausgelesen.

Man sieht, dass die Bedeutung des öffentlichen Raums im Internet stark abnimmt. Die meisten Jugendlichen kommunizieren lieber gezielt mit ihren Freunden, Bekannten und ihrer Familie – das öffentliche Zur Schau Tragen von Posts hat extrem nachgelassen.

JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest
Hier zum Download, 71 Seiten als pdf

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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