Wenn Beziehungen scheitern – und was Facebook gegen den Schmerz tun will…

Noch nie war es einfach, wenn Liebesbeziehungen scheitern, denn der Schmerz sitzt meist tief. Doch seit einigen Jahren kommt ein weiteres Problem auf Verlassene und Verlasser hinzu: Bei Facebook wird man immer wieder an den Ex-Partner erinnert. Die Gefahr, keinen richtigen Schnitt hinzubekommen, ist groß, wenn beim Durchscrollen der Timeline immer wieder Fotos und Beiträge des Anderen erscheinen – und wenn Freunde und Freundinnen über ihre Erlebnisse mit ihm/ ihr erzählen. Und natürlich reizt es, sich selbst Schmerz zu bereiten, indem man das Profil des Ex anschaut. Facebook hat sich nun entschieden, diesem Kummer etwas entgegenzusetzen: Facebook-Nutzer können mit verschiedenen Werkzeugen Erinnerungen an den Ex-Partner ausblenden.

Wenn Nutzer bei Facebook ihren Beziehungsstatus von „in Beziehung“ in „getrennt“ ändern, will Facebook Facebookdirekt vorschlagen, zukünftig keine Beiträge mehr vom Ex-Partner zu zeigen, ohne dass ich mich auch „entfreunden“ muss. Außerdem soll es möglich sein, eigene Beiträge vor dem Ex-Partner und ausgewählten Facebook-Freunden zu verbergen. Die Funktionen werden bereits in den USA getestet und sollen bald über die Facebook-Apps auf mobilen Geräten in den USA erhältlich sein.
Quelle: Heise-online

Es ist schon ein Kulturwandel, wenn man durch die die persönliche Vernetzung in Echtzeit nicht mehr so einfach Vergangenes ausblenden kann. Ob das nur Zweierbeziehungen betrifft? Immer mehr Menschen halten Abstand von Facebook, weil sie bereits schlechte Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld gemacht haben.

Gerade junge Menschen, bei denen emotionale Freundschaften, Gruppenzugehörigkeiten und Liebesbeziehungen eine viel größere Rolle spielen als bei älteren Menschen, scheuen sich zunehmend davor, vertrauensvoll Facebook zu nutzen. Denn das Beziehungsgeflecht ist noch instabil, schnell entstehen Streitigkeiten und Misstöne, und Statusmeldungen, Bilder und Videos bei Facebook können das sensible Gefüge – gerade bei Pubertierenden – gefährlich stören. Wie schnell kann man verlacht werden, weil man unbedacht etwas vertrauensvoll unter die Freunde bringt!

Ich vermute, dass Facebook mehr und mehr zur „Volkszeitung“ wird, die durch eigene Vorlieben und Facebook-Algorithmen vorgefiltert wird, angereichert mit Statusmeldungen von Freunden und kommerzieller Werbung. Statusmeldungen werden zunehmend zur „Eigenmarketing-PR“. Bei jungen Leuten passiert das viel durch Selfies, vorwiegend bei Instagram, um für sich als Liebes- und Sexualpartner zu werben. Ältere neigen eher zu Eigenwerbung mit Urlaubsfotos oder mit Bildern von Erlebnissen, die sie gesellschaftlich so zeigen, wie sie es für sinnvoll halten. Wir werden alle Unternehmer in eigener Sache – Segen und Fluch der Internetwelt…

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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