Was bleibt nach dem Ende von Praktiker? Welchen Wert hat der Preis heute noch?

 

20auf alles

Billigmärkte, Geiz-ist-Geil, Rabatte auf alles – was bleibt wenn der „Preis“ einfach keinen Wert mehr hat?

Irgendwann hat jeder schon mal von der alten Regel der Kaufleute gehört: „Die Nachfrage bestimmt den Preis!“ Doch stimmt diese Regel noch immer?
Was geschieht, wenn sich die Verbraucher an den Rabattschlachten gewöhnt haben? Die Preisspirale kann doch nicht immer abwärts gehen. Oder?

Am Beispiel der Praktiker-Märkte wurde es deutlich: „20% auf alles, außer auf  Tienahrung“ ist ein Slogan den fast jeder kennt und trotzdem direkt in Pleite führte. Kunden gewöhnten sich an diese Rabatte und kauften irgendwann nicht mehr zum „Normalpreis“, obwohl dieser doch der eigentliche Marktpreis ist. Eine Regulierung  von Nachfrage und Preis fand nicht mehr statt. In der Folge wurden die Abstände für die Aktionen immer kürzer und zum Ende wurden die Rabattschilder in der Baumarktkette schon nicht mehr abgenommen.  Der Anfang vom Ende.

Die Schwestermarke „Max Bahr“ hatte sich nie an den Rabattschlachten beteiligt und war damit auch erfolgreich, die Kunden honorierten die bessere Qualität der Produkte. Zum Ende blieb zwar auch nur die Insolvenz, was aber auf eine Sogwirkung beruhte.

Wie es am Beispiel der Praktiker-Märkte deutlich wurde, ist es eine schlechte Idee die Preise bis zum eigenen Ruin zu reduzieren. Was wäre aber die Lösung aller Rabatte?

Vielleicht eignet sich eine andere Regel als gutes Beispiel und kann die Lösung sein: „Qualität setzt sich immer durch!“
Wer in der Lage und vor allem Willens ist, seinem Kunden einen guten Service und gute Produkte anzubieten, braucht Rabatte der Mitbewerber nicht zu fürchten.

Dies gilt insbesondere auch schon für Gründer: Wer einmal seine Kunden an günstige oder gar billige Preise für Waren oder Stundensätze gewöhnt hat, findet nur schwer wieder heraus. Er setzt selbst eine Preisspirale in Gang, die er später verteufelt.  Jeder sollte also seinen „Marktpreis“ kennen und ihn vorher kalkuliert haben. Wer Aufträge nach „Bauchgefühl“ annimmt und später an ihnen nichts verdient hat,  braucht sich wirklich nicht zu wundern.  Der Markt ist immer noch bereit, gute Qualität und gute Leistungen zu honorieren.
Man sollte es nur zulassen.

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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