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7,7 Mrd. Weltbevölkerung im Jahr 2019: Knapp die Hälfte davon nutzt Social Media 0

Sechs der zehn weltweit am häufigsten genutzten Mobile Apps gehören chinesischen Unternehmen – die übrigen vier sind vollständig im Besitz von Facebook. Auch 40 Prozent aller weltweiten App-Downloads im Bereich Mobile Games gehen auf chinesische Anbieter zurück. Asiatische Websites dominieren zunehmend die meistbesuchten Seiten und Plattformen der Welt, wobei Chinas E-Commerce-Plattformen besonders erfolgreich sind. Da im asiatischen Raum auch der Ausbau mit 5G besonders rasant fortschreitet können wir davon ausgehen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Was für Konsequenzen sind mit den aktuellen Zahlen zur digitalen Nutzung der Weltbevölkerung verbunden? Wohin geht die Reise? Was bedeutet es, wenn auch immer mehr Geräte (IoT = Internet of Things) in der Welt das Internet verwenden, um Leistungen zu erbringen und Daten zu verarbeiten? (Studie als Präsentation am Ende des Beitrags integriert).

Digitale Infrastruktur und 5G-Netz

Mit der 5G-Mobilfunktechnik sind viele Innovationen möglich, die ohne 5G nicht realisiert werden könnten. Nicht nur für Endverbraucher, auch im Geschäftsverkehr und der damit zusammenhängenden Prozessoptimierung bietet 5G eine mobile Digitalinfrastruktur, die wahrscheinlich einen weiteren revolutionären Fortschritt mit sich bringt – und für den Untergang etablierter Unternehmen sorgen könnte. Wenn in Echtzeit Prozess-und Serviceoptimierung zur Selbstverständlichkeit werden, steigen die Erwartungen dementsprechend. Dann können gigantische Datenmengen in kürzester Zeit übertragen werden, sowohl für kommerzielle Zwecke als auch für Politik, Verwaltung, Exekutive, Militär. im April 2019 startete Südkorea das erste weltweite 5G-Netz – heute haben schon rund 13 Millionen Menschen Zugang zu 5G – wie Analysten des Anbieters Ericcson vermelden. Die meisten dieser 5G-Nutzer stammen aus China.

Social Media

Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt Social Media. Also fließen auch Kinder und Senioren mit in die Statistik. Am stärksten steigen die Nutzerzahlen von Internet und Social Media in Afrika. Indien ist der Haupttreiber für das Wachstum sozialer Netzwerke. Fast 30 Prozent der Inder verwenden mindestens einmal monatlich WhatsApp. Die Top 3 der Social Media Plattformen weltweit bilden Facebook, YouTube und WhatsApp.

E-Commerce

Das chinesische Tmall (betrieben von der Alibaba-Group) rangiert mit drei verschiedenen Domains in den Top-20-Websites der Welt. Die Homepage der E-Commerce-Plattform ist mittlerweile die vierthäufigst aufgerufene Website der Welt – und liegt damit deutlich höher als Amazon.com, das derzeit auf Platz 13 liegt. Die Kunden von Tmall kommen überwiegend aus China. Immer mehr deutsche Händler wie der Drogeriemarkt dm bieten Produkte auf Tmall an. Insgesamt findet man auf der E-Commerce-Plattform mehr als 14.500 internationale Marken aus 63 Ländern und Regionen. Wie lange es dauern wird, bis Alibaba Amazon auf europäischen Markten angreifen wird, bleibt abzuwarten. Aliexpress wird wohl 2020, spätestens 2021 für den europäischen Konsumenten eine Alternative zu Amazon werden. Große Logistikzentren werden gerade in einigen Städten Europas aufgebaut. In Madrid eröffnete Aliexpress im Sommer 2019 seine erste Filiale in Europa. Ob Alibaba den E-Commerce-Händler Zalando übernehmen wird, bleibt abzuwarten.
Stern.de vom 10.12.19: Alibaba drängt nach Europa. Übernahmegerüchte wegen Zalando sorgen für Spekulationen

Datenschutz

Erstaunlicherweise sind nicht mehr die Deutschen führend bei den Bedenken in Bezug auf Datensicherheit und Datenmissbrauch – sondern die Südamerikaner und Südeuopäer. Vor Allem in Brasilien (83 Prozent), Portugal, Kolumbien, Mexiko und Spanien sind die Bürger besorgt darüber, was mit ihren persönlichen Daten geschieht. Deutschland rangiert mit 53 Prozent Misstrauen ziemlich weit hinten – vor den Niederlanden, Österreich, Schweden, Japan und Südkorea (39%). Der weltweite Mittelwert liegt bei 64 Prozent.

Fazit

Man sieht an dieser Studie, wie die digitale Realität das menschliche System über alle Maßen fordert. Anfangs überwiegt häufig die Begeisterung der Neugierigen, dann folgt das Misstrauen der Erkennenden, anschließend entsteht routinierte Akzeptanz – und am Ende (je nach Lernbegierde eines Volkes) erwacht die Bereitschaft, sich fortzubilden und aktiv das Geschehen mitzugestalten. In Deutschland wird hierfür die Erwachsenenbildung weiter in den Fokus der Politik gerückt. Zurzeit sind es wohl in erster Linie Menschen im Change-Prozess, die Aus- und Weiterbildungen im digitalen Bereich finanziert bekommen. Für Arbeitnehmer ist noch keine adäquate Lösung gefunden worden. In einigen wenigen Wochenendseminaren ist so eine Umwälzung schwer umsetzbar.

Schulen brauchen dringend Lehrkräfte, die ihren Schülern in Bezug auf digitale Kompetenz Vorbild sind. Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche auf die digitale Kompetenz ihrer Eltern angewiesen sind, um Unterstützung zu erhalten und vom Internetkonsumenten zum Internetgestalter zu werden. Wenn wir uns digitalen Alphabetismus leisten, ist das kein ehrenwertes Zeichen für das Volk der „Dichter und Denker“, sondern ein Zeichen der Bildungs-Verweigerung. So nach dem Motto „Wat der Buer nit kennt, dat fritt er nit“.
Spiegel.de: Schüler halten Lehrer für digitale Anfänger

Der Vormarsch der chinesischen Wirtschafts- und Digitalüberlegenheit lässt sich anscheinend nicht mehr stoppen. Neben dem Ausbau der neuen chinesischen Seidenstraße und der internationalen digitalen Infrastruktur übernehmen chinesische Unternehmen immer mehr relevante Unternehmen und Produktionsstätten außerhalb Asiens. Wir sollten mit unseren liberalen Werte und der hohen Relevanz von Menschenrechten aus Kundensicht Einfluss nehmen auf die Politik Chinas. Schließlich leben wir im digitalen Zeitalter in einem Käufermarkt. Nicht der Anbieter entscheidet – sondern der Endverbraucher (Mensch). Wäre zu wünschen, dass sich das auf die Politik im autokratischen China auswirkt und dass dort Demokratie und Freiheit für den Einzelnen Realität werden. Doch wie immer kommt „Fressen weit vor der Moral„. Da sind sich die kapitalistischen Systeme in Ost und West einig…

Quelle Thenextweb.com: Q4-Digital-Report in Zusammenarbeit mit We Are Social und Hootsuite 

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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