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Barcamp „Urbane Produktion“ für Handwerker, Studierende und Interessierte am 11. Oktober 0

Im Rahmen des „LutherLAB – Langendreer selber machen!“ findet am 11. Oktober 2017 von 15.30 bis 20.00 Uhr das erste Barcamp in der ehemaligen Lutherkirche in Bochum Langendreer (Alte Bahnhofstraße 166, 44892 Bochum) statt. Dazu sind das Handwerk, Manufakturen und an Gründungen Interessierte herzlich eingeladen.

Organisatoren der Veranstaltung sind die Wirtschaftsförderung Bochum und das Institut Arbeit und Technik im Rahmen des Projekts UrbaneProduktion.ruhr in Kooperation mit KMU-digital.

Ein Barcamp, auch Un-Konferenz genannt, ist eine Tagung bei der der Ablauf noch offen ist. Die Inhalte werden von den TeilnehmerInnen zu Beginn des Treffens eingebracht, entwickelt und so der Verlauf der Konferenz gestaltet.
Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen, wenn es um die Weiterentwicklung oder Designs von Produkten geht.

Beim Barcamp im LutherLAB werden HandwerkerInnen mit Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen gebracht, um gemeinsam Lösungen für eingebrachte Fragestellungen zu entwickeln. Handwerksbetriebe können sich und ihr Handwerk vorstellen. Auch Studierende können in einer Session ihr Wissen weitergeben, wodurch je nach Interesse der Beteiligten neue Synergien entstehen können.

Vorstellbar sind Vorträge oder Beiträge zu 3D-Druck, Einstieg in die Selbstständigkeit, Nutzen von Lastenrädern in Unternehmen, Digitalisierung im Handwerk, Online-Marketing, Social Media-Nutzung u.v.m.

Agenda:
15:30-16:00: Ankunft bei Kaffee und Waffeln
16:00-17:00: Begrüßung & Sessionplanung
17:00-17:45: 1. Sessionrunde
17:45-18:00: Sessionwechsel
18:00-18:45: 2. Sessionrunde
18:45-19:00: Pause mit Häppchen
19:00-20:00: Abschlusssession

Mehr Informationen zum Barcamp unter https://www.lutherlab.de/programm/barcamp-handwerker-studierende/ oder auf Facebook unterhttps://www.facebook.com/events/395468290868127/permalink/395469150868041/?notif_t=like&notif_id=1504615831431815.

Wie bereits erwähnt, findet das Barcamp im Rahmen des LutherLab statt. Was das LutherLab ist und welche Ziele es verfolgt, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten.

Offene Werkstatt in der Lutherkirche – Forschungsprojekt zur Urbanen Produktion

Die ehemalige Lutherkirche in Bochum-Langendreer (Bahnhofstraße 166, 44892 Bochum) wird wieder genutzt! Die entwidmete Kirche, seit acht Jahren leer stehend, wird vom 16. September bis zum 19. Oktober 2017 zur offenen Werkstatt und so der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Die Eröffnung findet am 16. September 2017 von 14 bis 20 Uhr statt. Hier können die persönlichen Fähigkeiten in der handwerklichen, kreativen oder digitalen Produktion erprobt, angewandt oder kennengelernt werden – und im Idealfall entstehen daraus gemeinsame Ideen für Produkte, die lokal und wirtschaftlich tragfähig hergestellt werden können. Zum Start wird gemeinsam die Einrichtung aus Paletten und Sperrmüll für die kommenden Wochen der Zwischennutzung gebaut, es können eigene T-Shirts bedruckt werden oder gemütlich bei Kaffee und Kuchen und musikalischer Untermalung neue Netzwerke entstehen.

Im sogenannten LutherLab soll mithilfe einer offenen Werkstatt, eines Seminarbereichs und eines Begegnungsortes das kreative und handwerkliche Potential der Bevölkerung Langendreers in den Fokus gestellt werden. In den fünf Wochen der Zwischennutzung im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses „Soziale Stadt Werne –  Langendreer-Alter Bahnhof“ finden in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer zahlreiche Workshops, Seminare, Vorträge und Treffen statt, die sich mit Fragen und Konzepten der kleinteiligen Urbanen Produktion beschäftigen: Es wird Bier gebraut, Marmelade gekocht, an Lastenrädern geschraubt; es wird gebastelt, geklebt, genäht; es wird Mitmach-Aktionen zu Müllvermeidung, 3D-Druck und Aquaponik geben; und zwischendurch bleibt genug Zeit für einen gemeinsamen Kaffee. Interessierte können auch einfach zu einer der offenen Begegnungszeiten (mittwochs 16:30-18:00 oder sonntags 15:00-18:00 Uhr) vorbeikommen, um sich das Projekt anzusehen. Das Programm ist offen für weitere Workshops und Ideen. Mehr dazu unter http://www.lutherlab.de/.

Verantwortlich ist eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen aus dem Institut Arbeit und Technik, der InWIS GmbH und die Urbanisten e. V., die mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Bochum das Forschungsprojekt UrbaneProduktion.ruhr durchführen. Sie erproben mit der Stadt Bochum, wie produzierende Gewerbebetriebe in der Zukunft wieder innerhalb der Stadt angesiedelt werden und wie Menschen gemeinsam neue Produktionsnetzwerke bilden können – damit die regionale Wertschöpfung steigt, damit die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsort in Zukunft kürzer werden, damit wir weniger Müll produzieren, damit das Ruhrgebiet auch im produzierenden Sektor konkurrenzfähig bleibt.

Und kurz: Was ist eigentlich „Urbane Produktion“?

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „UrbaneProduktion.ruhr“ beschäftigt sich von Oktober 2016 bis September 2019 mit den Chancen und Grenzen innerstädtischer Produktionsstätten. Zum Schutz der Wohnbevölkerung wurdenGewerbe- und Industriebetriebe in der Vergangenheit üblicherweise außerhalb der Stadt geplant. Diese traditionelle Trennung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit gerät aus verschiedenen Blickwinkeln unter Druck: Aus Gründen der Innovationsfähigkeit von Betrieben, die in Zukunft noch mehr auf vernetzt denkende, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen angewiesen sind, die wiederum Standorte mit urbanem Kulturangebot bevorzugen; aus Gründen der Ressourcensparsamkeit, nach der die Nutzung fossiler Energieträger möglichst zu vermeiden ist und damit das Leitbild der Stadt der kurzen Wege eine Renaissance erfährt – auch ein sorgsamer Umgang mit Grund und Boden ist hier zu nennen; aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit, nach der auch bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen (Arbeits-)Platz inmitten einer zukunftsorientierten Gesellschaft finden können sollten. Urbane Produktion kann ein Handwerksbetrieb oder eine kleine Manufaktur sein, eine Stadtfabrik oder auch Urbane Landwirtschaft. Es geht darum, wieder mehr Produkte in der Stadt herzustellen. Mehr dazu unter www.urbaneproduktion.ruhr.

Über Dennis Arntjen

Als Vertriebsspezialist, Social Media Kenner und Experte des digitalen Wandels schreibt Dennis Arntjen jede Woche Beiträge rund um die Digitalisierung des Mittelstands. Gemeinsam mit Eva Ihnenfeldt leitet Dennis Arntjen das Unternehmernetzwerk KMU Digital. Dort ist er verantwortlich für die Mitgliederbetreuung, den Vertrieb sowie verschiedene Themen rund um die Organisation von Veranstaltungen.

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