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„Benachrichtigungen zulassen“? Push-Benachrichtigungen von Webseiten im Browser abstellen 0

„Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt“… Mir ist schon immer schleierhaft gewesen, warum Website-Betreiber versuchen, ihre Besucher über lästige Pop-Ups dazu zu zwingen, einen Newsletter zu abonnieren oder eben diese lästigen Browser Push-Benachrichtigungen zu akzeptieren. Manche Seitenbetreiber scheinen regelrecht Ehrgeiz zu investieren in die Kunst, den Besucher zu sich zu zwingen. Ob die Auftraggeber der Pop-Ups wirklich meinen, sie tun ihrer Marke mit der aggressiven Lead-Generierung einen Gefallen? Auch wenn durch das Eindringen auf den Desktop vielleicht ein komfortabler Tracking-Automatismus ausgelöst wird, kann der Marke Schaden zugefügt werden. Wer ungewollt Pop-Up-Benachrichtigungen im Browser ertragen muss – oder einen unerwünschten Newsletter – wird wohl eher eine negative Einstellung zum Anbieter entwickeln als eine zugewandte. Im Folgenden findet sich auch eine Anleitung, wie man die Push-Benachrichtigungen im Browser deaktiviert.

Strafen Sie auch Websites mit Pop-Up-Aufforderungen durch Nichtbeachtung?

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Bildquelle pixabay: ptra

Es gibt ja nun so viele Websites, die Pop-Ups für Leads nutzen, dass ich mir nicht alle merken kann. Doch die, die ich mir gemerkt habe, besuche ich nur noch, wenn es keine Alternative gibt. Da kann ich den FOCUS als Beispiel nennen, aber auch viele andere Blogs, die eigentlich wertvolle Inhalte liefern. Ich empfinde den“sanften  Zwang“ zum Newsletter/ zur Browser-Benachrichtigung als extrem aufdringlich und unsympathisch. Einen Podcast habe ich schon abbestellt wegen der Browser-Benachrichtigungen, und einige Social Media Experten meide ich, weil mich die Benachrichtigungen zu sehr bedrängen – vor Allem bei mobilen Endgeräten.

Nun kann man sagen, dass ein Lead wohl nicht zuviel verlangt ist, wenn der Seitenbetreiber so wertvolle Inhalte kostenfrei zur Verfügung stellt! Doch das ist meines Erachtens eine falsche Denkweise. Will ich Kunden gewinnen, locke ich mit guten Angeboten und attraktiver Präsentation – aber ich ziehe nicht am Ärmel in meinen Laden! Natürlich kann ich als Gegenleistung die unerwünschte Benachrichtigung oder den Newsletter verlangen. Doch ob ich mir nicht selbst damit schade? Der Mensch an sich mag keinen Zwang. Zwang macht misstrauisch und schreckt ab. Erst mal recht in einer Zeit, in der fast alle mit diesem Trick zu arbeiten scheinen…

Ich würde jedem Webseiten-Betreiber empfehlen, dem Besucher mehrere Möglichkeiten für Aktualisierungen der Seite anzubieten: E-Mail-Newsletter, Facebook, Browser-Benachrichtigung, WhatsApp… Doch die Entscheidung sollte beim Adressaten liegen. Wenn wirklich guter Content produziert wird, ist sicher die Motivation hoch, einen der angebotenen Kanäle zu wählen.

Anleitung, wie man unerwünschte Pop-Up-Benachrichtigungn im Browser löscht

Google Chrome

Bei Google Chrome kann man die Benachrichtigungen für einzelne Websites löschen, indem man auf das kleine Schloss links von der Adresszeile (URL-Zeile) klickt. Beim Menüpunkt „Benachrichtigungen“ auf „Auf dieser Website immer blockieren“ anklicken. Dann sind Benachrichtigungen der einzelnen Website blockiert.

Man kann aber auch die Chrome-Benachrichtigungen komplett ausschalten. Wählt man diese Option, wird man zukünftig nicht mehr per Pop-Up-Meldung gefragt, ob man Benachrichtigungen wünscht. Bei Google Chrome kann man unter: „Sicherheit und Datenschutz – Inhaltseinstellungen – Benachrichtigungen“  sämtliche Pop-Up-Benachrichtigungen grundsätzlich blockieren. Den Menüpunkt „Vor dem Senden nachfragen (empfohlen)“ deaktivieren (Schalter umlegen).  Auf der Seite kann man auch sämtliche bisher erteilte Benachrichtigungs-Genehmigungen kontrollieren und einzeln blockieren. Danach müsste Ruhe einkehren.

Firefox

Beim Firefox-Browser findet man die Option für die Deaktivierungen bei „Einstellungen“ – „Inhalt“. Beim Punkt „Benachrichtigungen“ können die Webseiten mit der Berechtigung für den Empfang von Benachrichtigungen deaktiviert werden. Um das zu erreichen, klickt man auf „Website entfernen“. Oder auch „Alle Websites entfernen“. Man kann auch Pop-Ups grundsätzlich blockieren – doch das kann zu Schwierigkeiten führen – zum Beispiel beim Online-Banking.

Natürlich kann man auch bei Safari und Microsoft Edge die Push-Benachrichtigungen abstellen.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie hier bei techbook.de

Fazit: Der gute Ruf eines Unternehmens ist das größte Kapital, denn die „Marke“ steht für Vertrauen und Sympathie. Es ist verständlich, wenn Publisher als Gegenleistung für ihre wertvollen Beiträge einen Lead erhalten wollen. Doch die Besucher gegen deren Willen zu Abonnenten zu machen, schadet sicher dem Ansehen und könnte die wertvolle Content-Arbeit zunichte machen. Es ist das selbe Spiel wie früher mit den Facebook-Fans. Die vielen „toten“ Fans, die man über Tricks und Gewinnspiele gewonnen hat, nützen nichts – können sogar schaden. Lieber auf echte „Fans“ setzen. 100 Newsletter-Abonnenten, die sehnlich den nächsten Newsletter erwarten, sind sicher wertvoller als 1.000 Newsletter-Abonnenten, die sich ärgern. Und bei der Desktop-Arbeit ständig Benachrichtigungen aufpoppen zu sehen, ärgert zu recht. Das machen wohl extrem wenige User tatsächlich willentlich und bewusst.

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Die SteadyNews jetzt per WhatsApp abonnieren unter 01784084835 - Danke schön! Eva Ihnenfeldt ist seit vielen Jahren leidenschaftlich selbstständig - und für alle da, die sich unternehmerisch betätigen, die ihr berufliches Leben selbstbestimmt gestalten - und die gewinnorientiert kommunizieren wollen. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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