Club of Rome: „2052“ – düstere Zukunftsvorhersage

Zum 40jährigem Jubiläum des Reports „Die Grenzen des Wachstums“ gibt der Club of Rome einen Folgebericht heraus. Jörgen Randers, der auch schon beim Vorgängerreport mitarbeitete, präsentiert einen Bericht, der ein düsteres Zukunftsbild der Menschheit malt.

Der nunmehr 66-jährige Randers warnt erneut vor dem Überschreiten vieler Grenzen der Natur. Ein Faktor, der im ursprünglichen Bericht noch keine Berücksichtigung fand, wird diesmal umso stärker betont: Die Erderwärmung werde in den kommenden 40 Jahren für viel Leid verantwortlich sein. Danach soll es aber erst so richtig schlimm werden. Gleich bliebt jedoch die Kritik an der Wirtschaft: Sie schädige mit ihrem steten Wachstum das derzeitige Klima und die Naturschätze. Sie erwirtschafte oftmals schon jetzt gar keinen Gewinn mehr, wenn der wahre Preis für die Umweltzerstörung in Rechnung gestellt würde. Dafür sieht der Bericht einen Rückgang beim Anstieg der Bevölkerungszahl.

Randers und die Experten erwarten, dass der Ausstoß von Treibhausgasen noch bis 2030 steigen wird.  Damit würden diese 15 Jahre zu spät zurückgehen. Daher werde sich die Erdtemperatur nach 2052 auch um mehr als zwei Grad erwärmen.  „Und im Jahr 2052 wird die Welt mit Schrecken auf weitere Änderungen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts blicken“, fährt Randers fort. „Der sich selbst verstärkende Klimawandel wird die Sorge Nummer eins sein.“ Das Treibhausgas Methan werde aus der auftauenden Tundra entweichen und die Erde weiter aufheizen, worauf noch mehr Permafrostboden in der Tundra auftaue.

Armut und Ungleichheit nehmen zu

Bis 2052 werde es weniger Armut in den Entwicklungsländern, jedoch mehr Armut und Ungleichheit in den Industriestaaten und überall mehr Umweltzerstörung geben, stellt der argentinische Investmentmanager Carlos Joly in seinem Ausblick für den Report „2052“ fest. Der Wirtschaftsexperte Chandran Nair aus Malaysia kritisiert den „fast religiösen Glauben“ des Westens an freie Märkte und warnt davor, Asien als Motor für das eigene Wachstum zu sehen und zu wirtschaften wie bisher. Stattdessen müsse der Konsum auf ein Maß gebracht werden, das die Erde nicht ausbeute. Randers pessimistische Voraussicht wird allerdings durch seinen Schlusskommentar gemildert: „Bitte helft, meine Vorhersage falsch werden zu lassen. Zusammen können wir eine viel bessere Welt schaffen.“

Der selbstständige Journalist und Social Media Redakteur Christian Spließ begleitet Unternehmen und Organisationen bei der erfolgreichen Umsetzung von Social Media Kampagnen. Christian Spließ ist einer der Social Influencer in NRW - vor allem über Twitter und Facebook.

www.homo-narraticus.de

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