Emotionen sind manchmal lästig- helfen aber weiter!

Brigitte Jülich: Der Umgang mit den eigenen Emotionen! Ich möchte Sie Ihnen näher bringen.
Sind Sie mit dem „Hören“ in der letzten Woche weitergekommen? In dieser Woche widme ich mich den eigenen Emotionen.  Sie dürfen gespannt sein.

Fragen Sie sich auch so manches Mal: „ Wieso hat mich diese Situation so sprachlos gemacht?“ Oder: „warum bringt mich Vera so auf 180 Grad?“

Die Erklärung der Transaktionsanalyse(TA) ist eine Möglichkeit des Verstehens!  Die eine oder andere Leserin, der eine oder andere Leser kennt die Ausführungen vielleicht. Ich gehe hier kurz darauf ein.

Der Psychoanalytiker Eric Berne entwickelte eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit, in der ein Bild vermittelt wird, wie Menschen reagieren. Die Grundlage geht von einem Ich- Zustandsmodell aus. Die Transaktionsanalyse kann man als Kommunikationstheorie verstehen. Davon leiten sich Methoden für die Analyse ab. Sie bedient sich außerdem der Entwicklungstheorie und erklärt Verhaltensmuster, die unser heutiges Leben bestimmen und beeinflussen. Sie werden das kennen, denn in einigen Fällen reagieren wir kindlich und wiederum in anderen Situationen als Kritiker.

Ich bemühe mich, Ihnen als das zu verdeutlichen:

  1. Das Eltern-Ich: hier sind unsere Werte und Normen, unsere Vorurteile und Weisheiten untergebracht. Es gibt wohlwollende Eltern- Ichs: wohlwollend, unterstützen. „ Nur Mut!“ „ Das schaffst du schon!“ Das kritische Eltern-Ich ist negativ. „ Das tut man nicht!“ Der erhobene Zeigefinger ist ganz auffällig und gehört dazu. Auch Wörter wie „ nie, nein, immer, schon wieder“ gehören zu dem Muster.
  2. Das Erwachsenen- Ich: wir sind offen für Argumente. Wir begründen unsere Meinung. Wir wägen ab.  Wir sind offen und interessiert. Wir fragen: „ ich meine“ …ich bin der Meinung“..!
  3. Das Kindheits- Ich: speichert Gefühle und Empfindungen. Lust und Freude, auch negative Gefühle gehören dazu. Dieses Kind agiert in drei Größen. Das natürliche Kindheits-Ich handelt nach dem momentanen Gefühl. Das kann positiv oder negativ sein. Das reaktiv-angepasste Kindheits-Ich ist außengeleitet. Es orientiert sich an dem Außen. Sätze wie: „ Wenn du meinst, dann machen wir das so.“ Eine demütige Haltung passt auch dazu. Das reaktiv-rebellische Kindheits-Ich: ist auch von außen geleitet. In Opposition gehen gehört zu dieser Stufe. Sätze wie: „ Wenn du das sagst, kann es nicht…“ …“ Lass mich doch in Ruhe.“ Wer im Kindheits-Ich ist, legt ein Verhalten an den Tag, was in der Kindheit durchlebt wurde. Die gemachten Erfahrungen haben uns geprägt- egal ob wir das wollten oder nicht.

Und hier kommt die Auflösung zu:
„ Wieso hat mich diese Situation so sprachlos gemacht?“

Und wenn wir sprachlos werden, agiert man ebenfalls aus dem Eltern-Ich. Sie reagieren reaktiv und angepasst. Sie sagen: „ Ja sicher, wir machen das, wenn Sie meinen.“

Oder: „warum bringt mich Vera so auf 180 Grad?“
Wenn Vera Sie nun mal auf 180 Grad bringt, ist wahrscheinlich, dass Anschuldigungen aus dem Eltern-Ich zu Grunde liegen. Und Sie reagieren mit dem reaktiv-rebellischen-Kindheits-Ich und werden ärgerlich.

Und in der kommenden Woche geht es mit der Transaktionsanalyse weiter.

Ihre Brigitte Jülich

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