Erfolgscoach Brigitte Jülich: Sagen Sie doch bitte, was Sie meinen!

Vielen Menschen fällt es „ verdammt“ schwer zu sagen, was sie wollen. Kennen Sie das? Wenn JA lesen Sie weiter. Wenn NEIN haben Sie sich in dieser Woche eine Lesepause verdiehnt.

Klarheit und Eindeutigkeit sind das A und O einer geglückten Kommunikation. Wer nicht sagt, was er „ will“, kriegt auch nicht das, was er will. So einfach ist es. Damit Sie mit Ihren Wünschen und Forderungen nicht auf der Strecke bleiben, üben wir heute.

Hören Sie bei Ihren Gesprächen einfach mal hin. Benutzen Sie das Wort vielleicht. Damit schwächen Sie das gesagte.  Auch das anonyme Wort „ man“ hemmt Ihren Appell.

Überlegen Sie doch mal, was Ihnen besser gefällt:

„Eigentlich sollte man dem Projekt zustimmen“…oder
„Ich bitte Sie, dem Projekt zuzustimmen“!

„Wir könnten die Urlaubsplanung im Team besprechen.“ oder „Ich schlage vor, die Urlaubsplanung im Team zu  diskutieren.“

„Wäre es möglich, den Bericht bis morgen zu aktualisieren?“ oder „ Bitte aktualisieren sie den Bericht, wenn möglich bis morgen um 10 Uhr.“

Ich habe gelernt, dass wir höflich bitten sollen und „ schmücken“ unsere Bitte mit einem Konjunktiv wie:

„ könnte, sollte, müsste„ und um nicht aufdringlich zu wirken, schmälern wir unser gesagtes mit „vielleicht und eigentlich“ so richtig ab.
Mit unseren gelernten Weichmachern reduziert sich unsere Forderung auf 0.

Wenn Ihr Gegenüber Ihre Bitte ablehnen sollte, kommt es immer auch auf Ihre Reaktion an. Wenn sich daraus ein Dialog weiterentwickeln sollte, bleiben Sie doch einfach am Ball. Sie können einfühlsam auf die Bedürfnisse Ihres Gegenübers eingehen. Sie können herausfinden, welche Gründe zur Ablehnung führten.
Gönnen Sie sich das Nachfragen. Es lohnt sich!

9 Punkte Checkliste für Ihre Argumentation

  1. sind Sie selbst von Ihrer Argumentation überzeugt?
  2. Sind die Argumente relevant für mein Redeziel?
  3. Sind Sie sachlich korrekt?
  4. Sind sie logisch aufgebaut?
  5. Sind die gründe relevant für Ihr Gegenüber?
  6. Durch was sind meine Argumente gestärkt?
  7. Wie könnten andere es schwächen?
  8. Sind sie auf die Entscheidungsmuster des anderen abgestimmt?
  9. Klare Appell, Aufforderung, klare Bitte am Schluss?

Viel Vergnügen wünscht Ihnen

Ihre Brigitte Jülich

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