FORSCHUNGSSTUDIE: Wie wirken Kultur und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet?

Kultur und Kreativwirtschaft wirken in andere Bereiche – vom Theater im Stadtraum bis zu App-Services  beim Food-Sharing, von neuen Arbeitsformen wie Co-Working bis zur Gamification in der Energiewirtschaft. Die EU will diese sogenannten „Spillover“-Effekte ab 2014 fördern, doch außer einigen theoretischen Abhandlungen und Beispielprojekten ist kaum bekannt, welche Projekte vor Ort an den Schnittstellen von Kultur und Kreativwirtschaft zu Klima, Migration, Stadtentwicklung oder neuen Arbeitsformen in der Wirtschaft erfolgreich sind – und welche Auswirkungen sie genau haben. Dies soll sich im Auftrag des Landes NRW mit einer Forschungsstudie über „Spillover“-Effekte im Ruhrgebiet ändern – auch um zu erfahren, wer diese Projekte trägt und wie sie künftig besser unterstützt werden können.

Wie soll das funktionieren?

In einem ersten Schritt sollen mit einer Online-Befragung bis Ende März möglichst viele Projekte und Macher im Ruhrgebiet recherchiert werden. Anschließend finden Ende April verschiedene Forschungs-Workshops unter Leitung von Dr. Bastian Lange in Dortmund statt: Hierzu  werden ca. 40 Akteure eingeladen, deren Projekte Auswirkungen an den bereits genannten Schnittstellen zeigen, um gemeinsam Erfolgskriterien, Hindernisse sowie Vorschläge für bessere lokale Rahmenbedingungen zu diskutieren.

Wer kann teilnehmen?

Alle Kulturschaffenden und Akteure der Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet – vom kleinen Projekt bis zum großen Unternehmen. Projekte, ob erfolgreich oder gescheitert, die in der Durchführung, in Planung oder bereits abgeschlossen sind.

Warum teilnehmen?

Die Studie bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Praxiserfahrungen und Projekte einzubringen. Daraus entsteht ein Studienband, in den alle Forschungsergebnisse von März bis Juni einfließen und politische Handlungsempfehlungen formuliert werden. Einige Projekte werden zu der internationalen Konferenz Forum d’Avignon Ruhr am 27./28. Juni eingeladen: Dort erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Projekt vor hochrangigem Fachpublikum zu präsentieren, sich mit anderen europäischen Projektmachern auszutauschen und wichtige sowie internationale Kontakte zu knüpfen. Zum Abschluss der Konferenz werden besonders interessante Projekte ausgezeichnet – welches, entscheidet das Fachpublikum vor Ort.

Wer führt die Studie durch?

Ecce führt die Forschungsstudie unter der Leitung von Dr. Bastian Lange, MULTIPLICITES Berlin, durch. Bastian Lange befasst sich insbesondere mit sozioökonomischen Transformationsprozessen des kreativen Wissenszeitalters und macht sie für Politik, Wirtschaft und kreative Szenen handhabbar. Er ist Autor verschiedener Publikationen, u.a.  „Innovationsökologien“, die im Auftrag von Creative.NRW herausgegeben wurden.

ZUR ONLINE-BEFRAGUNG (max. 10 Minuten):

https://de.surveymonkey.com/s/Spillover-Studie

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