Hartz IV: vor allem alleinerziehende Mütter sind von Armut betroffen

18 Prozent aller Haushalte in Deutschland sind Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. Dabei ist das Armutsrisiko für alleinerziehende Frauen besonders hoch. Insgesamt bekommen 650.000 alleinerziehende Elternteile Hartz IV, davon sind 95 Prozent Frauen. 50 Prozent aller „Bedarfsgemeinschaften“ (Haushalte mit mehreren Personen, die auf Hartz IV angewiesen sind) sind Familien mit nur einem Elternteil- also im Regelfall mit der Mutter.

Besonders junge, ledige Mütter haben Schwierigkeiten, eine geeignete Betreuung für ihre Kinder zu finden, um sich beruflich nach vorn zu bringen. Die Möglichkeiten zu arbeiten sind sehr eingeschränkt, wenn Verwandte nicht einspringen können. Akademisch ausgebildeten Frauen gelingt der Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit immerhin doppelt so häufig wie nicht studierten jungen Müttern.

Ältere Alleinerziehende haben bessere Chancen, ohne Hartz IV zu leben. Die Kinder sind meist älter und erlauben eine größere Bewegungsfreiheit im Beruf. Außerdem erhalten getrennt lebende und geschiedene Frauen häufiger Unterstützung vom Partner, sowohl bei der Betreuung als auch finanziell durch Unterhalt.

Alleinerziehende sind nicht nur besonders häufig, sondern auch besonders lange auf staatliche Hilfe angewiesen. Nach zweieinhalb Jahren war es nur der Hälfte der Mütter gelungen, ihre Armutssituation zu beenden. Bei den anderen Hartz IV-Beziehern waren es mehr als zwei Drittel.

Die meisten Alleinerziehenden wollen gern arbeiten: selbst bei den Betroffenen, die noch Kinder unter drei Jahren betreuen -und deren keine Arbeit rechtlich zugemutet werden kann – ist die Zahl der Arbeitssuchenden sehr hoch: rund die Hälfte mit Kleinkindern sucht den beruflichenEinstieg.

Viele Bezieherinnen von Hartz IV sind so genannte „Aufstocker“. Diese Frauen sind zwar berufstätig, verdinen aber so wenig, dass sie ergänzende Unterstützung benötigen. Knapp drei Viertel aller Alleinerziehenden sind berufstätig – doch häufig nur in Teilzeitbeschäftigungen, die nicht zum Lebensunterhalt ausreichen. Die Lage in Deutschland ist bedrückend: die Hälfte der berufstätigen Hartz IV-Bezieherinnen bezeichnet ihre Situation als belastend.

Quelle: Süddeutsche

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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