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Hilfe! Ich bekomme keine Kommentare im Blog… 1

Manche Menschen beginnen voller Enthusiasmus einen eigenen Blog und sind spätestens nach einigen Monaten total enttäuscht: „Niemand schreibt einen Kommentar, ich habe überhaupt kein Engagement…“. Oft genug ist das dann der Anlass, dass der (jaja, ich weiß – oder „das“) Blog wieder einschläft. Ich frage dann immer: „Wie oft kommentierst DU denn in anderen Blogs?“. Die Antworten können wir uns vorstellen – Nie. So ist der Mensch. Mittelpunkt des Planeten – und total enttäuscht, wenn sich die Menschengemeinde nicht um ihn und seine Worte und Taten versammelt.

Willst Du wirklich viele Kommentare im Blog?

Früher waren mir Kommentare in den SteadyNews sehr viel wichtiger als heute. Ich habe sogar im Newsletter einige Kampagnen gestartet, um mehr Kommentare zu erhalten. Heute läuft unsere ganze Diskussion über Facebook. Entweder auf der SteadyNews-Fanpage – oder über mein persönliches Profil, bei Artikeln, die ich im privaten Profil teile.

Das Schöne an Facebook ist, dass sich manchmal richtige Diskussionen in den Kommentar-Threads zu einem emotionalen Thema ergeben. Menschen lernen sich darüber kennen, tauschen sich aus, vernetzen sich vielleicht sogar. Das macht mich sehr froh und gibt mir die Rolle der „Gastgeberin“, die die Aufgabe hat, dass es allen Mitmachenden gutgeht.

Kommentare im Blog stehen sehr für sich allein. Zwar antworte ich grundsätzlich darauf und bedanke mich, doch dann ist das Ganze so gut wie immer beendet. Kommentare im Blog haben eine andere Funktion als im sozialen Netzwerk Facebook. Sie geben ein für sich stehendes Statement ab – und oft genug werden sie aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung verfasst. Da muss ich sogar darüber „richten“, ob ich sie überhaupt frei schalte. Die Rolle hab ich gar nicht gern.

Bei Twitter ist es dann noch anders. Bei Twitter vernetzen sich Blogger untereinander und unterstützen sich gegenseitig, wenn Werte und Anliegen stimmen. Es entstehen richtige Freundschaften und auch Verpflichtungen. Man kennt sich und fördert sich durch Retweets, Antworten, Likes – und auch durch Kommentare direkt unter dem Blogartikel.

Du willst Kommentare in Deinem Blog? Dann gib etwas?

Hier also mein Tipp für Blogger, die sich mehr Kommentare wünschen: Vernetzt Euch über Twitter, über Blogger-Offline-Veranstaltungen, über andere soziale Netzwerke. Seid aktiv und unterstützt Blogs, mit denen Ihr Euch verbunden fühlt. Hinterlasst auch mal eine Bewertung bei Google-My-Business oder wo sonst Ihr die gelben Sterne unterbringen könnt. Seid großzügig und freundlich und bietet in den Kommentaren echten Mehrwert für den Blogger, den Ihr unterstützen möchtet.

Wie überall im Leben ist die heilige Pflicht im Netzwerken „Geben ist seliger denn Nehmen“. Reaktionen kommen automatisch, wenn Ihr Euch als gute Kollegen/ Kolleginnen erweist. Genau wie in jedem Verein und in jeder Gruppierung gibt es die Mitläufer, die Abstauber, die Kreativen, die Helfer und die Anführer. Sicher werdet Ihr auf dem digitalen Planeten ebenso Eure Rolle finden wie in Eurem haptischen Leben. Nur Mut!

Wie Eva Ihnenfeldt es hält

Ich selbst bin ein Mensch, der Probleme damit hat, sich innerhalb einer Gruppe gegen ein „Außen“ abzugrenzen. Da halte ich es mit Reinhard May und seiner Aussage „Ich tret‘ in keinen Verein ein“. Sobald ich das Gefühle habe, einer abgrenzenden Clique anzugehören, erfasst mich eine gewisse Unruhe und ich will weg.

Ich liebe Facebook, weil da alle Menschen gleichberechtigt sind. Die Besserwisser und die Einfältigen, die Misstrauischen und die Naiven, die Egomanen und die mit dem Helfersyndrom. Eine bunte Welt wie auf einem Marktplatz – und irgendwie ist jeder Einzelne unaustauschbar großartig. Ich mag nicht differenzieren – ich mag sie alle.

Darum habe ich in den letzten Jahren nichts mehr für Kommentare im Blog getan. Ich bin jeden Tag etwa dreinmal täglich auf Facebook und kommuniziere dort. Manchmal denke ich, das ist Zeitverschwendung und eine Art „Sucht“ – doch dann passiert wieder etwas so Schönes, dass ich mich daran erinnere, wo der echte Sinn für mich liegt.

Unverbindlich wie auf einer Party mit den Menschen ins Gespräch kommen, die mir das Schicksal gerade in den Weg spült – und welches mich anderen in den Weg spült. Sich abtasten, neugierig sein, zuhören lernen und staunen über die Vielfältigkeit unseres Menschengeschlechts. Das will ich so – Zuckerberg hin oder her.

Wenn Du also Kommentare und Interaktionen für Deine Blogbeiträge suchst – vernetze Dich über Twitter oder über Blogs oder über soziale Netzwerke – aber tu etwas! Wer allein bleibt, sollte nicht anderen die Schuld dafür geben. Oder man ist gern allein und schreibt einfach, weil es so gut tut! Auch das ist ein wunderbares Motiv, einen Blog zu führen. Nur zu! Wer schreibt, der bleibt – so oder so…

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

One thought on “Hilfe! Ich bekomme keine Kommentare im Blog…

  1. Eigentlich könnte alles ganz einfach sein. Michal Jackson hat das in „Man in the Mirror“ auf den Punkt gebracht:

    „If you want to make the world a better place take a look at yourself and make a change!“

    Das gilt für alle Bereiche des Lebens. Auch für Kommentare in Blogs. Daher rufe ich immer ganz laut:

    Blogger, fasst Euch an die eigene Nase und geht mit gutem Beispiel voran! 🙂

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