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Social Media „Einfach tun“: 10. Twitter Befehle und Twitter Funktionen 0

Kapitel 4.2: In diesem Kapitel sind alle wesentlichen Twitter-Befehle und Twitter-Funktionen zusammengefasst. Es wird gezeigt, wie man Tweets erstellt, weiterleitet, wie man Twitter am Besten als „Echtzeit-News-Aggregator“ nutzt, und wie man sich über Twitter mit anderen Accounts vernetzt und austauscht. Wir lernen die Bedeutung von Hashtags kennen. Das Schöne an Twitter ist, dass kein Algorithmus die Tweets vorfiltert – wir können chronologisch alles sehen, was wir sehen wollen. Doch das ist auch eine Verantwortung und Herausforderung, um nicht in den vielen Tweets zu ertrinken. Hier spielen die Twitter-Listen eine entscheidende Rolle. 

Twitter-Befehle und Twitter-Funktionen

Follower: Das sind die Twitter-User, die sich dafür entschieden haben, unseren Tweets zu folgen. Die Anzahl der Follower sagt etwas darüber aus, wie interessant unsere Tweets sind und welche Reputation wir als Account bei Twitter haben. Sie sind sozusagen die Erfolgsbilanz.

Followings: Das sind die Twitter-User, deren Tweets wir folgen – die Tweets, die in unserer eigenen Timeline erscheinen. Anhand der Followings kann man sehen, für wen wir uns interessieren, bzw. mit wem wir in Kontakt stehen. Das können Zeitungen, Influencer, Prominente, Freunde, Kooperationspartner und/ oder Multiplikatoren sein.

Timeline: Ähnlich wie bei Facebook und Xing sehen wir in der Twitter-Timeline, was in der letzten Zeit von unseren Followings getwittert wurde. Je mehr Twitterern wir folgen, desto mehr erscheint in dieser Timeline. Die Timeline bewegt sich bei den meisten Twitter-Usern so rasend schnell, dass man bei Twitter auch von “Flurfunk” spricht. Die Halbwertzeit eines Tweets beträgt häufig nur wenige Minuten – sehr schnell wird sie von neuen Tweets verdrängt und nach unten geschoben.

Einen Tweet verfassen

Die Möglichkeit zu twittern findet sich rechts oben in unserem Account – rechts neben dem Suchfeld und dem eigenen Profilbild. Über diesen Button kommt man zu dem Feld „Neuen Tweet verfassen“. Hier ist also das Zentrum von Twitter. Hier haben wir 280 Zeichen zur Verfügung, um etwas zu schreiben, was diejenigen in ihrer Timeline sehen, die uns folgen – und diejenigen, die sich für unser Thema interessieren und uns gefunden haben.

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, etwas hierhin zu schreiben. Man könnte ja dumm, einfallslos, lächerlich, langweilig, spießig, aufdringlich oder was auch immer wirken. Darum verschanzen sich viele bei Twitter hinter Werbebotschaften (die nun wirklich niemanden interessieren) oder neutralen, unpersönlichen News. Da Twitter ein öffentliches Medium ist, kann im Prinzip Jeder auf unsere Tweets reagieren.

Wagt man sich an die ersten selbst verfassten Tweets, erfährt man, dass wahrscheinlich überhaupt nichts passiert, weil niemand den Tweet bemerkt. Das kann zunächst enttäuschen – ist aber auch sehr erleichternd, da man nun unbekümmerter den eigenen Stil und das eigene „Why“ finden kann. Twitter ist ein mächtiges Instrument, um interessante Menschen kennen zu lernen, um Netzwerke zu nutzen – und um News und Hintergrundinformationen als Erstes zu erfahren. Experimentieren ist der einzige Weg, das herauszufinden und sich seine individuelle mediale Echtzeit-Welt zu gestalten.

Tweets weiterleiten, antworten, erwähnen – Nachrichten schreiben

RT = Retweet: Wenn man einen Tweet liest, den man für besonders gut erachtet, kann man ihn mit einem einzigen Kick an die eigenen Follower weitergeben. Man klickt einfach auf “Retweet” und bestätigt, dass man wirklich diesen Tweet weitergeben will. Zusätzlich kann man dem weitergeleiteten Tweet einen eigenen Kommentar hinzufügen, was den Retweet persönlicher macht und aufwertet.

@ = Antworten oder Mention (Erwähnen): Wenn man auf “Antworten” klickt, kann man dem Twitterer des Tweets öffentlich antworten – ihm eine öffentliche Nachricht schicken. Dann erscheint dessen Twitter-Name mit dem @ davor direkt am Anfang des Tweets. Die Sichtbarkeit dieser öffentlichen Antworten ist für die Follower und Beobachter eingeschränkt. Man kann sich also im Gespräch austauschen, ohne die ganze Follower-Schar damit zu belästigen.

Wollen wir einen Twitter-Account lediglich erwähnen (zum Beispiel, weil wir diesen an unsere Follower weiterempfehlen möchten oder dessen Aufmerksamkeit suchen) platzieren wir den Accountnamen weiter hinten im Tweet. In den „Mitteilungen“ (dem Glockensymbol) erfährt der/ die Erwähnte von der „Mention“ und kann darauf reagieren. Eine schöne Möglichkeit, um interessante Accounts auf sich aufmerksam zu machen. So entstehen bei Twitter häufig erste Kontakte.

Nachrichten/ Direct Message = Mit dieser Funktion schreiben wir dem Twitteraner eine Message, die nur für ihn sichtbar ist. So kann man über Twitter kommunizieren, um sich schnell etwas mitzuteilen, was niemand anders mitlesen soll. Es ist also vergleichbar mit dem Facebook-Messenger oder mit WhatsApp. Manche Twitteraner tauschen sich viel über „Nachrichten“ bei Twitter aus. Andere wiederum ärgern sich vor Allem darüber, wenn ihnen automatisch generierte Twitter-Nachrichten gesendet werden. Denn leider ist auch das möglich und wird von kommerziellen Accounts viel zu häufig genutzt.

Hashtags bei Twitter und Twitter-Listen

# = Hashtag: Mit einer Raute kennzeichnen wir Themen bei Twitter. Da sich bei Twitter Gleichgesinnte folgen, werden über die Hashtags Themen fokussiert, die eine bestimmte Gruppe interessieren. Wir können über die Twitter-Suche ganz oben sämtliche Tweets zu bestimmten Themen finden, die in letzter Zeit veröffentlicht wurden, je nach Suchbegriff sind es mal weniger, mal mehr. Die Hashtags sind bei Twitter wohl das wichtigste Alleinstellungsmerkmal. Hashtags sind wie eine spezielle twitterinterne Suchmaschine. Über Hashtags findet man Kampagnen, Themen, Influencer – oder wird auch selbst zum Influencer für andere.

Twitter-Listen: Man kann bei Twitter sowohl öffentlich sichtbare – als auch private Listen mit Twitter-Accounts anlegen. Über die Listen kann man sich zum Beispiel Medienerzeugnisse zusammenstellen. Man kann seine persönlichen Bekanntschaften, Kollegen, Partner einsammeln, man kann Experten und Influencer zu einem bestimmten Thema in einer Liste versammeln. Listen sind sehr wichtig, um gezielt Twitter als „Zeitung“ zu nutzen, da die Timeline ungefiltert alles chronologisch wiedergibt, was in der eigenen Filterblase getwittert wird. Kombiniert mit einer guten Twitter-App auf dem Smartphone, wird Twitter dank der Listen zu einem mobilen Echtzeit-News-Medium. Viele Twitteraner nutzen Twitter vor Allem hierfür – ohne dass sie selbst aktiv twittern.

Twitter auf dem Smartphone

Die meisten Twitteraner nutzen Twitter vor Allem auf dem Smartphone. Es gibt sowohl eine offizielle Twitter-App als auch andere von Drittanbietern. Viele Apps sind kostenlos, andere nicht. Um die passende Twitter-App zu finden, sollte man aktuelle Testberichte lesen – und vielleicht ein bisschen ausprobieren. Ich persönlich nutze sowohl die offizielle Twitter-App als auch Tweetcaster, da ich dort leicht zwischen meinen verschiedenen Twitter-Accounts wechseln kann. Einfach mal googlen: „Twitter-App“ und das eigene  Betriebssystem zusätzlich eingeben. Aktuelle Beiträge zu App-Empfehlungen lesen und bei Interesse weiter recherchieren. Manchmal findet man zum Beispiel bei YouTube ein Tutorial zur App. Bei Interesse installieren, testen, eventuell wieder deinstallieren. Da Twitter uns überall begleitet auf unseren Wegen, ist die passende App wichtig.

In der nächsten Folge geht es um Twitter-Strategien. Denn nur, wer Twitter für sich aktiv ergreift, wird es lieben und verstehen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Tricks und versteckte Anwendungen! Twitter ist ein Kosmos, den sich jeder individuell erschließt. Ob privat, beruflich oder geschäftlich: Twitter kann entscheidend sein für die digitale Kommunikation – gerade für Profis viel entscheidender als Xing, LinkedIn – oder gar Facebook.

Social Media Serie: „Einfach tun“

  • Kapitel 1: Die Motivation überprüfen: Habe ich einen Wunsch, ein Anliegen – oder einen echten Grund, etwas zu ändern?
  • Kapitel 2: Wir beginnen mit Facebook: Privaten Account anlegen bzw. optimieren – eine Facebook-Fanpage erstellen
  • Kapitel 3: Facebook für Fortgeschrittene: Veranstaltung erstellen; Live-Video; Freunde finden; Tipps und Tricks ausprobieren
  • Kapitel 4: Wir lernen Twitter: Account anlegen; Twittern; Follower aufbauen, sich über Twitter vernetzen
  • Kapitel 5: Wir lernen Xing und LinkedIn: Account anlegen/ optimieren; Kontakte aufbauen; Nutzen in der Praxis
  • Kapitel 6: Wir lernen YouTube: Kanal anlegen und füllen; Videos hochladen und bearbeiten; YouTube-Marketing
  • Kapitel 7: Wir lernen Google My Business: Profil anlegen/ optimieren; Google+; Review-Marketing; Marketing-Tipps
  • Kapitel 8: Wir lernen bloggen: WordPress.com Blog anlegen und füllen; sich vernetzen; Community aufbauen
  • Kapitel 9: Wir lernen Visuelles Social Media Marketing; Instagram; Pinterest; Marketing-Tipps und Tools
  • Kapitel 10: Wir lernen Community: Netzwerkpartner finden; sich an Debatten beteiligen: Online-Netzwerk und Offline-Netzwerk verbinden; Tools und Recherche
  • Kapitel 11: Wir lernen Content-Marketing: Content-Suchmaschinenoptimierung; Content-Arten; Content der begeistert
  • Kapitel 12: Wir lernen Newsletter: Newsletter-Account erstellen; Newsletter-Redaktion; Newsletter-Verteiler; Tipps
  • Kapitel 13: Wir lernen Review-Marketing: Positive Bewertungen erhalten, pflegen, Umgang mit Kritik
  • Kapitel 14: Wir lernen Erfolgsmessung: Tools und Kennzahlen; Sich ständig verbessern; Erfolge bewerten
  • Kapitel 15: Das letzte Kapitel. Aus der Motivation von Kapitel 1 wurde das tägliche Trainingsprogramm – Applaus!

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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