Social Media Strategieschulung in Unternehmen? So kann es gehen…

In letzter Zeit häufen sich die Anfragen und Aufträge im Bereich „Social Media Strategie Schulung“ für Organisationen und Unternehmen. Das freut mich natürlich sehr – so viele Jahre habe ich auf diese Erkenntnis gewartet! Seit 2004 habe ich mich beim Aufbau von Genossenschaft und Akademie darauf beschränkt, die Voraussetzungen zu ermöglichen, um eine neue Art von wirtschaftlich relevanter Kommunikation auf Augenhöhe zu realisieren. Social Media ist mehr als das Heraussenden von Ich-Botschaften und Werbung. Eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Anbieter, Kunden, Stakeholdern und Öffentlichkeit ist das eigentliche Geheimnis von Social Media. Im Folgenden möchte ich erläutern, wie man in zwei Tagen über eine passgenaue Social-Media-Schulung diesem Geheimnis auf die Spur kommt – und wie Trainer und Berater solch eine Schulung jedes Mal intensiv vorbereiten.

Social Media Strategie Schulung in zwei Tagen?

Eine Schwierigkeit im Social Media Marketing ist weiterhin die heterogene Zusammensetzung der Involvierten. Gerade in eva-ihnenfeldt-klein Unternehmen ist die Bandbreite von Digital Immigrants, Digital Natives und Digital Laymen groß. Führungskräfte sind häufig 50+ (was wahrscheinlich mit einer der Gründe ist, warum man mir als Trainer und Coach so gern vertraut – wenn ich das kann, kann es so schwierig nicht sein, was ja auch stimmt. Außerdem kann ich es erklären und bin kein Nerd). Junge Mitarbeiter hingegen sind zwar als Anwender digital erfahren, haben aber selten den strategischen Blick, den man in der Unternehmensführung braucht. Abteilungsleiter und andere Mitarbeiter, die involviert sind, bewegen sich meist im mittleren Segment und sind besorgt, wie sie privat und geschäftlich trennen können.

In zwei Tagen kann man tatsächlich sowohl das nötige Know-How für die Umsetzung erwerben, als auch gemeinsam eine Strategie erarbeiten. Die Schulung ergänzt sich wunderbar mit der konkreten Zielsetzung, da nur durch konkrete Projekte wirklich erarbeitet werden kann, was Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Blog und Co für Vorteile bieten – und wann sie eventuell reine Zeitverschwendung sind. Denn Eins wissen Anbieter zwischenzeitlich: Viele Fans, Follower, Kontakte und Interaktionen bedeuten gar nichts, wenn damit kein strategisches Ziel verbunden ist. Ökonomische Ziele werden durch psychografische Ziele erreicht. Und hier zeigt die digitale Kommunikation ihre Stärken – aber auch ihre Tücken. Denn allgemeingültige Rezepte gibt es nicht.

Aufbau einer Social Media Strategie Schulung: 1. Tag

eva_ihnenfeldt_agswDer Trainer/ Coach legt sehr viel Wert auf ein ausführliches Briefing. Denn nur so kann er die zwei Tage vorbereiten. Für die Vorbereitung brauchen Experten wie ich Informationen zu Unternehmen, Marketing & Vertrieb, Markt & Wettbewerb, Herausforderungen, Produkten und ökonomischen Zielen. Wir wollen wissen, welche Mitarbeiter bereit sind, sich weiterzubilden und zu engagieren. Wir brauchen Informationen darüber, wer in welcher Position besonders geeignet ist, um empathisch und kreativ zu kommunizieren. Wir brauchen die „Early Adopter“, die einem Change gegenüber aufgeschlossen sind und die uns dabei unterstützen, die Zögernden mitzunehmen.

Für den ersten Tag der Schulung erstelle ich eine Powerpoint-Präsentation, die auch als Handout geeignet ist. In meinen Präsentationen sind pdf-Anleitungen enthalten für den konkreten Umgang mit Facebook, Xing, Twitter und Co. So können sich die Mitarbeiter auf die Eigenschaften der einzelnen Kanäle konzentrieren, auf das Kommunikationsverhalten ihrer besten Mitbewerber- und auf andere spannende Social-Media-Bestpractice-Beispiele, die ich vorstelle.

Jedes Netzwerk wird mit seinen Eigenarten, seinen Stärken und Schwächen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die digital Souveränen können ihre Erfahrungen und ihr Wissen einbringen – die Laien und Anfänger können fragen und erforschen, bis sie die Kultur des jeweiligen Netzwerks verstehen können. Natürlich gehe ich auch auf rechtliche Fragen und den Datenschutz ein. Gemeinsam erläutern wir Möglichkeiten, wie man als kommunizierender Mitarbeiter die Privatsphäre optimal schützen kann.

Im zweiten Teil des ersten Schulungstages beziehen wir im Teamwork (oder bei weniger als 5 Teilnehmern im Plenum) die Erkenntnisse in die ersten Schritte des strategischen Plans mit ein. Die Teilnehmer erarbeiten unter meiner Moderation Kommunikations-Ziele, den USP (Unique Selling Proposition), Zielgruppen und den eigentlichen Mehrwert für diese Zielgruppen heraus.

Dabei ist es wichtig zu beachten, dass gerade bei Social Media nicht unbedingt die Kunden Zielgruppen sind. Influencer, Multiplikatoren und Stakeholder sind häufig viel entscheidender für den Erfolg. Online-Marketing mit Facebook-Ads, Newsletter, SEO, Content-Marketing und Google Adwords lassen wir bewusst weg in unserer Schulung: Wir konzentrieren uns ganz auf Kommunikation, Dialog und das kollaborative Miteinander. Wir wollen Beziehungspflege realisieren zu denen, die mit uns gemeinsam Ziele verfolgen wollen.

Die Ergebnisse des ersten Strategie-Teils werden minutiös auf Flipchart und/ oder Metaplanwand festgehalten. Diese Ergebnisse sind die Grundlage für den zweiten Teil der Schulung, der bestenfalls ein oder zwei Wochen später stattfindet.

Aufbau einer Social Media Strategie Schulung: 2. Tag

Für den zweiten Tag erstelle ich als Trainer/ Coach wiederum eine Powerpoint-Präsentation, um Struktur und eine Zahlen-

Daten-Fakten-Grundlage einzubringen. Doch nun ist noch mehr kreative Eigenarbeit der Teilnehmer möglich. Meistens ist es so, dass sich in der Zwischenzeit viele der Beteiligten tiefer ins Thema eingearbeitet haben und die Schulung mit tollen Inspirationen und Ideen gleich zu Beginn eröffnen. Ich halte meinen Input-Teil so kurz wie möglich, um nicht diesen Geist an Strategie-Spirit zu zerstören. Input und Eigenarbeit der Teilnehmer folgen recht schnell aufeinander, so dass wir bis zum Ende des zweiten Tages einen konkreten Umsetzungsplan vorliegen haben. Folgendermaßen gehen wir gemeinsam vor:

  • SMART-Ziele und Kriterien der „kreativen Leitidee“ – muss man wirklich einzigartig sein?
  • USP, Strategie und Botschaft: Wie sich eins aus dem anderen folgerichtig entwickelt
  • Maßnahmenplanung: Ressourcen, Inhalte und Zeitmanagement
  • Erfolgsmessung und Weiterentwicklung: Aufgaben, Entscheidungen und Verabredungen werden verbindlich – aber wie?

Zu jedem der vier Themenbereiche halte ich einen kleinen einführenden Vortrag – dann geht es an die konkrete Erarbeitung in Teams – oder eben im Plenum. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man in zwei Tagen leisten kann! Tatsächlich ist zwar die Vorbereitung einer Social Media Strategie Schulung jedes Mal aufs Neue aufwändig, doch es lohnt sich. Aufgrund dieses Rahmens können sich im geschützten Raum Strategien passgenau entwickeln, die jeden Mitarbeiter und jede Führungskraft berücksichtigen und mitnehmen.

Niemand ist außen vor, niemand ist unterfordert, und niemand fühlt sich als digitaler Anfänger unwohl. Social Media ist immer mit einem Unternehmens-Change verbunden. Das kann man meiner Erfahrung nach nur mit einer Schulung lösen – und es ist immer wieder eine große Freude zu beobachten, wie durch diese zwei Tage Mitarbeiter zusammenwachsen und sich mit ihren Stärken und Leidenschaften ergänzen. Jeder im Unternehmen ist wichtig und unaustauschbar – auch das wird oft genug durch Social Media sichtbar.

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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