Spendensammler in der Fußgängerzone – wie wird man sie los?

Man nennt sie Fundraiser, die jungen Leute, die in den Fußgängerzonen für gemeinnützige Organisationen Spenden sammeln – bzw. Daueraufträge für Spenden einsammeln. Auch wenn die jungen Leute in ihren Uniformen aussehen, als wären sie Mitarbeiter der bekannten Organisationen für Kinderschutz, Tierschutz, Umwelt, Gewerkschaft, Dritte Welt… sind sie in aller Regel Mitarbeiter von Agenturen, die sich auf Fundraising spezialisiert haben. Für wen gesammelt wird, ist egal, Hauptsache, man macht viele Abschlüsse. Denn danach wird bezahlt.

Spießrutenlauf in der Fußgängerzone

Ich bewege mich mehrmals in der Woche durch die Fußgängerzone in Dortmund bis zu meinem beruflichen Einsatzort. Vom Hauptbahnhof aus bis zum Ziel werde ich meist zwei-, dreimal von Drückern angesprochen. In manchen Fällen empfinde ich die Ansprachen sogar mehr als nur belästigend. Die jungen Leute, die vor allem auf ihre Erfolgsprovisionen angewiesen sind, sind in ihrem verzweifelten Enthusiasmus auch immer wieder übergriffig, verwenden Anmachsprüche oder verstellen mir den Weg. (Siehe das unten verlinkte Aufklärungs-Video von „funk“)

Was kann man tun gegen Straßen-Fundraiser?

In dem unten eingebetteten Video werden Hinweise gegeben, wie man sich über offizielle Stellen zur Wehr setzen kann:

– Polizei rufen, wenn man aufdringlich oder ungebührlich „angemacht“ wird
– Ordnungsamt anrufen und sich über den Stand und die aufdringlichen Fundraiser beschweren. Spendensammeln auf der Straße ist grundsätzlich erlaubt. Das Werben mit Stand für gemeinnützige Organisationen wird nur selten von Gemeinden untersagt. Doch wenn sich Bürger häufiger beschweren, kann es sein, dass die Standortgenehmigung entzogen wird.
– Sich bei den Hilfsorganisationen telefonisch oder per Mail beschweren. Man kann davon ausgehen, dass die Hilfsorganisationen von den Ausbeutungsmethoden der Agenturen wissen. Wenn das bestritten wird, sollte man einen Termin für ein zweites Gespräch ausmachen, in dem die Hilfsorganisation das Ergebnis ihrer Recherchen mitteilt.

Was man noch tun kann

– Am einfachsten ist es wohl, das Handy ans Ohr zu halten und so zu tun, als ob man telefoniere
– Man kann wirklich direkt mit dem Ordnungsamt telefonieren und sich über die Fundraiser „am Ort der Tat“ beschweren. Einfach schon einmal zu Hause die Nummer vom Ordnungsamt im Handy abspeichern.
– Auf jeden Fall kurz und energisch „nein“ sagen. Sich auf keinen Fall auf ein Gespräch einlassen!
– Nicht zum Stand schauen. Alles vermeiden, was Interesse bekunden könnte
– Weiten Bogen machen um die Fundraiser

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.