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Unterschied zwischen Emoticon und Emoji – und warum das alles so wichtig ist :) 0

Weihnachten und der Jahreswechsel waren wohl für alle, die sich in sozialen Netzwerken tummeln und WhatsApp nutzen, die Höhepunkt-Zeiten der Emoticons und Emojis’s. Und sicher haben sich viele gefragt, was überhaupt der Unterschied in der Begriffsverwendung ist, wie man den Einsatz der vielen kleinen bunten Symbole begründen kann – und wir man am Desktop die Auswahl der lustigen Bildchen erweitern kann. Zunächst also eine kurze Begriffsdefinition:

Was ist der Unterschied zwischen Emoticon und Emoji?

  • Emoticons drücken Gefühlszustände und Stimmungen aus. Mit Hilfe von Steuerungszeichen können diese smiley-1706235_640Gefühlszustände in die Tastatur eingegeben werden. Viele Programme wandeln diese ASCII-Zeichen in Bilder um, zum Beispiel in Smileys. Der Werbegrafiker Harvey Ball entwarf 1963 den berühmten Smiley, 1und 982 schlug der Informatikprofessor Scott E. Fahlmann vor, die Zeichenfolge : – ) als Kennzeichnung von Jokes einzusetzen – um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Emojis sind sozusagen eine Weiterentwicklung der guten alten Emoticons. Sie lassen sich nicht unbedingt durch Steuerungszeichen umwandeln – sondern werden direkt als Ideogramm bei Facebook, WhatsApp und Co eingefügt. Ob Weihnachtsbaum, Feuerwerk, Engel oder Glückskleeblatt – anstatt ganze Sätze zu formulieren, sendet man ein Emoji als Symbol für eine Botschaft.

Warum sind Emoticons wichtig für die elektronische Kommunikation?

Scott E. Fahlmann hatte guten Grund, 1982 das „Joke-Zeichen“ zu empfehlen. Zwar schrieben sich die Menschen schon seit Jahrhunderten Briefe, doch die elektronische Kommunikation unterscheidet sich stark von handgeschriebener Post: Es fehlt zum Einen der individuelle handschriftliche Ausdruck – und zum Anderen bieten Schnelligkeit, Kürze und Barrierefreiheit viele Möglichkeiten für Irrtümer und Missverständnisse.

Selbst in geschäftlichen E-Mails findet man häufiger Smileys, um freundliche Zuneigung auszudrücken. Anrede und Verabschiedungsformeln werden immer persönlicher und freundschaftlicher formuliert, um der abstrakten Umgebung entgegenzuwirken. Sogar Chefs verwenden Emoticons, um ihren Mitarbeitern gute Gefühle zu übermitteln. In sozialen Netzwerken sind Emoticons unabdingbarer Bestandteil der kurzen Botschaften. So reichen schon wenige Worte, um sich eindeutig auszudrücken.

Emoticons sind wichtig, um den Adressaten zu besänftigen und emotional auf die eigene Seite zu ziehen. Facebook hat im Februar 2016 den „Gefällt mir“ Button ergänzt um fünf weitere Stimmungen: Liebe, Lachen, Staunen, Trauer, Wut. Lange Diskussionen und Testphasen waren der Einführung der neuen Reaktions-Funktionen vorangegangen, denn leicht können ablehnende Emoticons zu Mobbing führen. Darum gibt es auch bis heute keinen Dislike-Button.

Auch wenn wir vielleicht manchmal den Kopf schütteln über besonders reich verzierte Emoji-Ketten, die sehr überschwänglich und romantisch in allen Superlativen leuchten, sollten wir gutmütig lächeln und uns nicht ärgern. Denn ohne die symbolischen Gefühlssymbole könnte es viel leichter im Netz zu kritischen Konflikten kommen, weil jemand einen Witz nicht verstanden hat – oder eine förmliche Anrede missdeutet als Ablehnung.

Meine Empfehlung: Im Falle einer Verwirrung einfach anrufen und das Ganze persönlich klären. Elektronische Kommunikation lässt nun einmal die wichtigen persönlichen Zeichen weg wie Stimme, Mimik, Bewegung, Ausdruck… ohne Emoticons wäre das Netz noch viel explosiver und riskanter als es jetzt schon ist. Also lieber mal ein Herzchen mehr und ein Like und ein Smiley – auch wenn es schwerfällt, man gewöhnt sich daran und kann wirklich dem Adressaten einen großen Gefallen damit tun.

Emojis für Facebook am Desktop (am PC)

Bei den mobilen Endgeräten haben wir auf der Tastatur eine reichhaltige Auswahl an Emojis für Facebook, WhatsApp und Co. Doch am Desktop bietet Facebook zunächst nur einige Gefühlszustände und Tätigkeitsbeschreibungen an, die den kompletten Post „betiteln“. Zusätzlich kann man über die Tastatur die bekannten Tastenkombinationen eingeben, die einen entsprechenden Emoticon produzieren. Die beliebtesten sind:

  • : ) Lächeln
  • : ( Missmut
  • : P Zunge herausstrecken (frech)
  • : D Lachen
  • : O Erstaunen
  • ; ) Augenzwinkern
  • : ‚( Weinen
  • < 3 Herz

Außerdem kann man entsprechende Websites mit einer großen Anzahl an Symbolen verwenden, welche dann bei Facebook als die entsprechenden Bilder erscheinen. Eine riesige Auswahl an Symbolen und Emojis findet sich zum Beispiel bei piliapp – auch für Twitter, Skype und Blogs (WordPress). Einfach das entsprechende Symbol anklicken, kopieren und bei dem jeweiligen Programm einfügen.

Und hier eine Videoanleitung für i2symbol – doch wie gesagt, es gibt noch viele andere Plattformen – auch mit Facebook GIF’s – einfach mal suchen und Bewertungen lesen…

Über Eva Ihnenfeldt

Eva Ihnenfeldt leitet gemeinsam mit Dennis Arntjen das Unternehmensnetzwerk Kmu-digital.net - das Netzwerk von Unternehmen im digitalen Wandel. Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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