Wie sich Unternehmer/Innen, nicht nur zu Weihnachten, sozial engagieren können

Gastbeitrag von Anke Dahm: Und plötzlich ist es wieder Weihnachten….wir hatten daran gedacht, jedoch ist die Zeit wieder so schnell an uns vorbei gezogen!

Es fällt mir in der letzten Zeit immer wieder auf, wie viele Organisationen, besonders in der Weihnachtszeit an unser „schlechtes Gewissen“ appellieren. Was haben wir „Gutes“ getan, wenn wir in den vergangenen 11 Monaten nur gearbeitet haben und uns vielleicht noch in ein paar Netzwerken bewegt haben sollten? Dann können wir unser Gewissen jetzt mit einer Mitgliedschaft oder einer Einmalspende für Mensch und Tier zum Jahresende wieder ins Gleichgewicht bringen, na Gott sei Dank, da sind wir aber froh, oder?

Die Flut an Spendenan- sowie aufrufen, das fast schon penetrante Vorgehen von Tierschutzorganisationen, die es eigentlich gar nicht gibt.  Die Spende für die Kinder in Not, wenn nur der Grund dramatisch genug ist, wird gerne gegeben, jedoch kennen wir diese Organisationen überhaupt?

Sie können gewiss etwas Gutes tun, vielleicht entscheiden Sie sich lieber im Laufe des Jahres dafür.
Es ist nicht immer mit viel Zeit oder hohen Kosten verbunden und außerdem kann der Erfolg selbst miterlebt werden! Wie?

Das möchte ich Ihnen gerne anhand  ein paar eigener Beispiele verdeutlichen:

Wie wäre es, wenn ein paar Spielzeuge, die sich in gutem Zustand befinden, innerhalb der Familie und bei Freunden, eingesammelt werden und zur Tafel/Kindertafel/ zum Kinderheim gebracht werden? Oder es werden  Kinder mit Weihnachtsplätzchen beschenkt. Ich verspreche: Diese strahlenden Kinderaugen wird kein Mensch wieder vergessen!

Eine Einrichtung einer Ausbildungs- oder Praktikumsstelle zu schaffen, gestaltet sich ebenfalls als keine große Sache. Wir haben mit Migranten und Menschen mit so genannten „Einstellungshemmnissen“….furchtbares Wort, finde ich persönlich, seit Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht! Es ist so schön, zu sehen, wie diese Menschen sich positiv entwickeln, denn JEMAND glaubt an sie, vertraut ihnen und gibt ihnen ein positives Gefühl.

Das führt, nach unseren Erfahrungen, zu deutlich mehr Selbstvertrauen und Selbst-Bewusstsein. Die Familien dahinter können ebenfalls unterstützt werden. Denn oft sind Anträge auszufüllen, oder diese Menschen möchten die deutsche Sprache lernen und wissen oft gar nicht, an wen sie sich wenden sollen.

Da ist die Hemmschwelle oft noch viel zu groß! Viele möchten eine richtige Heimat in Deutschland finden und sich tatsächlich integrieren. So kann ein echter Beitrag zur Völkerverständigung geleistet werden.

Wir sind nun mal ein Einwanderungsland und uns umgeben viele Nationalitäten.
Diese Situation selbst miterleben zu dürfen, ist Grund genug, es einmal zu versuchen.

Bei uns gibt es ein soziales Projekt: Ein Kunde jährlich hat die Möglichkeit, von uns kostenfrei beraten zu werden. Wir suchen uns dazu Menschen mit großen finanziellen Schwierigkeiten aus, um zu unterstützen und Lösungen zu finden.

Die Bahnhofsmission freut sich sehr, wenn sie an wohnungslose Menschen in der kalten Jahreszeit genügend Decken oder Winterjacken und Mäntel verteilen kann. Also bitte nicht wegwerfen, denn damit kann Menschen in Not wirklich geholfen werden.

Neben der Aufmerksamkeit für die Menschen, verdienen auch die Tiere, die oft zu wenig Lobby besitzen, unsere Beachtung.

Auch hier zwei Bespiele, die ich aktuell unterstütze.

Möchte man z.B. eine Uhr verschenken? Man sollte nachfragen, ob das Uhrenarmband aus Schlangen-, Echsen- oder anderem Reptilienleder ist. Bitte kaufen Sie solches Leder nicht. Die Tiere werden unsagbar gequält. Entweder werden Sie in Farmen dafür unter grausamen Bedingungen gehalten und getötet oder als Wildfang aus dem Dschungel gefangen und dann gequält. Ich bin seit über 20 Jahren Tierschützerin. Es gibt viel zu viele Projekte, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann und auch nicht möchte. Viele Menschen sind auch zu schockiert, wenn ich näher darauf eingehen würde. Jedoch wissen unheimlich viele Menschen gar nicht, was hinter einem Kauf eines Lederarmbandes bei einer Uhr oder bei dem Kauf eines Kopfkissens oder einer Bettdecke usw. für furchtbare Tierquälereien stecken.

Aktuell können Sie, wenn Sie möchten, auf www.prowildlife.de gehen und dort zwei Online-Protestaktionen unterstützen.

Wenn man auf sonstige Menschen- und oder Tierrechtsverletzungen hinweisen möchten, kann kostenfrei eine Online-Petition über: www.bundestag.de eingereicht werden. Auf dieser Internetseite können BürgerInnen seit September 2005 online Petitionen selbst einreichen oder bereits eingestellte Petitionen mitzeichen. So kann auch an dieser Stelle aktiv mitgewirkt werden. Es ist weniger Zeitaufwand, als man denkt.

Natürlich sollen meine Aussagen nicht davon abbringen, an seriöse Organisationen weiterhin zu spenden. Ohne unsere finanzielle Unterstützung wird es viele dieser Organisationen für Mensch und Tier nicht mehr geben. Persönlich spende ich jedoch das ganze Jahr über, damit die Vereine und Organisationen mit einem festen Beitrag besser rechnen können, denn  Kosten fallen in der Regel ja jeden Monat an. Es müssen ja nicht immer riesige Beträge sein. Bereits mit 5-10 Euro monatlich kann gut geholfen werden. Erzählt man der Familie, Freunden, Kunden oder Geschäftspartnern davon, könnte die gute Idee für die Vereine und Organisationen weiter nach vorne gebracht werden.

Es gibt noch so viele Möglichkeiten, sich auch im Kleinen zu engagieren.  Vielleicht konnte ich durch diese kleine Auswahl an Möglichkeiten einen Anreiz vermitteln, dass sich im Grunde JEDER sozial engagieren kann.  Es gibt so viele Menschen und Tiere, lassen Sie uns etwas tun, damit es uns ALLEN ein Stück besser geht.

Vielen Dank dafür, dass Sie dieses Anliegen bis zum Ende gelesen haben, es ist ein erster Schritt!
Eine einzige gute Tat kann so viel zurückgeben!

Herzlichst, Ihre
Anke Dahm

Wirtschafts-, Betriebsberatung & Controlling
Anke Dahm
Poststr. 57 a in 44809 Bochum
Tel.- u. Fax- Nr.: 0234/ 358996 ——————————————————-
www.wbc-dahm.de
[email protected]

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Wie sich Unternehmer/Innen, nicht nur zu Weihnachten, sozial engagieren können

  • Reply Anita Diehn-Driessler 11. Dezember 2010 at 14:57

    Liebe Frau Dahm,
    ihre Anregungen, Spenden an Hilfsorganisationen gründlich zu überdenken und diese sehr gezielt übers Jahr verteilt zu tätigen, haben mir gut gefallen. Bestimmt haben Sie zu diesem Thema einiges an interessantem Feeedback erhalten ? Neben den von Ihnen empfohlenen Organisationen kann ich noch den international tätigen WWF (WorldWildlifeFund) anfügen(www.wwf.de) und den national tätigen ProVieh (ehem.Verein gegen Massentierhaltung).Anregend fand ich auch Ihre Ideen zu Angeboten „vor der eigenen Haustür“ wie Praktikumsstellen, Hospitanzen und Wiedereingliederungen etc. oder kostengünstiges TätigWerden bei wenig zahlungskräftigen Kunden. Es sind ja wirklich einfach umzusetzende Beispiele, wenn wir Unternehmer/innen in Deutschland bzw. „vor Ort“ im Ruhrgebiet uns als einen Teil einer sozialen Gruppe betrachten. Soziale Gruppen funktionieren akzeptabel, wenn es um Gegenseitigkeit geht und nicht nur um ein GegenEinander.
    Zum Schluß möchte ich noch ein Buch empfehlen von Linda Polman „Die MitleidsIndustrie“. Die in Krisengebieten der Welt tätige Journalistin hat erlebt, wie ausländische Hilfsgelder genau das Gegenteil bewirken, was Spender erhoffen. Es trägt zur eigenen gedanklichen Differenzierung bei, welchen Hilfsorganisationen wir Spenden zukommen lassen wollen.
    Herzliche Grüße
    Ihre Anita Diehn-Driessler

  • Reply Anke Dahm 17. Dezember 2010 at 08:38

    Liebe Frau Diehn-Driessler,

    vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.
    Es freut mich sehr, dass Ihnen der Artikel gut gefallen hat.
    Ein paar UnternehmerInnen haben mich direkt kontaktiert und nachgefragt. Der Austausch untereinander war sehr gut.

    Viele Grüße aus Bochum,
    Anke Dahm

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