YouTube will auf alle Videos Werbung schalten – auch von kleinen Kanälen

Bisher war es so, dass YouTube-Creator am YouTube Partner Programm aktiv teilnehmen mussten, um Werbesequenzen in ihren Videos zu aktivieren. Diese offiziellen Partner werden dann an den Werbeeinnahmen durch die Ads beteiligt. Nun hat die Mutterfirma Google in den USA damit begonnen, auch bei Videos, die nicht im Partnerprogramm sind, Werbung zu schalten. Die Creator können nichts dagegen tun. An den Einnahmen werden sie nicht beteiligt, wenn die Zahl der Abonnenten kleiner als 1.000 ist und die Videolängen in den vergangenen zwölf Monaten weniger als 4.000 Stunden betragen hat.

Ist Werbung in Videos immer ok?

Es gibt viele Gründe, als YouTube-Creator prinzipiell keine Werbung zu wollen. Und tatsächlich lässt Google bisher Kanäle werbefrei, die Content veröffentlichen zu Politik, Religion, Alkohol oder Glücksspiel. Auch reichweitenstarke Kanäle verzichten manchmal auf Werbeeinnahmen, da ihnen ihre Reputation als werbefreier Kanal wichtig ist.

Was kann man tun?

Vielleicht wäre es eine Option, zu Vimeo zu wechseln – auch Twitch oder Dailymotion könnten eine Option sein. Vergleich von großen Videoportalen 2020 hier

Vielleicht könnte es auch ein Anreiz sein, um die Zahl der Abonnenten zu erhöhen und viel neuen Content zu veröffentlichen. Allerdings sind die Werbeeinnahmen bei wenigen Views nicht gerade üppig. Lohnt sich das überhaupt?
YouTube Werbeeinnahmen und die Faktoren, die den Preis beeinflussen

Man könnte natürlich auch einen YouTube-Kanal kreieren, der sich mit den sensiblen Themen rund um politische Agitation und der Propagierung von legalen Suchtmitteln beschäftigt. Oder man könnte eine „Gewerkschaft“ für Social Media Creator gründen, die versuchen, Rechte zu definieren und durchzusetzen.

Oder man zuckt mit den Schultern und akzeptiert die Werbeschaltungen ganz einfach. Schließlich stellt Google mit YouTube ein Video-Portal zur Verfügung, dass kostenfrei genutzt werden kann. Unsere digitale Welt verändert sich ständig. Wie und wohin die Reise geht, bestimmt nicht zuletzt die „Abstimmung mit den Füßen“. Das hat schon Facebook zu spüren bekommen in einigen Ländern – WhatsApp-Nutzer wechseln zu Telegram und Facebook-Accounts werden gelöscht, da sie uncool sind. Auch der digitale Planet wird durch seine Bewohner und Machtstrukturen geformt. Ich bin da optimistisch – doch es dauert seine Zeit und braucht viele bewusste Akteure…

Quelle: Onlinemarketing.de

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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