Astrid Witalinski Signal Iduna und Sijox

Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung?  Jetzt in die Private Krankenversicherung wechseln? In den nächsten Wochen ist damit zu rechnen, dass die Gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge ankündigen und sich somit für das eine oder andere Kassenmitglied die Frage nach einem Kassenwechsel stellt.

Astrid Witalinski

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Da werden auch Überlegungen zu einem Wechsel in die Private Krankenversicherung eine wichtige Rolle spielen.
Diese Gedanken sollten aber mit einer sehr ausführlichen Information über die Vor- und Nachteile eines dauerhaften Systemwechsels einhergehen. Oft ist es eine vorschnelle Entscheidung das Solidarsystem zu verlassen und  in die individuelle private Gesundheitsvorsorge zu wechseln.

Sicher ist: als Privatpatient habe ich bei der richtigen Tarifwahl Anspruch auf die beste medizinische Versorgung im Krankheitsfall. Die Gesetzliche Krankenversicherung darf ihrem Versicherten nur das wirtschaftlich ausreichende, notwendigste und zweckmäßige bezahlen.

Solange ein Versicherter gesund bleibt, wird er  kaum Unterschiede der beiden Gesundheitssysteme feststellen. Lediglich die jährliche Beitragsersparnis und Beitragsrückerstattung erinnert den Privatversicherten an seinen Sonderstatus.
Das beide Systeme von den steigenden Kosten der modernen Medizin und der alternden Bevölkerung betroffen sind, stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Während die Gesetzlichen Kassen neben den Beitragssteigerungen mit Leistungskürzungen arbeiten und ihre  Kassenärzte mit zunehmenden  Strafgeldern für die Budgetüberschreitungen bestrafen, erhöhen die Privaten Kassen ihre Prämien, um das  Leistungsversprechen „alles medizinisch Notwendige“  finanzieren zu können.

Die Vergangenheit hat gezeigt: In beiden Systemen werden die Beiträge um Durchschnittlich 5 Prozent und Jahr steigen. Bei der Gesetzlichen Kasse wird das durch Leistungseinschränkungen sowie Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze (zukünftig auch durch Zusatzbeiträge) und bei den Privaten Versicherern durch Beitragsanpassungen (Leistungskürzungen verbietet das Vertragswerk) erfolgen.

Aus diesem Grunde sollten alle Vor -und Nachteile bei Familienplanung, Einkommen, Gesundheit und längerer Lebenserwartung berücksichtigt werden. Gerne helfen wir bei der Entscheidungsfindung, denn eine Krankenversicherung sollte ein Maßanzug sein und nicht von der Stange gekauft werden.

Astrid Witalinski und Detlef Schumann
www.ringschutz.de
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