Google und die ARD-Reportage

Am Montag kam um 22.45 Uhr eine Reportage über die Macht von Google. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich mit meinem aktuellen Kurs „Online Marketing“ das Kapitel „Google Analytics“ durch. Bereits in der Rubrik „Zielgruppe“ staunten die Teilnehmer über die vielen Daten der Besucher unseres Schulung-Blogs www.schulung-onlinemarketing.de. Passend dazu schob ich am Dienstag den Film in den Lehrplan. Anschließend führten wir eine hitzige Diskussion.

In der Reportage geht es vor allem um die Menge der Daten, die Google mit Hilfe der Suchmaschine und den anderen Apps über uns sammelt. Die Reportage stellt den „naiven Nutzer“ dieser Produkte in den Vordergrund und setzt vor allem auf den Schock-Moment des Google-Dashboards. Dort können die Nutzer eine Übersicht über die gesammelten Daten bekommen.

Ist Google ein Monopolist?

Ein anderes Thema ist eine kleine Lobby, die Google als Monopolist bezeichnet und bei der Europäischen Union eine Klage einreichte. Ein Shop-Betreiber beklagt sich über die bezahlten Anzeigen seiner Mitbewerber, die vor ihm in den Suchergebnissen unter Google Shopping gelistet werden. Ein Kartograf beschwert sich über seinen Mitbewerber, aus dem Hause Google mit dem Namen Google Maps.

Diese Menschen beklagen sich über einen mächtigen Mitbewerber, der seine vielen kostenlosen Dienste mit Hilfe von Werbeanzeigen finanziert. In der Diskussion zog ein Teilnehmer den Vergleich zwischen bezahlten Werbeanzeigen auf Google und den Print-Anzeigen in Zeitungen und Magazinen. Dort hat sich noch nie jemand beschwert, dass ein Mitbewerber eine größere Anzeige geschaltet hat als er selbst, denn er weiß, dass er es mit mehr Geld ebenfalls könnte.

Es gibt Alternativen zu Google

Jeder ist der Herr seiner Daten und es gibt auch zu Google sehr viele Alternativen. Es gibt Suchmaschinen wie Yandex, Bing und Yahoo, doch es gibt auch noch viele weitere. Ihr könnt danach im Internet suchen, aber dann wohl besser ohne Google. Über die Qualität der Suchergebnisse muss jeder Suchende selbst entscheiden.

Unterschiedliche Google-Nutzer

Ich finde, dass die Nutzer von Google unterschiedlich betrachtet werden müssen.

Es gibt die Nutzer, die das kostenlose Angebot von Google annehmen und es nicht hinterfragen. Diese Menschen gucken diese Reportage und fallen aus allen Wolken.

Dann gibt es die Nutzer, die von der  Sammel-Leidenschaft wissen, aber den großen Nutzen der kostenlosen Apps nicht mehr missen wollen. Diese Nutzer wissen, dass die gesammelten Daten in erster Linie nur für die personalisierte Werbung genutzt werden. Schlagzeilen über die NSA und die Zusammenarbeit zwischen Google und Geheimdiensten macht ihnen keine Angst, weil sie nichts zu verbergen haben.

Wieder andere nehmen die Dienste von Google dankbar entgegen, erkennen den großen Nutzen und Wert dieser Dienste für den privaten und beruflichen Alltag. Sie entscheiden sich bewusst gegen Geld für die Dienste auszugeben und geben bereitwillig ihre Daten ab. Das Wort „Vertrauen“ wird genannt.  Dieses Vertrauen muss sich Google bewusst sein, denn wenn das eines Tages bei diesen Nutzern zerstört wird, dann kommt es zu einem großen Knall.

Hier der Link zu der ARD-Reportage „Die geheime Macht von Google“, welche vor der Ausstrahlung in der ARD auf YouTube (Google-Dienst) veröffentlicht wurde. Die Reportage dauert 45 Minuten.

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