Gründer und kleine Unternehmen: Social Media oder Online-Werbung?

Was bringt mehr? Werbung schalten bei Google, Facebook, Instagram und Co – oder kommunizieren in sozialen Netzwerken bzw. Foren? Oder bringt es am meisten, eigene Kanäle und Medien zu bespielen, um potentielle Kunden zu erreichen und bestehende Kunden zu halten? So schwierig ist die Antwort auf diese Fragen eigentlich nicht. Schließlich kann man es ausprobieren! Und wenn man in einer Sackgasse steckt, kann man umdenken. Es ist ok.

Für wen lohnt sich Social Media Marketing Kommunikation?

Bild von Arvi Pandey auf Pixabay 

Grundsätzlich sollte jedes noch so kleine Unternehmen E-Mail, Telefon und soziale Netzwerke bereitstellen, um mit Geschäftspartnern und Interessierten kommunizieren zu können. Beim Telefon und der E-Mail reicht es, zu reagieren, wenn jemand etwas will – doch soziale Netzwerke wollen gefüttert werden, um als Kommunikationsmedium zu dienen. Ab und zu ein Foto, Video, einen Text oder Link bei Facebook, ein Foto oder Video bei Instagram, eine Aktualisierung bei Xing und/ oder LinkedIn… auch wenn man kein gezieltes Marketing betreibt, sollte die Bereitschaft zur Kommunikation signalisiert werden. Wo nichts ist, da kommt auch keiner hin.

Für wen lohnt sich Social Media Marketing?

Social Media kann ein mächtiges Werkzeug sein – es kann aber auch unendlich viel Zeit kosten, ohne messbaren Profit zu bringen. Im Grunde ist es wie im „richtigen Leben“. Die A-Kunden können auch vertrieben werden, wenn man sich als Anbieter den C-Kunden über alle Maßen zuwendet. Und in den sozialen Netzwerken sind es nicht nur die zeitraubenden, unprofitablen C-Kunden, die strategisch klug gemanagt werden müssen – in sozialen Netzwerken kommen häufig noch Nutzer hinzu, die zwar gern kommunizieren – die jedoch nie Kunden werden. Interessierte Bürger, kritische Zeitgenossen, politisch Ambitionierte und Verbitterte, die einfach mal ein bisschen Schaden anrichten wollen.

Es gibt also keine allgemeingültige Formel, was den Nutzen von aufwändigem Social Media Marketing betrifft. Zeit, Budget und Ertrag sollten in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Und eins ist klar: Social Media heißt in erster Linie, aufmerksam zuzuhören, sich zu vernetzen und ein guter Netzwerkpartner zu sein. Wenn man in erster Linie selbst postet, ist es kein Marketing, dann ist es (wie oben beschrieben) nichts weiter als das Bespielen eines Mediums, unter dem man erreichbar ist.

Online-Werbung in sozialen Medien

Das Vertrauteste und Komfortabelste sind Werbeanzeigen. So wie man in Printmedien Anzeigen schaltet, so wie man Printmaterial verteilt und Mail-Newsletter schreibt, so kann man natürlich auch Werbeanzeigen bei Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken buchen. Wichtig ist zu verstehen, was eine gute Werbeanzeige erfüllen muss, um in sozialen Netzwerken erfolgreich sein zu können. In der Regel „überrascht“ die Anzeige einen Nutzer, der gerade in seinem Netzwerk scrollt und keine konkrete Kaufabsicht hat. So wie man im haptischen Leben in der City flaniert und sich von Schaufensterdekorationen und Angeboten inspirieren lässt.

Vorteil der Online-Werbung ist, dass diese ein konkretes Vertriebsziel verfolgt. Mit Branchenkenntnis, der Recherche erfolgreicher Online-Anzeigen und bei Bedarf der Kooperation mit einer Online-Werbeagentur, die ihr Handwerk versteht, kann dieser Weg der beste sein für alle Unternehmen und Selbstständigen, denen Kommunikation und Netzwerkbeziehungen nicht liegen. Meiner Erfahrung nach ist das bei den sehr vielen Anbietern der Fall.

Ob und wie sich der Einsatz von Werbebudget rentiert, kann nur durch Experimentieren und der Bereitschaft aus Fehlern zu lernen, ermittelt werden. Die digitale Welt ist gigantisch groß und die Menschen werden mit Werbebotschaften regelrecht erschlagen. Sich sichtbar und attraktiv zu präsentieren ist eine Kunst. Aber es kann Spaß machen und es kann der Schlüssel für den erfolgreichen Vertrieb sein. Ignorieren lässt sich die digitale Realität nicht. Darum nicht die Augen verschließen – sondern nach vorn blicken und sich auf das Neue einlassen ohne Sentimentalität. Die analogen Zeiten sind im Rückzug. Ist nun mal so…

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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